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  Mai 2008

VORSICHT! Ungewöhnlich hoher Wirkungsgrad

Liebe Leserinnen und Leser der Junkie Bund Seite,

in den letzten Tagen und Wochen sind auffallend viele Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher in Köln verstorben. Vielleicht kanntet ihr selbst den einen oder anderen oder habt von seinem Tod gehört.

Der Verdacht liegt nahe, das der Grund hierfür ein teilweise ungewöhnlich hoher Wirkstoffgehalt im Heroin ist oder besonders schädliche Streckmittel genutzt wurden.

Wir möchten Euch daher dringend bitten, bei unbekannter Stoffqualität besonders vorsichtig zu dosieren. Wenn ihr den Verkäufer oder seine Droge nicht kennt, testet erst einmal vorsichtig mit einer kleinen Dosis an – am besten nicht injizieren sondern rauchen – das verringert das Risiko einer Überdosis. Wenn möglich konsumiert mit einer Person Eures Vertrauens, damit im Fall eines Drogennotfalls (Überdosis) ein Notarzt verständigt wird.

Solltet ihr bei einer Überdosis dabei sein oder dazukommen, ruft in jedem Fall einen Notarzt.

Ganz besonders riskant ist der Konsum schon nach kurzen Pausen und in Verbindung mit anderen Drogen wie Kokain oder Benzos.

Wenn Ihr noch genauere Information zum Vorgehen in Drogennotfällen und bei Überdosierungen braucht, meldet Euch im Junkie Bund Café. Dort werden wir in Kürze einen erste Hilfe Kurs zu diesem Thema anbieten.

Bis dahin gilt in jedem Fall – Euer Eingreifen kann Leben retten !!!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.vision-ev.de/2008/05/08/vorsicht/

5 Kommentare

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  1. Sensenmann aus K.

    Oh Mann, dann soll man die Finger gleich von den Drogen lassen und ihr spart euch die Krokodilstränchen. Je mehr Leute dabei draufgehen, desto deutlicher wird die Gefahr durch Drogen doch!

    Klar würdet Ihr euch lieber reinen, legalen Stoff in die Venen pfeifen. Das Zeug ist schließlich nicht umsonst verboten, ihr Blitzbirnen.

    Dieses rührende „Kümmern“ ist nicht mehr als ein mieses Feigenblatt. Fast ist es Selbstmitleid noch dazu. Das widert mich an.

    1. Junkie Bund Köln e.V.

      Ein ganz toller Kommentar – und auch noch so niveauvoll…
      Wir wollen aber für den weniger polemischen Teil der Besucher unserer Homepage trotzdem antworten:

      Zum einen wäre es sicher für viele besser gewesen, die Finger von psychoaktiven Substanzen zu lassen (egal ob legal oder illegal), da sie damit kein umgehen finden. Es ist aber nur menschlich, sich auszuprobieren und an Grenzen zu gehen bzw. sie manchmal auch zu überschreiten. Wenn dies zu Problemen führt, sind Hilfsangebote nötig und kein Feigenblatt.

      Krokodilstränen sind übrigens etwas verlogenes – wenn wir um Menschen trauern, die an den Folgen des Konsums und den Rahmenbedingungen verstorben sind, ist dies ehrlich und ernst gemeint. Dies als guten Hinweis auf die Gefahr von Drogenkonsum zu interpretieren, ist takt- und geschmacklos.
      Das willkürlich einige Substanzen verboten sind – unabhängig von ihrem Schädigungs- und Gefährdungspotential – ist das, was wir kritisieren. Wenn man eine Statistik liest, wird man feststellen, das Alkohol wesentlich schädigender ist, als manche illegale Substanz.

      Letztlich kommt es darauf an, ob problematisch oder unproblematisch konsumiert wird, nicht auf die Substanz.

  2. sigi

    Viva la mierda,und das ist nicht von rechts oder politisch.Warum ist GUTE shore schlecht und gestreckte,schwache gut.Wo ist mein Koment?Und wo die Telnr.für RTW ohne Bullen! In`shalla Sigi

    1. Junkie Bund Köln e.V.

      Hallo Sigi – die Frage ‚gute oder schlechte Shore‘ stellt sich hier nicht.
      Natürlich wäre es – wenn konsumiert wird – wünschenswert, möglichst wenig Verunreinigungen im Heroin (oder jeder anderen Droge) zu haben. Da die Bedingungen von Illegalität und Strafverfolgung (BtMG) jedoch eine garantierte Qualität praktisch unmöglich machen, ist dringend Vorsicht geboten. Wenn sich die Bundesregierung endlich entschließen würde, Drug Checking Programme zuzulassen, wäre das Risiko einer unbeabsichtigten Überdosierung um ein vielfaches geringer. Eine vernünftige Risikoabwägung des einzelnen Konsumenten ist aktuell fast nicht möglich.

      Beim wählen des Notrufs ist es keine Frage der Telefonnummer, ob die Polizei mitkommt oder nicht. Es ist vielmehr entscheidend, was gemeldet wird. Ggfs. am Telefon immer den Drogenbezug unerwähnt lassen und nur von „lebloser Person“ sprechen. Dann kommt ein Notarzt und keine Polizei. Dann vor Ort den Arzt über alles informieren was man weiß, damit er sofort richtig handeln kann – er ruft sicher keine Polizei mehr (SCHWEIGEPFLICHT).

  3. sigi

    Guter Beitrag!Halli hallo! 99% ist nicht(auch nicht bei Bayer)!!!Es wird einfach lang gemacht,aber keiner wird versuchen seine KUNDSCHAFT zu vergiften wär ja geschäftsschädigend(außer Absichtlich).Damit liegt der SAUBERE Lieferant hinten,doch die Idioten haben Affen,kaufen 5 Ropi`s(hilft nicht bei Türkey)suchen weiter und finden Pulver,dann ist die OD unvermeidlich bei Junkies die es nicht gelernt haben zu sein,es ist unmöglich.Drum raucht die Scheiße erst mal.(ein Kollege in Thailand war nach rauchen schon wegen OD im Hospital)Daran sieht man wie wenig ein Eurojunkie die Materie kennt.Oder?Darum verkauft schei…shore und seid auf der sicheren „Seite“.Das wir krank sind und es wie Wasser brauchen und noch laaanggestrecktes kaufen sollen,damit wir überleben.Schöne neue Welt,Schöne teure Welt und wir sterben langsamer.Die alten Morphinisten sind nicht an OD,sondern an Altersschwäche gegangen.Laudanum für die die`s .Ist auch besser als Diamorphin,soweit muß mann gar nicht gehen,denn unser Teufel wächst auch im Garten.Fragt die Perser.In`shallah sigi

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