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Trauer

Drogenselbsthilfearbeit in VISION e.V. bedeutet auch, mit Tod und Sterben konfrontiert zu werden. Im Laufe der Arbeit in der Drogenselbsthilfe sind viele unserer Mitstreiter/innen, Freundinnen und Freunde verstorben.

Wir möchten ihrer an dieser Stelle gedenken.

Es war schön, mit euch ein Stück des Weges gemeinsam gegangen zu sein. Wir werden in eurem Sinne weiterarbeiten.

Ich gehe die Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht ohne meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.
 
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sehe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.
 
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein... aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiss, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.
 
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.
Ich gehe eine andere Strasse.

Aus dem Tibetischen Buch vom Leben und Sterben von Sogyal Rinpoche

Lieber Uwe,

nach langem Leiden bist Du nun von uns gegangen.
Wir wünschen Dir, dass es Dir dort besser geht und all Deine Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

Du wirst uns in guter Erinnerung bleiben!!!

In tiefer Trauer,
das VISION-Team

Jetzt können wir nicht mehr zusammen die letzte Pfeife rauchen.

Schade, wir werden Dich vermissen.

Deine Freundinnen und Freunde aus Meschenich

….und die nächste schlechte Nachricht traf uns wie ein Hammerschlag.

Terry D. aus Meschenich ist am 21.12.2012 verstorben.

Wir sind geschockt. Im Moment sind sehr viele Leute verstorben die noch viel zu jung waren.

In Gedenken

Das VISION-Team aus der Anlaufstelle Meschenich

Heute Vormittag wollen wir uns gemeinsam mit Euch an Fisch, Bernd, Rolf und all die erinnern, die in der letzten Zeit von uns gegangen sind.

Ab 10:00 Uhr treffen wir uns dazu bei VISION um ein paar Geschichten zu erzählen, uns zu erinnern, was wir zusammen erlebt haben und gemeinsam zu trauern.

Ihr seid alle herzlich eingeladen zu kommen!

Marco von VISION

Nun ist schon wieder ein Mensch gestorben, den viele von uns über Jahre kannten.

Am 1. Dezember ist Bernd im Krankenhaus an Nieren-/ und Organversagen verstorben.

Auch Bernd war seit langem in Kalk einen feste Größe. Er wird in unserem Herzen und an der Gedenkwand einen festen Platz behalten.

Ruhe in Frieden!

Marco für das Team von VISION

Nachdem wir dieses Jahr schon so viele liebe Menschen betrauert haben ist es jetzt, kurz vor Jahresende leider wieder passiert, dass wir einen Menschen verloren haben den wir und unsere Besucher viele Jahre kannten.

Ohne das es abzusehen war ist am Samstag, dem 01.12.2012 Hans Z. gestorben. Für diejenigen von uns die ihn länger kennen durften is unser Haifisch dud, e kölsch Hätz hät objhot zu schlare. Der “Fisch” war sowohl für das Viertel Kalk als auch für die Scene einer von der wirklich alten Garde, jemand auf dessen Wort man sich noch zu 100 % verlassen konnte. Du als unser Freund, wirst eine Lücke hinterlassen die durch nichts zu schließen ist.

Mach et jot.

Rene für das Visionsteam und alle Kalker Jungs und Mädels

Heute verstarb überraschend Rolf G. während eines Krankenhausaufenthalts in Köln/Kalk.

Leider konnte Rolf sein selbstgestecktes Ziel -das Jahr 2012 ohne Klinikaufenthalt hinter sich zu bringen- nicht erreichen. Nachdem er Anfang der Woche mit starkem Blutverlust in das Krankenhaus eingewiesen wurde, verstarb er am heutigen Samstag da die Ursache der Blutung bis zuletzt nicht behoben werden konnte.

Wir müssen so wieder einen Menschen betrauern, den wir über viele Jahre kannten und durch einen Teil seines Lebens begleiten durften.
Du wirst uns fehlen!

Der Bruder eines Gastes unserer Einrichtung ist leider heute verstorben.

Lieber Yücel!

So ist das Leben. Jeder kommt, jeder geht. Leider bist du früher gegangen. Du hast immer ein Platz in unserem Herzen. Ruhe in Frieden!

Wir mussten heute leider erfahren, dass einer unserer Mitglieder am 15.7. verstorben ist. Oliver erlag einer Lungenkrebserkrankung.

“Wir denken an Dich!”

Themen

  • Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2012 - “Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle”

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Drogenkurier Nr. 91 (PDF - 5,1 MB)

Viel zu lange fehlte für uns ein Ort, an dem den DrogengebraucherInnen gedacht werden kann, die an den Folgen einer repressiven Drogenpolitik verstorben sind. Ein Leben im gesellschaftlichen Abseits führte bei vielen dazu, dass sie viel zu früh durch schlechte, unberechenbare Stoffqualität und (Viren-)Infektionen etc. aus dem Leben gerissen wurden.

In diesem Jahr kam uns dann die Idee, auf dem Gelände der Anlaufstelle in Köln-Kalk eine solche Gedenkstelle zu installieren.

Nachdem die Holzkreuze, auf denen in den vergangenen Jahre Nachrichten an die Toten hinterlassen wurden, nur für den Moment da waren, haben wir allen Interessierten 2012 während der Mahnwache auf dem Neumarkt die Möglichkeit gegeben, auf kleinen Holzscheiben aus dem Stamm einer Birke Nachrichten o.ä. als Andenken an verstorbene Angehörige, Freunde oder Partner zu hinterlassen.

Diese Scheiben wurden nun Wetterfest gemacht, lakiert und auf einer liebevoll gestalteten Gedenkwand in einer ruhigen Ecke auf unserem Aussengelände angebracht. Die Wand wurde zudem mit Efeu und Clematispflanzen dekoriert. Somit können wir nun auch auf längere Sicht einen Ort des Gedenkens an die Freunde und Verwandte, die leider von uns gegangen sind, bieten.

Euch alle werden wir nie vergessen!

Mit einer Mahnwache auf dem Neumarkt haben die Hinterbliebenen am Samstag der rund 40 Menschen gedacht, die im vergangenen Jahr in Köln an Drogengebrauch gestorben sind. Unter dem Motto “Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle” trafen sich Menschen bundesweit zum “Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher”. “Die Menschen wissen nicht genau, was sie konsumieren und werden in eine Beschaffungskriminalität gedrängt. Die Drogenpolitik ist auf Prohibition ausgerichtet, aber das hält die Menschen nicht davon ab, sich die Drogen zu besorgen. Es sorgt nur für weitere Probleme, die für die Betroffenen noch schlimmer sein können als die Sucht”, sagt Barbara Rocholl vom Verein für innovative Drogenselbsthilfe Vision e.V. Der Gedenktag findet seit 14 Jahren statt. (tor)

21. Juli 2012 - Protest-, Aktions- und Trauertag

11:00 - 14:00 Uhr - Mahnwache auf dem Kölner Neumarkt

Motto:
Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle

Schirmherr: Dr. Gregor Gysi (Vorsitzender Fraktion DIE LINKE. im Bundestag)

Zum Glück wurde in Deutschland zumindest das Heroin unlängst legalisiert.
Lässt bereits dieser erste Satz stutzen? Ist nicht die Abgabe dieser Droge ausschließlich an sog. „Schwerstabhängige“ und nur unter strengsten gesetzlichen Auflagen möglich?
Ja, genau so ist es! Und diese strenge Kontrolle ist nur deswegen möglich, weil der Stoff Heroin in Deutschland - nach aufwendigen und langjährigen Studien - seit 2009 ein verschreibungsfähiges Medikament geworden ist.
Also, weil Heroin legalisiert wurde.

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Am Montag den 18. Juni 2012 ist Klaus im Alter von 60 Jahren verstorben.