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Presse

2003_07_23_ksta_hilfsangebo.jpgEin bundesweiter Rückgang der Drogentoten um ein Drittel im Jahr 2003 - das macht der Drogen- selbsthilfegruppe Junkie-bund Köln und auch der Aids-Hilfe Mut.

Durch niederschwellige Hilfsangebote für Drogenkonsumenten würden viele Leben gerettet, falsche Drogenpolitik könne hingegen tödlich sein, hieß es beim nationalen „Gedenktag für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher” auf dem Rudolfplatz.

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„Junkiebund” und Aids-Hilfe setzen sich für bessere Gesundheitsvorsorge ein

2003_07_22_rundschau_drogen.jpgEin symbolischer Sarg, eine Klagemauer und eine lange Kette mit den Namen Verstorbener sollten gestern am Rudolfplatz an die Kölner Drogentoten erinnern. Die Drogenselbsthilfe „Junkiebund Köln” und die Kölner Aids-Hilfe hatten im Rahmen des Nationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher zum dritten Mal zu diesem Protest-, Aktions- und Trauertag aufgerufen.

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Der Kölner Junkie Bund zog in ein ehemaliges Industriegelände um

2003-04-10-wochenspiegel-wi.jpgKalk - Provisorische Einrichtungen sind dauerhaft. Diese Erfahrung macht der Junkie Bund Köln seit 1999, als der Verein aus seinem zentral gelegenen Domizil in Mülheim ausziehen musste, weil der Mietvertrag auslief. Seit dem 1. Mai 1999 hat der Junkie Bund seine Räume auf dem ehemaligen Industriegelände „In den Reihen 16″. Dort bietet der Verein Drogenkonsumenten billige Mahlzeiten, die Möglichkeit, Wäsche zu waschen, Spritzentausch und Beratung in Zusammenhang mit der Drogensucht. Darüber hinaus gehören psychosoziale Betreuung und die Vermittlung in Methadonprogramme zum Angebot. Die im Vergleich zu den Mülheimer Räumen abgelegene Lage des Grundstücks „In den Reihen” hat dazu geführt, dass sich die Anzahl der Klienten, die das Angebot regelmäßig nutzen, auf täglich etwa 15 reduziert hat. Zum Vergleich: In Mülheim nutzten nach Angaben von Geschäftsführer Bernd Lemke täglich etwa 120 bis 150 Klienten das Angebot.
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LeserbriefZum Artikel „Die mobile Beratung Süchtiger wird eingestellt”: Die offene Drogenszene an der Kalker Post besteht nun schon seit mehreren Jahren und ist das Ergebnis der vorausgegangenen Szene-vertreibungs- und Zerschlagungsstrategie am Neumarkt und am Hauptbahnhof. Das besagte Garagengelände bei den Maltesern bildet die letzte verbliebene Nische für Junkies, um ihre erworbenen Drogen halbwegs unbeobachtet zu konsumieren (In anderen Großstädten geschieht dies auf U-Bahn-Treppen, Tiefgaragen und Hauseingängen). Hierbei wird wieder einmal deutlich, wie dringlich das Vorhandensein szenenaher Konsumräume für Betroffene und Bevölkerung gleichermaßen sind. weiterlesen… »

Kundgebung des „Junkie Bund” Köln

2002_07_22_rundschau_appell.jpg„Man redet viel über uns, aber nicht mit uns” beschreibt Bernd Lemke, Geschäftsführer des Selbsthilfevereins „Junkie Bund Köln”, die bisherigen Erfahrungen seiner politischen Arbeit. Auf dem Rudolfplatz veranstaltete der Verein gestern eine Kundgebung mit Redebeiträgen und einem musikalischen Rahmenprogramm.

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2002_07_22_ksta_gedenken_an.jpg

In mehr als 30 deutschen Städten gedachten gestern Menschen der 1835 Drogentoten, die im Jahr 2001 an ihrer Sucht gestorben sind.

VON CLAAS MEYER-HEUER

Am Rudolfplatz versammelten sich circa 40 Menschen bei einer Mahnwache, die vom „Junkie Bund Köln e.V.” und der Aidshilfe organisiert worden war. Ein schwarzer Sarg aus Pappe erinnerte die Anwesenden an 63 Menschen, die allein in Köln starben. Der „Junkie Bund Köln” nutzte den Tag, um auf eine in seinen Augen verfehlte Drogenpolitik hinzuweisen.

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Nachbarn verhindern Umzug - Angst vor Beschaffungskriminalität

Der „Junkie Bund Köln” bekommt keinen Mietvertrag in den Marienarkaden. Kirchenvorstände und Anwohner setzen sich mit ihrem Protest durch.

VON REINER KRÄMER

2002_06_26_ksta_suechtige_s.jpgKalk - Der „Junkie Bund Köln” wird nicht in die Marienarkaden ziehen. Ob wohl in den Gebäuden seit Jahren Räume leer stehen, verweigert der Hausverwalter Immobilien Schwarz dem Bund einen Mietvertrag. Die in den Arkaden lebenden Mieter haben sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger” gegen den vermeintlichen neuen Nachbarn ausgesprochen.

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„Junkie Bund” bemüht sich um Räume in den leer stehenden Marienarkaden

Von Alexander Heitkamp

rundschau_nachbarn_sind_geg.jpgKalk. An der Kalker Hauptstraße drängelt sich der Einzelhandel trotz lebhafter Fluktuation in die bestehenden Ladengeschäfte, und es scheint, als sei nie ausreichend Platz für die Nachfrage an Verkaufsräumen vorhanden. Die Marienarkaden an der Haltestelle „Kalk Kapelle” sind ein modernes Büro- und Geschäftszentrum, das genau diesem Mangel an Verkaufsflächen begegnen Wollte, doch haben sich hier bislang nur wenige Unternehmen, Ärzte und private Mieter niedergelassen.

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Hilfsorganisationen sollen Kalker Immobilie beleben

2002-06-06-ksta-die_anfangs.jpgKalk - „Zu vermieten” steht auf riesigen weißen Schildern, die hinter verschmutzen Glasscheiben prangen. Doch die Botschaft kommt nicht an. Schon seit Jahren hat kaum noch ein Interessent für eines der leerstehenden Ladenlokale oder einen der Büroräume im Kreuzungsbereich von Kalker Hauptstraße und Kapellenstraße nachgefragt.
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In Kalk wächst der Widerstand gegen Umzug des „ Junkie Bundes” in die Marienarkaden

2002-06-06-rundschau-protes.jpgKalk. Der Streit um die neuen Räume des .Junkie Bundes Köln” in den Marienarkaden geht weiter. In einem gemeinsamen Briefsamt Unterschriftenliste an Bürgeramtsleiterin Lie Seiter, Bezirksvorsteher Winfried Dohm und die Fraktionen in der Bezirksvertretung forderten die Katholischen Kirchengemeinden St. Marien und St. Joseph sowie Vertreter von Schulen, Jugend- und Familien Einrichtungen die Verantwortlichen auf, „einen neuen Standort für das Büro des .Junkie Bundes’ zu suchen und Kalk nicht noch eine schwere Last aufzubürden”.
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Bezirksvertretung diskutierte Gestaltung des Platzes vor der Kalker Post

Das Gebiet soll schon bald wieder attraktiv werden. Neben dem Umbau sind zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen geplant.

VON REINER KRAMER

Kalk - „Früher war der Platz vor der Post attraktiv, und hatte einen hohen Aufenthaltswert. Heute geht jeder so schnell er kann an ihm vorüber.” Martin Theisohn, SPD-Fraktionschef, beklagte in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung, dass aus den Plänen, den Platz umzugestalten, bisher „nichts geworden ist”. Derzeit dient der Platz vor allem als Umschlagplatz für Drogen.

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Ein Benefiz-Punk-Konzeit veranstaltet der Junkie-Bund Köln e.V. am 23. Oktober im Bürgerhaus Stollwerck. Der Junkie-Bund bemüht sich seit elf Jahren um ein innovatives Modell der Drogenselbsthilfe. Der Erlös des Konzerts soll in diese Arbeit fließen. Auftreten werden unter anderem folgende Bands: Sylityie und.Radioactive Toys. Karten für die Veranstaltungkosten im Vorverkauf 19 Mark (ermäßigt 16 Mark). Informationen über Vorverkaufsstellen gibt es beim Junkie-Bund Köln unter Ruf :0221/62 20 81 oder unter der E-Mail-Adresse: junkiebund@netcologne.de. (rad)

Kein „Anziehungspunkt für Dealer” auf dem Schulweg

Das so genannte „Schulwegurteil” hat nun auch den Junkie Bund Köln auf den Plan gerufen: In einer Stellungnahme kritisiert der Verein den Gerichtsbeschluss, wonach die Stadt einer Schülerin ihr Busticket bezahlen muss, weil ihr Schulweg durch ein Drogenviertel führte.

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Kläger bekamen vor Gericht Recht - Stadt will Rechtssicherheit

Köln. Weil ihr Schulweg an einer Drogenberatungsstelle vorbeiführte, muss die Stadt einem 15-jährigen Mädchen 581 Mark Bus-Fahrtkosten erstatten. Dieses Urteil des Verwaltungsgerichts Köln hat das Oberverwaltungsgericht in Münster bestätigt.

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Modellprojekt mit dem Junkie-Bund

Von Claudia Freytag

Als erstes Modellprojekt bundesweit will die Kölner Aids-Hilfe im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Junkie-Bund ein Gesundheits-Selbsthilfezentrum für HlV-infizierte Drogenabhängige einrichten. Das Projekt, das Pendant zur schwulen Gesundheits-Agentur „Check-Up”, soll voraussichtlich im rechtsrheinischen Köln eingerichtet werden. Während der Junkie-Bund Kontakte herstellen soll, wird die Aids-Hilfe den vorgesehenen Konsum-Raum betreuen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Gesetzesänderung, die Konsumräume legalisiert. Die Pläne für das Projekt werden seit einem Jahr von der Stadtverwaltung begleitet. Die Landesregierung stellt eine Sockel-finanzierang von 40 000 Mark für zwei Stellen zur Verfügung; insgesamt ist für fünf Jahre eine Modell-förderung von zwei Millionen Mark geplant.

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