Beiträge von Kölner Stadt-Anzeiger
KALK-FEST Mehr als 20 Initiativen aus dem Bezirk feierten im Stadtgarten
VON NORBERT RAMME
Kalk. „Wir zwei saßen am Rhein und ich hab Dir gesagt, ich kann nie wieder ohne Dich sein.” So rappten die beiden Freunde Besjan Elezi (16), der sich mit Künstlernamen „Bazuka” nennt, und der ein Jahr jüngere Jordan Ball („King Slay”) auf der Bühne im Kalker Stadtgarten. Die beiden Jungs zeigten bei traditionellen Kalk-Fest der Initiativen und Institutionen aus dem Stadtbezirk, was sie unter der Anleitung von Musiker Amin Saleh bei einem HipHop-Projekt zum Motto „Rap 4 real” im Gremberger Jugendzentrum an der Odenwaldstraße gelernt hatten. „Wir sind halt zwei junge Rapper mit Herz”, sagten die Jungs und lachten.
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ORDENSVERLEIHUNG Ehrenamtliches Engagement von vier Bürgern im Rathaus gewürdigt
Das ehrenamtliche Engagement von vier Kölnerinnen und Kölnern, die sich für hilfsbedürftige Menschen einsetzen, würdigte Oberbürgermeister Jürgen Roters bei einem Empfang im Rathaus. Dabei händigte er Elisbeth Taupp, Ossi Helling und Jakob Sturm das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus - Gerda Kiesewalter erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens.
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FESTE Stände und Spielaktionen im Park und beim Bürgertreffziehen Besucher an
VON NORBERT RAMME
Kalk. Bürger und Politiker spazierten durchs Veedel, denn die meisten wollten an einem Nachmittag gleich zwei Feste besuchen: Nicht nur im Stadtgarten wurde gefeiert, auch die Jugendeinrichtung „Pavillon” richtete ein Fest aus mit dem benachbarten Bürgertreff im Innenhof zwischen Manteuffelstraße und Albermannstraße in Kalk-Nord. „Hier präsentiert sich eine gewachsene Nachbarschaft”, sagt Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele. Einig war er sich mit vielen Bewohner der umliegenden Häuser, dass sich zahlreiche Initiativen mit ihren vielfältigen Aktivitäten positiv auf das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil ausgewirkt und ihn attraktiver gemacht haben.
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KÖLNER SÜDEN - Bundeswehr erwägt Räumung, falls der Rat den Sperrbezirk nicht erweitern will
Die Tage des Wohnwagenstrichs an der Brühler Landstraße scheinen gezählt. Am 7. April entscheidet der Rat der Stadt über eine Verwaltungsvorlage, die vorsieht, den Sperrbezirk im Kölner Süden erheblich auszuweiten. Sollte die Vorlage beschlossen werden, wäre auch der Bereich am Militärring/Ecke Brühler Landstraße ab 1. Mai für die Straßenprostitution tabu.
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Ausstellung In den Räumen der „Vision Drogenselbsthilfe” ist eine Schau von Schülern des Schillergymnasiüms zu sehen
VON JÜRGEN KISTERS
Sülz/Kalk. Die Mitarbeiter von der „Vision Drogenselbsthilfe” sind nicht selten in Schulen unterwegs, in denen sie im Rahmen von Sucht- und Drogenprävention vor Schülern Vorträge halten. Dass Schüler die Räumlichkeiten des „Vereins für innovative Drogenselbsthilfe” an der Neuerburger Straße besuchen, ist dagegen ungewöhnlich, Zustande kam der Besuch zur Eröffnung einer Ausstellung von Schülerkunstwerken im kleinen Bungalow, der an fünf Tagen in der Woche Drogenkonsumenten als Lebenshilfe- und Kommunikationsstätte dient. Rund 35 Menschen kommen jeden Tag zum offenen Treff dort hin. Weitere 60 Personen aus der psychosozialen Betreuung und aus dem Bereich des ambulant betreuten Wohnens suchen den Ort für gezielte Hilfsmaßnahmen auf. Im Zentrum steht ein gemütliches Cafe, an dessen Wänden in den kommenden sechs Wochen die Bilder, Zeichnungen und Collagen zu sehen sind, die von Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Sülzer Schiller-Gymnasiums über mehrere Monate im Kunstunterricht angefertigt wurden.
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NETZWERKGRÜNDUNG
Das Miteinander soll gefördert werden
VON UWE SCHÄFER
Kalk. Mit ihrer Unterschrift besiegelten Vertreter von Einrichtungen und Institutionen aus Kalk, Höhenberg und Vingst sowie Lokalpolitiker und einzelne Bürger die Gründung des Netzwerks „Schäl Sick gegen Rassismus”. Sie wollen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, für gegenseitigen Respekt aller Gruppen unserer Gesellschaft eintreten. weiterlesen… »
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Prostitution - Stadtverwaltung erwägt Ausweitung des Sperrbezirks im Kölner Süden - Harter Verdrängungskampf
VON TIM STINAUER
Sie schlendert vor dem Aldi-Parkplatz auf und ab, sucht den Blickkontakt mit Männern in vorbeifahrenden Autos. Die Frau mit dem schwarzen Zopf zittert vor Kälte. Sie trägt eine hüftlange Daunenjacke und blaue Jeans. Ihre dünnen Finger umklammern den Griff einer roten Lederhandtasche.
„Fragen ist okay, aber keine Fotos”, bittet Tanja (Name geändert). „Meine Eltern wissen nicht, was ich hier mache.” Die 42-Jährige arbeitet als Prostituierte - früher in einem Bordell im Rhein-Sieg-Kreis, seit November auf dem Straßenstrich in Meschenich. „Was soll ich machen?”, fragt Tanja und zuckt mit den Schultern. „Ich saß lange im Knast und habe ein teures Hobby.” Kokain.
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Die Front der Proteste gegen Kürzungen im Kölner Haushalt verbreitert sich. Am Freitag stellte sich das „Kölner Bündnis gegen Sozial- und Kulturabbau“ vor, das unter anderem von Organisationen und Einrichtungen wie dem „Allerweltshaus“, den „Falken“, der „Linken“, dem „Verein EL-DE-Haus“ und Einzelpersonen wie Pfarrer Franz Meurer oder dem Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge unterstützt wird. Der Zusammenschluss soll anderen Bewegungen wie „Kölner gestalten Zukunft“ der freien Wohlfahrtsverbände keine Konkurrenz machen, sondern diese ergänzen, so Mitbegründer Günter Bell („Die Linke“). Auch solle er sich nicht auf linke Kräfte beschränken. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass die Stadt unter Belastungen durch Land und Bund leide, eine Reihe der städtischen Finanzprobleme aber auch hausgemacht seien - etwa durch „die verfehlte Geschäftspolitik“ der Sparkasse Köln-Bonn und die Mietzahlungen für die Messehallen. Das Bündnis fordert zur Haushaltsregulierung eine Erhöhung der Gewerbesteuer und den Verzicht auf „unsinnige Großprojekte“ wie die Tieferlegung der Rheinuferstraße an der Südbrücke. Weiter wird die Forderung des Städtetags nach einem „Finanzschirm für Kommunen“ unterstützt und eine „Erhöhung der Steuerquote“ verlangt. weiterlesen… »
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Das Aufstellen von Spritzenautomaten in der Stadt führt in Köln zu einer im Landesvergleich rückläufigen Entwicklung bei den HIV-Neuinfektionen.
VON ULRIKE SÜSSER
Meschenich - Die Aidshilfe Köln hat in Absprache mit dem Kölner Gesundheitsamt nun auch in Meschenich, “An der Fuhr”, einen Automaten mit frischem Spritzenbesteck für Drogengebraucher aufgestellt. Tag und Nacht können sich akut Drogenabhängige mit Einmalspritzen, aber auch mit Pflegesets und Kondomen versorgen und zugleich ihr gebrauchtes Besteck vernünftig entsorgen. Das Angebot der Aidshilfe verkleinert das HIV-Infektionsrisiko durch das “Needle-Sharing” und trägt dazu bei, dass Plätze und Wege sauber bleiben. Sieben Automaten gibt es mittlerweile in Köln. Auch bei der Aidshilfe in der Beethovenstraße können Spritzen getauscht werden, 2008 waren es mehr als 33 200 Nadeln. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Neuinfektionen mit HIV bei Drogenkonsumenten in Köln bei drei Prozent, in NRW lag er bei 13 Prozent. Die Aidshilfe führt diese Entwicklung auf die jährlich steigende Anzahl getauschter Spritzen zurück.
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Probleme der Vergangenheit scheinen nun ausgeräumt
Die Drogenhilfe hat unter neuem Namen eine neue Heimat in Kalk bezogen. Der Verein Vision e. V., ehemals Junkie Bund, bietet seine Dienste jetzt in der Neuerburgstraße an.
VON SUSANNE V.D. BERGH

Kalk - Die Bürgermeisterin, die Sozialdezernentin, der Bürgerverein Kalk, alle waren da - nur die, um die es eigentlich geht in den neuen Räumen von „Vision e.V.”, die suchte man bei der Einweihungsfeier in der Neuerburgstraße 25 vergeblich in der Anlaufstelle für Junkies, ehemalige Drogengebraucher und Substituierte.
Der Umzug ist endlich geschafft, seit fünf Wochen arbeiten die Mitarbeiter von „Vision”, vormals „Junkie Bund Köln”, in den neuen Räumen. Der alte Standort wurde wegen der vielen Konflikte mit den Anwohnern aufgegeben. Die Suche nach einem neuen Standort war geprägt von vielen Problemen, viele Menschen sind zwar von der Wichtigkeit einer solchen Einrichtung überzeugt, wollen diese aber nicht in ihrer direkten Nachbarschaft.
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Neue Räume für den “Junkie-Bund” an der Neuerburgstraße
35 Menschen besuchen den Offenen Treff in Kalk jeden Tag auf.
VON NORBERT RAMME
Kalk - Nach jahrelangen Diskussionen unter Bürgern und Politikern ist die Selbsthilfeorganisation „Junkie-Bund” vor einigen Tagen vom früheren Ladenlokal an der Taunusstraße ins neue Domizil gegenüber der Halle Kalk an der Neuerburgstraße umgezogen. „Die Bude ist voll. Bei uns läuft schon wieder der Normal-Betrieb”, sagt Geschäftsführer Marco Jesse. „Es ist schon komfortabel hier. Wir haben einen knapp 200 Quadratmeter großen Wohn-Container mit einem großen Cafe-Raum, drei Beratungsbüros und ein Büro für die Verwaltung sowie einem weiteren Raum für den mobilen medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes sowie für den Spritzentausch.” Dazu kommt ein großes Außengelände und ein überdachter Abstellraum für Fahrräder und Mülltonnen.
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Der Umzug der Drogenberatungsstelle des Junkiebundes von Humboldt-Gremberg nach Kalk soll im Oktober erfolgen. Damit endet die zum Teil heftig geführte Debatte im Stadtteil um die Einrichtung der Selbsthilfeorganisation, gegen die es massive Bürgerproteste gegeben hatte. Nach neunmonatiger Bauzeit ist nun das neue Gebäude in der Neuerburgstraße bezugsfertig, teilte die Sozialverwaltung im Sozialausschuss mit. Das Gebäude wurde durch die Stadt für acht Jahre angemietet.
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Das Kunstprojekt „Achtung Verachtung”, das sich mit Kalk als einem „Stadtteil zwischen Zerstörung und Kreativität” befasst, hat auf drei weißen Wänden Möglichkeiten für Bewohner geschaffen, Ideen für ihren Stadtteil zu entwerfen. Zum Abschluss der Aktion ist am Montag, 18. Februar, 19.30 Uhr, eine Podiumsdiskussion auf Einladung des Junkie-Bundes. An der Dillenburger Straße 73 diskutieren bei der macevent GmbH die beteiligten Künstler und Vertreter des Miteinander e.V., des Bürgervereins Kalk und des Junkie-Bundes. (bl)
www.aufgemalt.de
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Junkie Bund zieht bald von der Taunusstraße an die Neuerburgstraße
Vom Frühjahr an wird die Einrichtung am neuen Standort abhängigen Menschen helfen.
VON NORBERT RAMME
Kalk/Humboldt-Gremberg - Kaum haben Bezirksvertretung und Stadtrat den Umzug des Junkie Bundes von der Taunusstraße in Humboldt-Gremberg an die Neuerburgstraße in Kalk beschlossen, begannen auf dem Gelände des künftigen Domizils schon die Abbrucharbeiten. Schließlich stehen auf dem früheren Areal von Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) noch einige Baracken herum. Doch denen rücken seit Freitag schon die Bagger zu Leibe.
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Drei weiße Wände in Kalk warten darauf, gestaltet zu werden
Ob mit Bildern, Kommentaren oder Graffiti: Auf den Leinwänden können Bürger Statements zu ihrer Umgebung festhalten
VON TOBIAS NEUHAUS
Kalk - Verbotene Früchte sollen ja auch ganz gut schmecken. Darüber gerät der Künstler Walbrodt kurz vor der Einweihung des von ihm mitentwickelten Projektes „Achtung Verachtung“ noch einmal ins Grübeln. „Achtung! Frisch gestrichen“, mahnt ein Zettel neugierige Passanten, der am Platz der Kalker Post aufgestellten und weiß leuchtenden Wand nicht zu nah zu kommen. Ob die Warnung den Reiz, etwas darauf zu malen, vielleicht sogar noch erhöht? Aber am Ende, befürchtet Walbrodt, traut sich überhaupt niemand ran an die Wand - dabei möchte er ja genau das erreichen: „Die Leute sollen hier ihre Spuren hinterlassen.“ Also verschwindet der Warnhinweis schnell in seiner Tasche.
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