Jahresarchiv: 2008

04 Jun 2008

Vorratsdatenspeicherung verhindert sensible Gespräche

vds_ohr_2.gifDie zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.002 Bundesbürgern am 27./28. Mai 2008.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen (731 der Befragten).

Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.

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  Mai 2008

VORSICHT! Ungewöhnlich hoher Wirkungsgrad

Liebe Leserinnen und Leser der Junkie Bund Seite,

in den letzten Tagen und Wochen sind auffallend viele Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher in Köln verstorben. Vielleicht kanntet ihr selbst den einen oder anderen oder habt von seinem Tod gehört.

Der Verdacht liegt nahe, das der Grund hierfür ein teilweise ungewöhnlich hoher Wirkstoffgehalt im Heroin ist oder besonders schädliche Streckmittel genutzt wurden.

Wir möchten Euch daher dringend bitten, bei unbekannter Stoffqualität besonders vorsichtig zu dosieren. Wenn ihr den Verkäufer oder seine Droge nicht kennt, testet erst einmal vorsichtig mit einer kleinen Dosis an – am besten nicht injizieren sondern rauchen – das verringert das Risiko einer Überdosis. Wenn möglich konsumiert mit einer Person Eures Vertrauens, damit im Fall eines Drogennotfalls (Überdosis) ein Notarzt verständigt wird.

Solltet ihr bei einer Überdosis dabei sein oder dazukommen, ruft in jedem Fall einen Notarzt.

Ganz besonders riskant ist der Konsum schon nach kurzen Pausen und in Verbindung mit anderen Drogen wie Kokain oder Benzos.

Wenn Ihr noch genauere Information zum Vorgehen in Drogennotfällen und bei Überdosierungen braucht, meldet Euch im Junkie Bund Café. Dort werden wir in Kürze einen erste Hilfe Kurs zu diesem Thema anbieten.

Bis dahin gilt in jedem Fall – Euer Eingreifen kann Leben retten !!!

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17 Apr 2008

Stefan S. ist tot

Stefan S. aus Mühlheim ist auch leider bei seinem Opa verstorben an einer Überdosis. Es ist Heroin von über 60% im Umlauf – gepaart mit Dreck. In der letzten Woche sind fünf Bekannte gestorben. Ich weiss nicht, wie ich klar komme mit Pillen und Alk…

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17 Apr 2008

Markus M. ist tot

Mit Mitte 30 hat uns mit Markus wieder ein Drogengebraucher viel zu früh verlassen.

Gewollt -aufgrund seiner nicht idealen Lebensumstände- oder ungewollt -weil er nicht wissen konnte wie gut sein Heroin ist- das kann er uns nicht mehr mitteilen.

Diejenigen, die Ihn kannten, wissen von der Lebenslust die in ihm steckte und die wissen auch das er noch lange unter uns weitergelebt hätte.

Er starb nicht draußen im Gebüsch sondern in seiner Wohnung. Zumindest sein gewohntes Umfeld ist ihm zuletzt geblieben. Er wird nicht vergessen.

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16 Apr 2008

Hepatitis C und Drogengebrauch

Handbuch CoverAnstoß und Vorbild für unser vorliegendes Handbuch war das vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit geförderte und von der Schweizer Fachstelle für Schadenminderung im Drogenbereich (FASD; Christopher Eastus, Régine Linder) mit vielen Expert(inne)n erarbeitete „Handbuch HepCH – Prävention und Therapie“ (www.hepch.ch). Mit diesem auch online verfügbaren Manual haben die schweizer Verantwortlichen und Expert(inne)n auf die Informations- und Beratungsbedürfnisse der Fachöffentlichkeit adäquat reagiert.

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11 Apr 2008

Kochen für die breite Masse

Film von Vanessa Schädel, Maren Wandersleben,
Kolja Thomas, Heike Krietemeyer und Martina Döbler

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11 Apr 2008

Dingsbums

Film von Vanessa Schädel, Maren Wandersleben,
Kolja Thomas, Heike Krietemeyer und Martina Döbler

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11 Apr 2008

Rotkäppchen – Das Märchen von der Kochsalzlösung

Film von Vanessa Schädel, Maren Wandersleben,
Kolja Thomas, Heike Krietemeyer und Martina Döbler

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11 Apr 2008

Venenschau

Film von Vanessa Schädel, Maren Wandersleben,
Kolja Thomas, Heike Krietemeyer und Martina Döbler

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29 Mrz 2008

Peter H. ist tot

Vor kurzem verstarb Peter H. nach langem Spanien Aufenthalt friedlich im Schlaf.

Auch er wäre sicher ohne die Folgen eines von Illegalität und Strafverfolgung dominierten Lebens noch unter uns. Im Interesse aller in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren an den Folgen der Prohibition verstorbenen Menschen wird der Junkie Bund Köln auch weiter ein grundsätzliches Umdenken in der Drogenpolitik einfordern.

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