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18 Nov 2021

Drogenkurier Nr. 128

Nach 16 Jahren wird Deutschland höchstwahrscheinlich ohne eine christdemokratische Regierungspartei auskommen müssen. Unser Mitleid hält sich in Grenzen, denn man muss diese Zeit im Hinblick auf eine Neuorientierung unserer Drogen­politik als verloren bezeichnen. Nun also versuchen Rot, Grün und Magenta (früher gelb) eine Regierung zu bilden. Der Klimawandel wird die Regierenden dazu zwingen Politik neu zu denken. Ähnliches sollte auch für eine nunmehr hoffentlich liberale und entideologisierte Drogenpolitik gelten.

Erste Diskussionen, die sich einzig auf eine Entkriminalisierung von Cannabis fokussieren, greifen unserer Ansicht nach zu kurz. Denn nur wenn Produktion und Vertrieb von Cannabis in staatliche Hände kommen und gleichsam der Erwerb und Besitz von anderen bisher illegalen Substanzen wie Heroin, Kokain und Amphetamin entkriminalisiert wird, wird man den Schwarzmarkt zurückdrängen und Millionen von Drogenkonsument*innen entkriminalisieren.

  • thumbnail of Kurier-128-internet-1In dieser Ausgabe stellen wir drei unterschiedliche Patient*innen vor, die sich für die Substitution entschieden haben.
  • Drogenselbsthilfefreundlich zu sein macht Sinn – Zu unserer großen Freude, interessieren sich immer mehr Einrichtungen der Aids­ und Drogenhilfe für das Zertifikat „Drogenselbsthilfefreundliche Einrichtung“. In dieser Ausgabe stellen wir die Verleihungen in Viersen, Hamburg, Münster und Dortmund vor.
  • “Drug Checking in Deutschland” Das DROGERIE-­Projekt in Erfurt hat die rechtlichen Hürden des BfArM und des Innenministeriums genommen und das erste Drug Checking Projekt in Deutschland eingerichtet.
  • Diskriminierung im Gesundheitswesen … ist leider weiter ein großes Thema – auch in dieser Ausgabe

Hier ist die Onlineausgabe zu finden und die Druckversion liegt in den nächsten Tagen in euren Briefkästen.

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02 Sep 2021

Drogenkurier 127 ( Special Gedenktag)

thumbnail of Drogenkurier-127-InternetFast 100 Veranstaltungen in 91 Städten, dass ist das Ergebnis des Gedenktages 2021. Beim Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen 2021 wurde um verstorbene Freund*innen und Klient*innen getrauert und es wurde ein starkes Signal an Verantwortliche im Bund, den Ländern und Kommunen gesendet, die Situation Drogen gebrauchender Menschen endlich grundsätzlich zu verändern.

Der Gedenktag hat sich entwickelt. Von einer singulären Veranstaltung mit einem Schwerpunkt der zurecht auf der Trauer und dem Gedenken lag, hat er sich nach fast 25 Jahren zum größten bundesweiten Aktions- Protest- und Gedenktag im Feld illegaler Substanzen entwickelt.

Waren gesundheitpolitische Forderungen in der Anfangszeit noch rar ist nun zu beobachten, dass in fast allen Berichten aus ganz Deutschland eine grundlegende Kritik an der Situation von Menschen die illegalisierte Substanzen konsumieren vernehmbar ist. Dies völlig unabhängig ob die Veranstaltungen von Drogengebraucher*innen selbst, von NGO´s oder von Mitgliedsorganisationen der Diakonie, Caritas oder der AWO organisiert und durchgeführt wurden.

Download Drogenkurier-127-Internet.pdf

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31 Aug 2021

Pressemitteilung

Pressemitteilung von JES Bundesverband und Landesverband JES NRW zum International Overdose Awareness Day am 31.08.21

Tag gegen Überdosierung – 1581 Todesfälle müssen für alle ein Alarmzeichen sein

Im Jahr 2020 sind mit 1581 Drogengebraucher*innen mehr Menschen an den Folgen von
Überdosierung und den Langzeitfolgen des Konsums von Schwarzmarktsubstanzen verstorben, als wir
es in den vergangenen 20 Jahren erleben mussten.

Mit dem „INTERNATIONAL OVERDOSE AWARENESS DAY“ am 31. August machen in Deutschland und in
ca. 100 weiteren Ländern Menschen auf diesen Missstand aufmerksam. Auch das JES Netzwerk ist
dabei.

„Diese erschreckend hohe Zahl ließe sich mit entsprechenden Maßnahmen reduzieren“, so Mathias
Häde vom JES Bundesvorstand. “Der Anstieg von Todesfällen in Verbindung mit dem Konsum von
Amphetamin und Metamphetamin erfordert eine Reaktion. Dass bis heute jegliche Bemühungen
scheiterten, Drug Checking Projekte (Beratung und Substanzanalyse) einzurichten, ist nicht
nachvollziehbar“, so Häde weiter. Erst durch aufgeweckte Toxikologen in Jena und dem DrogerieProjekt in Erfurt, gelang es nun, das erste Drug Checking Projekt ohne Erfordernis einer Zustimmung
des Bundes umzusetzen.

Fast 40% der Drogentodesfälle stehen in Verbindung mit dem Konsum von Opioiden. „Es gilt, massiv in
den Erhalt und Aufbau von Angeboten der Substitutionsbehandlung zu investieren, damit diese
gefährdete Gruppe ihre Opiate unter kontrollierten, medizinischen Bedingungen erhält,“ so Ralf
Runniger vom Vorstand JES NRW.

„Mit dem neuen Bundesmodellprojekt NALtrain, im Rahmen dessen in den nächsten 3 Jahren tausende
Opiatkonsument*innen in den Besitz eines Naloxon Nasensprays als Lebensretter bei
Überdosierungen gelangen sollen, wurde der richtige Weg eingeschlagen“, so Claudia Schieren vom JES
Bundesvorstand.

Das JES Netzwerk ist sich mit vielen anderen Experten (Mitarbeiter*innen in Einrichtungen der Aids- und
Drogenhilfe, Wissenschaftler*innen, Strafrechtler*innen, Mediziner*innen und Politiker*innen) einig, dass
diesen Hilfsangeboten im Schatten des Totalverbot von Erwerb und Besitz illegalisierter Substanzen
ihre Wirkung genommen wird. Die sich daraus ergebende Verfolgung und Kriminalisierung von
Millionen Drogengebraucher*innen ist für den Tod vieler tausend Menschen verantwortlich.

Die konsequente Entkriminalisierung von Erwerb und Besitz zum Eigenbedarf sowie der Ausbau
medizinischer Angebote kann, wie JES es sieht, hier der richtige Weg sein, um Menschenleben zu retten.

Letztlich werden wir so aber “das Drogenproblem” nicht wirklich lösen können. Nein, dazu bedarf es
einer umfassenden gesetzlichen Neubewertung derzeit illegalisierter Substanzen, also den
überwachten Handel in entsprechenden Geschäften mit qualifiziertem Personal. Nur so kann letztlich
Kontrolle und effektiver Jugendschutz stattfinden, nur so überlassen wir nicht Abertausende weiterhin
den gierigen Händen der Drogenmafia.

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20 Aug 2021

International Overdose Awareness Day

Am 31.8. gedenken Freunde, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen der Opfer von Überdosierungen. Ihre Botschaft: Viele Drogentodesfälle lassen sich vermeiden. Die Mittel sind bekannt – was fehlt, ist der politische Wille.

 

 

 

 

Unter dem folgenden Link findet Ihr eine Dokumentation vom JES Bundesverband. Sie behandelt den letztjährigen International Overdose Awareness Day und wurde aus zugesandten Fotos erstellt sowie in “Sechs Strategien Gegen Überdosierung” unterteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link: https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/01/Doku_Awareness_Internet.pdf

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07 Jun 2021

Jahresbericht 2020

Wir freuen uns, den Jahresbericht 2020 präsentieren zu können.

Vision e.V. Jahresbericht 2020

 

 

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10 Mai 2021

Drogenkurier 126

Die zweite Ausgabe des DROGENKURIER ist nun online erhältlich. In dieser Ausgabe haben wir den Fokus auf das Thema Drogentodesfälle gerichtet. In einem weiteren Beitrag stellen wir 5 Modelle der Regulierung vor. Wir hoffen sehr, dass die Vielfalt der Beiträge eure und Ihre Interessen trifft.

https://www.jes-bundesverband.de/2021/05/drogenkurier-126-online/

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.vision-ev.de/2021/05/10/drogenkurier-126/

04 Mrz 2021

Drogenkurier 125

Es ist mal wieder soweit, wir haben es geschafft die erste Ausgabe des neuen Jahres fertigzustellen. Wie immer haben wir versucht aktuelle Themen die euch als Drogengebraucher*innen, Mitarbeiter*innen in Aids- und Drogenhilfen und Sie als Ärzt*innen und als Wissenschaftler*innen interessieren, zusammenzufassen.

Unser Topthema setzt sich mit einem Modellprojekt zur niedrigschwelligen Substitution auseinander. Wir hoffen das das Hamburger Modell im „Drob inn“ als Blaupause für weitere Projekte solcher Art dienen kann.

Neben der Vorstellung des BfArM Berichts, der neuen Daten und Fakten zur Substitutionbehandlung zusammenfasst, haben wir Substituierte gefragt, ob sie uns ihre Erfahrungen der Umstellung auf ein neues Medikament vorstellen möchten. Diesesmal geht es um das erste Depotmedikament in der Substitution.

Auch das Thema Hepatitis C ist wieder „im Boot“, da es einfach sehr viel neue Entwicklungen gab, die wir euch und Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Zudem findet ihr wie immer Infos aus unserem Verband und unserem Netzwerk. Wir stellen zudem neue Medien und Initiativen wie „100000Substituierte bis 2022“ vor.

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/03/Kurier-125-internet.pdf

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  Dez 2020

Drogenkurier 124

Wir freuen uns sehr euch die aktuelle Ausgabe des DROGENKURIER vorstellen zu können. Wie immer findet ihr hier einen reichhaltigen Strauß an verschiedenen Themen. Im Mittelpunkt steht das Thema Diamorphinbehandlung.

Beschreibung:

  • Gleichstellung der Substitutionsbehandlung mit Diamorphin?
  • Schützen statt strafen: Die Drogenpolitik von morgen muss heute beginnen
  • Deutsche Aidshilfe, akzept und JES starten eine neue Kampagne
  • Safer Crack Pack des JES-Bundesverbands soll zur Schadensminderung beitragen
  • JES zeichnet selbsthilfefreundliche Einrichtungen aus

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/medien/drogenkurier-124/

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  Aug 2020

Drogenkurier 123

Es ist geschafft, der aktuelle Kurier ist nun online.

Mit 60 Seiten, die umfangreichste Ausgabe, die wir je hergestellt haben. Dies liegt allein daran, dass es in diesem Jahr 79 Veranstaltungen in 72 Städten, allein in Deutschland gab. Das ist wirklich wahnsinn, wie wichtig und groß der Gedenk- und Aktionstag geworden ist. Wenn wir die Zahl der beteiligten überschlagen, kommen wir auf etwa 300 Einrichtungen und Organisationen, die sich in diesem Jahr beteiligt haben.

Ein starkes Signal für unsere verstorbenen Freund*innen!
Ein unübersehbares Zeichen für eine veränderte Drogenpolitik!

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2020/09/Drogenkurier_JES_123_Internet.pdf

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  Jul 2020

Jahresbericht 2019

thumbnail of VISION-Jahresbericht-2019Wir freuen uns, den Jahresbericht präsentieren zu können.

Download VISION-Jahresbericht-2019.pdf (8 MB)

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