Kategorienarchiv: Presse

13 Jun 2014

Leiche vom Balkon geworfen

2014-06-13-KStA-LeicheKölnberg Toter ist 36 Jahre alter Litauer – Wohnung wohl von Drogenabhängigen genutzt

VON CLAUDIA HAUSER

Zwei Schaukeln baumeln im Wind auf einem Spielplatz am Kölnberg in Meschenich. Eine Mutter schiebt ihren Kinderwagen langsam vorbei, bleibt irritiert stehen und blickt dorthin, wohin alle schauen: Eine Leiche liegt im Schatten eines Hochhauses im Gras, kaum bedeckt, etwa 50 Meter vom Spielplatz entfernt. Ein penetranter Geruch von Fäulnis und Verwesung breitet sich in der Straße An der Fuhr aus.

Nachbarn hatten um 9.50 Uhr die Polizei alarmiert. „Hier ist irgendetwas von einem Balkon gefallen”, sagte einer. Weitere Anrufe gingen ein. Der Tote ist direkt vor das Fenster einer Kindertagesstätte auf den Rasen gefallen. Nach ersten Ermittlungen soll der Mann von einem Balkon im neunten Stock geworfen worden sein. Weiterlesen »

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12 Mai 2014

Bündnis “Kein Veedel für Rassismus”

Kampagne für ein buntes Zusammenleben

2014-05-12-KStA-Buntes_Zusa

Sie zogen mit bunten Buchstaben von Humboldt-Gremberg nach Kalk, auf denen das Motto einer stadtweiten Kampagne zu lesen war: „Kein Veedel für Rassismus”. An dieser Aktion, die das Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus” organisiert hatte, nahmen neben Vertretern von Bürgervereinen und Initiativen auch Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele, Ratsmitglied Jörg Detjen (Linke) und dessen Ex-Kollege und Kandidat Dietmar Ciesla-Baier (SPD), Bezirksvertreter Heinz Peter Fischer von den Linken und andere teil. „Der Wahlkampf zur Kommunal- und Europawahl darf nicht mit rassistischen Parolen auf dem Rücken von Flüchtlingen und Migranten ausgetragen werden”, sagte Heiner Kockerbeck, der Sprecher des Bündnisses, in dem sich 15 Sozialeinrichtungen aus Mülheim und Kalk, vier Parteien und Vertreter der Kirchen, so auch Pastor Franz Meurer, zusammengeschlossen haben. Angesichts der Kandidaturen von rechten und rechtsextremen Parteien, allen voran Pro Köln, NPD und AfD, wolle man, so Kockerbeck, auf die Straße gehen und für „ein buntes Zusammenleben in Kalk werben”. (NR) Bild: Worring

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08 Mai 2014

WDR 5 Funkhausgespräche Podcast

Cannabis, Koks & Co: Sollen Drogen freigegeben werden?

“Legalize it” – Legalisiert Cannabis! Die jahrzehntealte Forderung der Hippies findet im In- und Ausland immer mehr Anhänger. Namhafte Wissenschaftler und Politiker, wie der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan, halten den “Krieg gegen Drogen” für gescheitert und fordern eine Kehrtwende in der Drogenpolitik.

Die deutsche Bundesregierung hält die Legalisierung von Rauschmitteln wie Cannabis jedoch für unverantwortlich. Sie befürchtet, dass die Legalisierung Drogenkarrieren befördern würde. Trotz der Bedenken plädieren über 120 Juraprofessorinnen und -professoren für die generelle Freigabe von Cannabis. Sind rechtliche Verbote wirklich der beste Schutz vor Rauschgiftkonsum? Oder muss es ein Umdenken in der Drogenprävention geben?

Redaktion: Ulrich Horstmann – Moderation: Randi Crott

Gäste:

  • Prof. Cornelius Nestler, Strafrechtler, Universität Bonn
    “Das Verbot von Drogen hält niemanden vom Konsum ab, sondern richtet vielmehr erhebliche Schäden an.“
  • Peter Biesenbach, stellv. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag NRW
    “Wenn Cannabis legalisiert wird, werden Drogenkarrieren Tür und Tor geöffnet.”

WDR 5 Podcast

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14 Apr 2014

Offener Brief an Sabine Bätzing-Lichtenthäler

Offene Antwort an Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler (ehem. Drogenbeauftragte der Bundesregierung)
zu ihrem Gastbeitrag “Kein Grundrecht aufs Kiffen” in der “ZEIT” vom 10. April 2014:

 

Gar nicht witzig. Von roten Linien und roten Ampeln und von Menschen, die das nicht überleben…

Gera, 14. April 2014

Sehr geehrte Frau Bätzing- Lichtenthäler,

in der „Zeit“ haben Sie mit einem Gastbeitrag auf den Vorstoß deutscher Jura-Professoren reagiert, die eine grundsätzliche Überprüfung des Betäubungsmittelstrafrechts fordern.

Für Sie scheinen diese Rechtswissenschaftler eine rote Linie überschritten zu haben, da Sie umgehend mit roten Lampen reagieren. „Die Professoren argumentieren, dass das Ziel, den Konsum der Drogen zu verhindern, nicht erreicht werde. Dann schaffen wir doch bitte auch rote Fußgängerampeln ab.“

Mit einigen rhetorischen Tricks versuchen Sie, als originell und sprachlich gewandt zu erscheinen. Von all dem oberflächlichen Unfug, den sie in ihrem Text verzapft haben, möchte ich allein auf diese eine Ihrer Metapher von der roten Ampel eingehen.
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27 Jan 2014

Eine Million für legales Hanf

2014-01-27-KStA-1_Million_fGeorg Wurth (41) ist Gewinner der umstrittenen „Millionärswahl” von ProSieben/Sat.1. Mit Wurth gewann nicht einer der üblichen Casting-Kandidaten, etwa ein Sänger, Tänzer oder Akrobat, sondern der Chef des Deutschen Hanf Verbandes, der sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzt. Das Geld soll nun der Arbeit des Vereins zugutekommen. Zweiter wurde Michael Fritz, der sich für sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern einsetzte. Wurth sagte, dass er das Verbot von weichen Drogen generell für gescheitert halte. Wichtig sei für ihn auch, dass seine Kinder keine Probleme mit der Polizei bekommen, „wenn sie Cannabis probieren”. Die Sendung hatte sich als Flop entpuppt und wurde zum Schluss nur noch im Internet gezeigt, (tg)

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26 Nov 2013

Sucht ist schließlich ein Supergeschäft

2013_11_26_interview_kruettNorbert Krütt-Hüning will das Hilfesystem für Abhängige umkrempeln

Herr Krütt-Hüning, hat Köln ein Drogenproblem?

NORBERT KRÜTT-HÜNING: Ich habe das Gefühl, dass gerade eine gesellschaftliche Veränderung stattfindet, und die Drogen entwickeln sich mit. Es geht nicht mehr nur um den Rausch, der vielleicht früher im Vordergrund stand. Drogen werden zielbewusst eingesetzt. Wir verschieben uns in die Partyszene. Amphetamine, Tabletten, alles was schnell geht und chemisch hergestellt werden kann -dieser Markt boomt momentan.

Kommt die Drogenberatung da noch hinterher?

KRÜTT-HÜNING: Nein. Klassisch kommt die Drogenkoordination aus dem Bereich der harten Drogen der 70er Jahre. Unser Hilfesystem ist noch nicht ausreichend auf die neue Entwicklung ausgerichtet. Es fehlen etwa Strategien für Konsumenten von Partydrogen. Da sind wir noch zu stark in der Prävention. Die Partyszene läuft versteckt. Die alten Systeme funktionieren da nicht mehr, wir haben nicht den nötigen Zugriff.

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19 Sep 2013

Gastbeitrag auf christiane-f.com

Ich führe ein menschenwürdiges Leben mit Drogen

Dirk Schäffer ist seit vielen Jahren opiatabhängig und engagiert sich in der Drogenselbsthilfe JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte), dem bundesweiten Netzwerk von Gruppen, Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich für die Interessen und Bedürfnisse Drogen gebrauchender Menschen engagieren. Am 11. Oktober 2013 wird er unter anderen an der Panel-Diskussion “Wie wir süchtig werden und was wir trotzdem wert sind” auf der Frankfurter Buchmesse teilnehmen. Seine Ziele beschreibt er hier in einem Gastbeitrag:

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12 Sep 2013

Bilder aus verschiedenen Welten

KALK KUNST Die Werke von mehr als 100 Künstlern sind an 63 Orten im Stadtteil zu sehen

2013-09-12-KStA-Bilder_aus_VON NORBERT RAMME

Kalk. Mehrere Fahnen an Laternenmasten entlang der Kalker Hauptstraße künden von der Reihe „Kalk Kunst”. Kommende Woche startet die neunte Auflage dieses von der Stiftung Kalk Gestalten organisierten Kunst-Spektakel – und das mit Rekordbeteiligung: An 63 unterschiedlichen Ausstellungsorten zeigen mehr als 100 Künstler ihre Werke – in Bezirksrathaus, Polizeipräsidium und Köln-Arcaden bis zu Cafes, Kirchen und Apotheken sowie einer Fliesenmanufaktur und einem Tattoo-Studio. Einige davon, etwa Astrid F. Kruis und Cartoon-Zeichner Norman M. Zey, sind schon seit Jahren mit dabei, andere beteiligen sich zum ersten Mal an der Ausstellung.

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  Aug 2013

Drogenkurier Nr. 95

Themen

  • Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2013
    “Gesundheit für Menschen in Haft”

Download

Drogenkurier Nr. 95 (PDF – 5,5 MB)

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06 Aug 2013

Bezirksvertreter verteilen Geld

aus Kölner Stadt-Anzeiger vom 6.8.2013 KULTURFÖRDERUNG Insgesamt 7600 Euro für mehrere Projekte in Kalk

VON NORBERT RAMME

Kalk. Seit etwa einem Jahr verfugt der Drogenselbsthilfe-Verein Vision auf seinem Gelände an der Neuerburgstraße über einen Skulpturengarten. Laut Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ist dieser „tolle Ort der Begegnung mit Kunst und Kultur, der fast jederzeit für jedermann zugänglich ist” bei den Besuchern der Einrichtung, aber auch bei vielen anderen Bürgern gut angekommen. Darum soll er bald erweitert werden. „Der Skulpturengarten ist für uns ein weiterer Schritt hinein in den Stadtteil”, sagt Vision-Geschäftsführer Marco Jesse. „Die Kunst ist mit ein Weg, Berührungsängste abzubauen und Begegnungen zwischen der Kalker Bevölkerung und den Drogengebrauchern zu ermöglichen.”

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