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18 Nov 2017

Markstein für die Malteser

Markstein für die Malteser

Einweihung Katholische Hilfsorganisation zieht mit rund 400 Mitarbeitern in ein neues Bürogebäude am Deutzer Feld

VON CLEMENS SCHMINKE

„Unglaublich funktional“, nannte Erich Prinz zu Lobkowicz, Präsident der deutschen Assoziation des Malteserordens, die moderne Zentrale in Kalk, in die der Malteser Hilfsdienst bereits im Oktober umgezogen ist. Am Freitag ist das Gebäude mit einem Familienfest für die rund 400 Mitarbeiter eingeweiht worden. Außer der Funktionalität – „manchmal am Rande von sehr einfach“ – stehe der Bau für eine „energetische Meisterleistung“, sagte Lobkowicz: Es ist ein Niedrigenergie-Gebäude mit großen Anlagen für den Tagesbetrieb und einem Energiesparmodus für die Nacht. Bürgermeister Ralf Heinen bezeichnete die Immobilie als „Markstein“ des Baugebiets „Deutzer Feld“, das seinem Namen zum Trotz in Kalk liegt. Ungewöhnlich für ein Bürogebäude, aber passend dazu, dass der Nutzer eine katholische Hilfsorganisation ist: Im vierten Stock gibt es eine Kapelle. Kardinal Rainer Woelki weihte sie und den Altar im Rahmen eines Pontifikalamts. „Lass uns mit allen Brüdern und Schwestern, die künftig Gottesdienst feiern in dieser Kapelle, zur himmlisehen Stadt Jerusalem“, sagte der Erzbischof bei der Segnung. Danach schickten Kinder aus dem Innenhof ihre an 500 Luftballons befestigten Wünsche gen Himmel.

Der Umzug der Malteser sei nötig geworden, weil ein Verbleib in der alten Zentrale an der Kalker Hauptstraße wegen städtebaurechtlicher Auflagen nicht länger möglich gewesen sei, so Malteser-Finanzvorstand Verena Hölken. „Das Gebäude gegenüber der Köln-Arkaden war auch längst zu eng geworden.“ 2015 entschied das Präsidium, das neue Gebäude an der Erna-Scheffler-Straße zu mieten. Es bot die Möglichkeit, alle zentralen Bereiche des Malteserverbundes in einem Gebäude zusammenzuführen. Im Mietvertrag mit dem Immobilienentwicklungsunternehmen Aureus wurde ein Vorkaufsrecht für den. Neubau vereinbart. Als der Entwickler das Gebäude Anfang dieses Jahres an einen Investor verkaufen wollte, standen die Malteser vor der Entscheidung, ob sie zu denselben Konditionen in den Kaufvertrag einsteigen sollten. Sie prüften ihn mit Hilfe externer Gutachter und entschlossen sich zum Erwerb des Gebäudes für 32 Millionen Euro. Trotz der Höhe des Kaufpreises sei die Investition „gerechtfertigt“, sagt Verena Hölken. Vor dem Hintergrund, dass die Zinsen aktuell niedrig sind, seien die Gesamtkosten „bei einem realistischen Nut-zungszeitraüm von 30 Jahren“ beim Kauf geringer, als wenn man das Gebäude für diese Zeit mieten würde. „Wir sind ganz bewusst mit den finanziellen Mitteln der Malteser umgegangen und haben so die günstigere Lösung gefunden.“ Die Zentrale verfügt über 10150 Quadratmeter Gewerbefläche, neun Konferenzräume, 21 Besprechungsräume und 138 Tiefgaragenplätze.

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