Wissen

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.vision-ev.de/wissen/

Kategorienarchiv: Wissen

08 Jan 2011

Sie haben das Recht zu schweigen

„Sie haben das Recht zu schweigen“

Videomitschnitt des Vortrags „Sie haben das Recht zu schweigen“ von Udo Vetter (lawblog.de) auf dem 23. Chaos Communication Congress. Durchsuchung, Beschlagnahme, Vernehmung – Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt Wer online lebt und arbeitet, tut dies unter den Augen der Strafverfolger. Der Vortrag schildert, wie Durchsuchungen, Vernehmungen und Ermittlungsverfahren ablaufen. Er erklärt, wie man sich gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft richtig verhält.

zum Video auf youtu.be

16 Aug 2010

Fachbeitrag HIV & More

Fachliche und strukturelle Hemmnisse in der Substitution und infektiologischen Versorgung substituierter Opiatabhängiger – Auf dem Weg zu Lösungsansätzen

Die Deutsche Leberstiftung und das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) führten im Herbst 2009 mit dem Partner Essex Pharma eine Expertenbefragung zur medizinischen Versorgung von substituierten Opiatabhängigen in der suchtmedizinischen Praxis durch. Hintergrund der Befragung ist eine angenommene Verschärfung der Versorgungslage in der Substitution sowie der infektiologischen Behandlung Substituierter.

Methadonsubstitution

Methadonsubstitution

Seit ihrer Etablierung gilt die Substitutionsbehandlung als das Erfolgsmodell in der medizinischen Versorgung Opiatabhängiger. Ihr Erfolg spiegelt sich nicht zuletzt in der gestiegenen Anzahl gemeldeter Substitutionspatienten (zwischen 2002 und 2009 ein Anstieg um knapp 62%3) wider. Unter der Annahme einer stabilen Anzahl an Opiatabhängigen im genannten Zeitraum (ca. 135.000 opiatabhängige Personen im Jahr 20034) entspricht dies einer Zunahme der Reichweite von ca. 34% auf ca. 57%. Die Zahl der aktiv substituierenden Ärzte bleibt dagegen weitgehend stabil (2003: 2.607; 2009: 2.7003). Laut Schulte et al. wird sich die Versorgungsstruktur gerade im ländlichen Bereich – aufgrund altersbedingter Praxisschließungen und Rückzügen aus der Substitutionsbehandlung – verschärfen. Die Folgen einer möglichen Unterversorgung wären weitere Anfahrtswege für Patienten und eine Überbelastungen der Ärzte, die in diesen Gebieten noch substituieren. Weiterlesen »

11 Mai 2010

GBA-Richtlinien zur Diamorphin-Abgabe ernten Widerspruch

Statt sie zu fördern werde eine Ausweitung der diamorphingestützten Behandlung Schwerstabhängiger durch die neuen Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen erschwert oder gar verhindert. Diese Befürchtung äußert der JES-Bundesverband gegenüber der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Dyckmans selbst hatte sich kritisch zu den Richtlinien des Gemeinsame Bundesausschusses (GBA) geäußert.

JES – das Kürzel steht für „Junkies und ehemalige Substituierende“ – versteht sich als Interessenvertretung drogengebrauchender Menschen. Matthias Häde vom JES-Vorstand bemängelt die Ansprüche, die der GBA formuliert habe: „Eine permanente Anwesenheit eines Arztes während der 12-stündigen Öffnungszeit sowie drei ärztliche Vollzeitstellen zur Bedingung für die Behandlung mit Diamorphin zu machen, ist fachlich schlicht nicht nachvollziehbar und wird viele kleine Einrichtungen vor Probleme stellen.“ Der GBA ist zuständig für die Richtlinien, nach denen die Krankenkassen medizinische Regelleistungen übernehmen.
Die GBA-Leitlinien seien restriktiver als die Gesetzesvorschriften, die der Bundestag im Mai des vorigen Jahres verabschiedet habe, kritisiert mit Marco Jesse ein weiteres JES-Vorstandsmitglied. Gleiches habe es vor einigen Jahren bereits bei den Richtlinien für die Methadon-Substitution gegeben. Die damalige Drogenbeauftragte habe diese Regelungen sogar außer Kraft setzen lassen. Weiterlesen »

18 Jan 2010

Eine Erhebung der Deutschen AIDS-Hilfe und JES zeigt alarmierende Daten

Die Substitutionsbehandlung bietet aufgrund des engen und kontinuierlichen Kontaktes zwischen Behandler und Patient hervorragende Voraussetzungen, um über eine Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfung präventiv zu wirken. Darüber hinaus kann mit einer Erhebung des HIV- und HCV-Serostatus ein frühzeitiger Behandlungsbeginn initiiert werden.

Aufgrund der Tatsache, dass wir sowohl von PatientInnen als auch aus dem Hilfesystem immer wieder Informationen erhielten, dass den Themen Testung und Impfung zu wenig Bedeutung beigemessen wird, galt es für uns hierzu einige Daten zu erheben und auszuwerten.

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2008 führte das bundesweite JES-Netzwerk in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe eine Befragung von Substituierten durch.
Ziel war es, Informationen zur Durchführung von HIV- und HCV-Tests bei Drogenkonsumenten im Rahmen der Substitutionsbehandlung zu erlangen.
Neben der Kenntnis des aktuellen HIV- und HCV-Infektionsstatus, wurde die Frequenz von regelmäßigen HIV- und HCV-Tests bei substituierten Patienten mit negativem Infektionsstatus erfragt. Schließlich galt es, Informationen zum aktuellen HAV- und HBV-Impfstatus zu erhalten. Weiterlesen »

14 Jan 2010

Erste-Hilfe im Drogen-Notfall – Wir bieten Kurse an!

Wir bieten für Drogengebraucher und Interessierte, Schulungen für das richtige Verhalten im Drogennotfall an. Der Kurs ist für 2-3 Std. konzipiert und wird in Kooperation mit ausgebildetem Fachkräften ausgerichtet. Die Inhaltliche Schwerpunkte können je nach Interesse variieren.

Frische Dein Wissen auf und melde Dich bei uns an.

Termine nach Vereinbarung! Weiterlesen »

29 Dez 2009

Was mache ich im Drogennotfall

Ich habe vor einigen Tagen einen Anruf bekommen. Am anderen Ende war eine Person die sich nicht mehr zu helfen wusste, weil seit eineinhalb Stunden ein Bekannter bei ihm auf dem Boden liegt durch eine Überdosis Heroin. Ich sagte ihm da gibt es nur eins, 112 anrufen und Notarzt bestellen. Er hatte Angst, dass die Polizei mitkommt. Verständlich, aber wenn die Person stirbt, gibt es mehr Probleme.

Generell bei unbekannten Stoff erst einmal weniger nehmen, um die Qualität besser einschätzen zu können.

Deshalb einige Regeln die Ihr beachten solltet.

  1. Lasst einen überdosierten Menschen nie liegen, sondern leistet Erste Hilfe und hole evt. andere zu Hilfe!
  2. Versuch die Situation richtig einzuschätzen, mit völlig überflüssigen Kochsalzinjektion verlierst Du kostbare Zeit! Außerdem ist es ein Märchen, dass mit der Kochsalzlösung!
  3. Ruf in kritischen Situationen immer den Notarzt! (Bewusstlosigkeit, Atem-, Herzstillstand)

Dein Eingreifen kann Leben retten! Deshalb: Rufe sofort  112 wenn Du eine bewusstlose Person findest! – Gib die Adresse und den Zustand der Person deutlich durch am Telefon und bleib bis zum Eintreffen des Notarztes bei der hilflosen Person! Um das Risiko zu reduzieren, dass die Polizei mit der Feuerwehr mitkommt, sag am Telefon NICHT „Drogennotfall“, sondern “ Eine Leblose bzw. bewusstlose Person, möglicherweise im Schockzustand“ liegt hier. Ist ein Atemstillstand eingetreten , unbedingt angeben. Weiterlesen »

01 Dez 2009

Broschüre „Hepatitis und Sucht“

Das neue Medium
„Hepatitis und Sucht“

VISION übernimmt den Staffelstab von JES Osnabrück

Bereits vor 9 Jahren entwickelte die JES-Gruppe in Osnabrück eine Hepatitisbroschüre, die sich schnell zu einem Medium entwickelte, das bundesweit Anerkennung fand.

Immer wieder entstanden aktualisierte Auflagen, die von HCV bedrohten und betroffenen Drogengebrauchern und Substituierten einen Überblick zu allen relevanten Themenfeldern bot.

Dieser Staffelstab wurde von JES Osnabrück nun an uns JES-KollegInnen in Köln weitergegeben.

Wir möchten uns an dieser Stelle für die Arbeit von JES Osnabrück bedanken. Mit dieser Broschüre hat JES Osnabrück viel zur fachlichen Anerkennung von JES beigetragen.

29 Mai 2009

Gesetzesänderung zur Heroinbehandlung beschlossen

Es ist geschafft! Mit deutlicher Mehrheit hat der deutsche Bundestag gestern einer Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zugestimmt.

Die Forderung vom JES Netzwerk, AIDS Hilfen und vielen anderen, der Behandlung mit Heroin eine gesetzliche Grundlage zu geben, ist damit endlich erfüllt worden. Heroin als Medikament wird ins Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung überführt. Dies geschieht dann allerdings unter engen, im Betäubungsmittelgesetz geregelten Erlaubnisvoraussetzungen, was eine sinnvolle medizinische Nutzung von Heroin in einem breiteren Rahmen weiterhin blockieren wird.

Dennoch ist dieser Schritt zu begrüßen und unser Dank gilt allen Abgeordneten, die ihrem Gewissen folgten und mit ihrem Abstimmungsverhalten Menschenleben retten. Das lobenswerte Durchhaltevermögen der Kommunen wie beispielsweise der Stadt Köln, die trotz der fehlenden Finanzmittel vom Bund bis zuletzt an diesem innovativen Behandlungsansatz festgehalten haben, hat sich öletztlich bezahlt gemacht.

Nun gilt es den nächsten Schritt zu tun und Diamorphin als Medikament für alle die es benötigen zugänglich zu machen.

16 Apr 2008

Hepatitis C und Drogengebrauch

Handbuch CoverAnstoß und Vorbild für unser vorliegendes Handbuch war das vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit geförderte und von der Schweizer Fachstelle für Schadenminderung im Drogenbereich (FASD; Christopher Eastus, Régine Linder) mit vielen Expert(inne)n erarbeitete „Handbuch HepCH – Prävention und Therapie“ (www.hepch.ch). Mit diesem auch online verfügbaren Manual haben die schweizer Verantwortlichen und Expert(inne)n auf die Informations- und Beratungsbedürfnisse der Fachöffentlichkeit adäquat reagiert.

Weiterlesen »

11 Apr 2008

Kochen für die breite Masse

Weiterlesen »

11 Apr 2008

Dingsbums

Weiterlesen »

11 Apr 2008

Rotkäppchen – Das Märchen von der Kochsalzlösung

Weiterlesen »

11 Apr 2008

Venenschau

Weiterlesen »

05 Mrz 2008

Finanzierungsstop bei Heroinbehandlung

JES-Netzwerk zum Finanzierungsstop des Bundes bei der Heroinbehandlung

Steht die Heroinbehandlung vor dem Aus?

In einem formalen Schreiben teilte die Bundesdrogenbeauftragte, Frau Sabine Bätzing den am Modellprojekt zur Heroinvergabe beteiligten Städten mit, dass die Bundesförderung dieser notwendigen und erfolgreichen Behandlungsoption Ende Februar eingestellt wird.

Nachdem bereits ideologische und nach übereinstimmender fachlicher Wertung völlig unbegründete Vorbehalte die Übernahme dieser Behandlungsform in die Regelversorgung hochgradig abhängiger Menschen verhindert haben, ist nun auch die laufende Behandlung von ca. 550 betroffenen Menschen gefährdet.

Weiterlesen »

25 Feb 2008

Eine drogenpolitische Katastrophe?

Steht die Kölner Heroinbehandlung vor dem aus?

In einem formalen Schreiben teilte die Bundesdrogenbeauftragte -Frau Sabine Bätzing- den Städten, die sich an dem Modellprojekt zur Heroinvergabe beteiligen mit, das die Bundesförderung dieser notwendigen und erfolgreichen Behandlungsoption Ende Februar eingestellt wird.

Nachdem bereits ideologische Vorbehalte die Übernahme dieser Behandlungsform in die Regelversorgung schwerstabhängiger Menschen verhindert haben, sind nun auch die laufenden Behandlungen von ca. 550 Betroffenen gefährdet.

Diese Entscheidung der Bundesregierung, ist für alle in die Studie eingebundenen Drogengebraucher eine Katastrophe. Die erzielten Erfolge in allen Bereichen -Gesundheit, gesellschaftliche Integration, Arbeit, Beschaffungskriminalität u.v.m.- werden aufgrund von Ignoranz und politischer Feigheit fahrlässig gefährdet.

Weiterlesen »