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Presse

Wird Nordrhein-Westfalen zum Drogenparadies?

Rot-Grün will über kleine Drogendelikte öfter hinwegsehen, um die Großdealer zu fassen. Die Opposition warnt vor Verharmlosung.

Für Polizisten sind Situationen wie diese Alltag: Bei einer Führerscheinkontrolle fällt dem jungen Fahrer ein merkwürdiges Tütchen auf den Boden. Bei genauerer Betrachtung erweist sich dessen Inhalt als Bröckchen Haschisch - und schon wird der Drogenbesitzer angezeigt. Wiegt besagtes Bröckchen mehr als sechs Gramm, kann der Besitzer bislang davon ausgehen, dass ihm auch der Prozess gemacht wird. Der führt zwar nur sehr selten zur Vor- oder gar Haftstrafe. Aber eine “eindringliche Warnung davor, den Weg in die selbstzerstörerische Abhängigkeit weiterzugehen, ist so ein Prozess eben doch”. Und daran solle sich auch nichts ändern, meint der CDU-Rechtsexperte Peter Biesenbach.

Ganz anders sieht das die rot-grüne Landesregierung. Deren Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hat nun einen Erlass in die Feinabstimmung mit anderen Ministerien gegeben. Sobald dieser in Kraft tritt, spätestens im Frühling, werden Drogenbesitzer weit seltener mit abschreckenden Prozessen rechnen müssen. Denn: Die Landesregierung will Staatsanwälten nahelegen, Verfahren wegen Drogenbesitzes öfter einzustellen. Zu diesem Zweck wird per Erlass die sogenannte Eigenbedarfsgrenze erhöht: Künftig darf die Staatsanwaltschaft Verfahren einstellen, wenn der Delinquent mit maximal zehn Gramm Haschisch oder Marihuana und maximal einem halben Gramm Heroin, Kokain oder Amphetaminen erwischt wird.

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Prostitution - Stadtverwaltung erwägt Ausweitung des Sperrbezirks im Kölner Süden - Harter Verdrängungskampf

VON TIM STINAUER

Sie schlendert vor dem Aldi-Parkplatz auf und ab, sucht den Blickkontakt mit Männern in vorbeifahrenden Autos. Die Frau mit dem schwarzen Zopf zittert vor Kälte. Sie trägt eine hüftlange Daunenjacke und blaue Jeans. Ihre dünnen Finger umklammern den Griff einer roten Lederhandtasche.

„Fragen ist okay, aber keine Fotos”, bittet Tanja (Name geändert). „Meine Eltern wissen nicht, was ich hier mache.” Die 42-Jährige arbeitet als Prostituierte - früher in einem Bordell im Rhein-Sieg-Kreis, seit November auf dem Straßenstrich in Meschenich. „Was soll ich machen?”, fragt Tanja und zuckt mit den Schultern. „Ich saß lange im Knast und habe ein teures Hobby.” Kokain.

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In einer Ausgabe der Welt Online vom 06. Februar 2011 ist ein ausnahmsweise sehr gut und seriös recherchierter Beitrag zum Drogenthema veröffentlicht. Die Autoren Fernando Henrique Cardoso und Michel D. Kazatchkinel plädieren darin für einen pragmatischeren Umgang mit der Problematik.

http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article12462030/Der-Krieg-gegen-Drogen-ist-schon-lange-verloren.html

Wer möchte das nicht gern? In fremden Städten ausstellen, ohne gleich horrende Reisekosten bezahlen zu müssen. Seit Oktober 2009 gibt es dafür eine neue Adresse: CROSSART

Eine Idee des Kölner Künstlers Peter Mück, die schnell zahlrei­che Anhänger fand. Mitte Januar startete die neunte Ausstellung. Je­weils zehn Künstler aus Köln und Wien stellen in der jeweils anderen Stadt aus. Zuvor gab es crossart-Ausstellungen außer in Köln auch in Düsseldorf, Würzburg, und dem Ruhr­gebiet. Demnächst auch in Ham­burg, Nürnberg, Berlin.

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Titelthema

  • Kokainflut über Europa?
  • JES in Köln - vom Junkie Bund zu VISION

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Drogenkurier Nr. 84 (PDF - 2,7 MB)

Fachliche und strukturelle Hemmnisse in der Substitution und infektiologischen Versorgung substituierter Opiatabhängiger - Auf dem Weg zu Lösungsansätzen

Die Deutsche Leberstiftung und das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) führten im Herbst 2009 mit dem Partner Essex Pharma eine Expertenbefragung zur medizinischen Versorgung von substituierten Opiatabhängigen in der suchtmedizinischen Praxis durch. Hintergrund der Befragung ist eine angenommene Verschärfung der Versorgungslage in der Substitution sowie der infektiologischen Behandlung Substituierter.

Methadonsubstitution

Methadonsubstitution

Seit ihrer Etablierung gilt die Substitutionsbehandlung als das Erfolgsmodell in der medizinischen Versorgung Opiatabhängiger. Ihr Erfolg spiegelt sich nicht zuletzt in der gestiegenen Anzahl gemeldeter Substitutionspatienten (zwischen 2002 und 2009 ein Anstieg um knapp 62%3) wider. Unter der Annahme einer stabilen Anzahl an Opiatabhängigen im genannten Zeitraum (ca. 135.000 opiatabhängige Personen im Jahr 20034) entspricht dies einer Zunahme der Reichweite von ca. 34% auf ca. 57%. Die Zahl der aktiv substituierenden Ärzte bleibt dagegen weitgehend stabil (2003: 2.607; 2009: 2.7003). Laut Schulte et al. wird sich die Versorgungsstruktur gerade im ländlichen Bereich – aufgrund altersbedingter Praxisschließungen und Rückzügen aus der Substitutionsbehandlung – verschärfen. Die Folgen einer möglichen Unterversorgung wären weitere Anfahrtswege für Patienten und eine Überbelastungen der Ärzte, die in diesen Gebieten noch substituieren. weiterlesen… »

Neuer Verein „Kalker Stadtgarten” e.V. gegründet

Kalk (pas). Zwölf engagierte Kalker fanden sich zusammen, um die kleine Parkanlage an der Kalker Hauptstraße unter ihre Fittiche zu nehmen. Der langjährige Spielplatz- und Parkpate Robert Jäger wurde auf der Gründungsversammlung des Vereins „Kalker Stadtgarten” zu dessen erstem Vorsitzenden gewählt.

„Die Vereinsgründung wurde auch notwendig, weil ich die Arbeit nicht mehr allein schaffe”, so Jäger. Er habe vor mehr als einem Jahr einen schweren Schlaganfall erlitten und kämpfe immer noch mit dessen Nachwirkungen. Doch der Erhalt der einzigen Grünanlage im Zentrum Kalks sei ihm Herzensangelegenheit.

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Titelthema

  • Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2010

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Drogenkurier Nr. 83 (PDF - 4 MB)

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Köln. Vision e.V., Verein für innovative Drogenhilfe, nimmt den heutigen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher zum Anlass, gegen die geplanten Kürzungen der Stadt von 12,5 Prozent zu protestieren. Viele soziale Einrichtungen müssen um ihre Existenz bangen. Darunter fällt auch Vision e.V.

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Köln > Am kommenden Mittwoch wird in ganz Deutschland der nationale Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher begangen. Anlässlich des Gedenktages fordert die AIDS-Hilfe NRW die flächendecke Sicherstellung der Regelversorgung Opiatabhängiger mit Diamorphin.

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Kölner haben Finanzkrise noch nicht begriffen: Bedrohliche Folgen für die Stadt

Von Hans-Dieter Hey

Offenbar geht die Stadt Köln bei der Bewältigung ihrer Finanzkrise den falschen Weg. Zu dieser erneuten, durchaus berechtigten Bewertung kam man in der Veranstaltung „Ratschlag gegen den Kahlschlag” am 5. Juli in der Alten Feuerwache. Eine andere Frage war, was man diesem Weg des Kaputtsparens des sozialen und der kulturellen Zusammenhalts in der Stadt entgegensetzen kann. Über gegenseitige Vorwürfe und Eröffnen sinnloser Nebenkriegsschauplätze einiger Beteiligter kam man dabei nicht immer hinaus. Das ließ gelegentlich die Ergebnisorientiertheit vermissen, zu denen die politischen Gegner allerdings fähig scheinen. Wie geht es also weiter?

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Titelthema

  • Drogentod in Deutschland
  • Interview mit der Drogenbeauftragten
  • Richtlinien des G-BA treten in Kraft

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Drogenkurier Nr. 82 (PDF - 2,7 MB)

Die Front der Proteste gegen Kürzungen im Kölner Haushalt verbreitert sich. Am Freitag stellte sich das „Kölner Bündnis gegen Sozial- und Kulturabbau“ vor, das unter anderem von Organisationen und Einrichtungen wie dem „Allerweltshaus“, den „Falken“, der „Linken“, dem „Verein EL-DE-Haus“ und Einzelpersonen wie Pfarrer Franz Meurer oder dem Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge unterstützt wird. Der Zusammenschluss soll anderen Bewegungen wie „Kölner gestalten Zukunft“ der freien Wohlfahrtsverbände keine Konkurrenz machen, sondern diese ergänzen, so Mitbegründer Günter Bell („Die Linke“). Auch solle er sich nicht auf linke Kräfte beschränken. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass die Stadt unter Belastungen durch Land und Bund leide, eine Reihe der städtischen Finanzprobleme aber auch hausgemacht seien - etwa durch „die verfehlte Geschäftspolitik“ der Sparkasse Köln-Bonn und die Mietzahlungen für die Messehallen. Das Bündnis fordert zur Haushaltsregulierung eine Erhöhung der Gewerbesteuer und den Verzicht auf „unsinnige Großprojekte“ wie die Tieferlegung der Rheinuferstraße an der Südbrücke. Weiter wird die Forderung des Städtetags nach einem „Finanzschirm für Kommunen“ unterstützt und eine „Erhöhung der Steuerquote“ verlangt. weiterlesen… »