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12 Mrz 2009

Aidshilfe baut Angebot weiter aus

Das Aufstellen von Spritzenautomaten in der Stadt führt in Köln zu einer im Landesvergleich rückläufigen Entwicklung bei den HIV-Neuinfektionen.

VON ULRIKE SÜSSER

Meschenich – Die Aidshilfe Köln hat in Absprache mit dem Kölner Gesundheitsamt nun auch in Meschenich, „An der Fuhr“, einen Automaten mit frischem Spritzenbesteck für Drogengebraucher aufgestellt. Tag und Nacht können sich akut Drogenabhängige mit Einmalspritzen, aber auch mit Pflegesets und Kondomen versorgen und zugleich ihr gebrauchtes Besteck vernünftig entsorgen. Das Angebot der Aidshilfe verkleinert das HIV-Infektionsrisiko durch das „Needle-Sharing“ und trägt dazu bei, dass Plätze und Wege sauber bleiben. Sieben Automaten gibt es mittlerweile in Köln. Auch bei der Aidshilfe in der Beethovenstraße können Spritzen getauscht werden, 2008 waren es mehr als 33 200 Nadeln. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Neuinfektionen mit HIV bei Drogenkonsumenten in Köln bei drei Prozent, in NRW lag er bei 13 Prozent. Die Aidshilfe führt diese Entwicklung auf die jährlich steigende Anzahl getauschter Spritzen zurück.

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