Projekte

Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

21. Juli – Protest-, Aktions- und Trauertag

Das Thema Tod begleitet uns ständig durch unsere tägliche Arbeit. Immer wieder versterben Besucher an den Folgen schlechter Konsum- und Lebensbedingungen. Jahrelange Stigmatisierung und Ausgrenzung verbunden mit permanentem Verfolgungsdruck führen in vielen Fällen zu einem so schlechten Allgemeinzustand, dass die Gefahr einer unbeabsichtigten Überdosierung massiv steigt.

Zu den festen jährlichen Terminen zählt deshalb schon seit der Jahrtausendwende der „Nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige“ am 21. Juli.

Plakat-Aktion

Im Jahr 2012 wurde ein Plakat-Projekt realisiert. Die hier abgebildeten Motive, die neben JES von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V., akzept e.V. und den Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit realisiert wurde, zeigt Mitglieder der Global Commission on drugs mit einigen Zitaten, die den Krieg gegen Drogen kritisieren und ihre eigenen politischen Entscheidungen hinterfragen.

 

Gedenkwand

Viel zu lange fehlte für uns ein Ort, an dem den DrogengebraucherInnen gedacht werden kann, die an den Folgen einer repressiven Drogenpolitik verstorben sind. Ein Leben im gesellschaftlichen Abseits führte bei vielen dazu, dass sie viel zu früh durch schlechte, unberechenbare Stoffqualität und (Viren-)Infektionen etc. aus dem Leben gerissen wurden.
2012 kam uns dann die Idee, auf dem Gelände der Anlaufstelle in Köln-Kalk eine solche Gedenkstelle zu installieren.

 

Fachtage

Neben der Teilnahme an Fachtagen und Konferenzen bietet VISION e.V. hin und wieder meist zu besonderen Anlässen Tagungen zu besonderen Themen an. Der letzte Fachtag fand im Rahmen der Gedenktagswochen anlässlich des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher 2014 statt und behandelte das Thema “Naloxon rettet Menschenleben”.

 

Kölle Putzmunter

Bereits zu einer Tradition ist die aktive Teilnahme an der städtischen Aktion „Kölle Putzmunter“ geworden. Hiervon profitiert ganz besonders das direkte Umfeld der Kalker Einrichtung.

 

Kalker Stadtgarten

VISION e.V. übernimmt gemeinsam mit dem Stadtgartenpaten Herrn Jäger Verantwortung für die Sauberkeit und Ordnung im Kalker Stadtgarten.
Wir nehmen auch traditionell regelmäßig an Festen im Stadtgarten teil. Neben Würstchen- und Los-Verkauf präsentieren wir hier auch verschiedene Kunst-Aktionen und Ausstellungen.

 

Broschüre „Hepatitis und Sucht“

Bereits im Jahr 2000 entwickelte die JES-Gruppe in Osnabrück eine Hepatitisbroschüre, die sich schnell zu einem Medium entwickelte, das bundesweit Anerkennung fand.
2009 übernahm VISION e.V. die Weiterentwicklung und Vertrieb der Broschüre.

 

Kunst im sozialen Raum

Bereits seit den Anfängen von VISION e.V. bildet das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe von Drogengebrauchern eine der wesentlichen Forderungen des Vereins. Eine konkrete Umsetzung dieser Forderung bildet bereits seit 2011 das dauerhaft angelegte und mehrstufige Inklusionsprojekt „Kunst im sozialen Raum“. Entstanden ist es ursprünglich aus der Frage, wie mit Ängsten und Vorurteilen aus der Bevölkerung und insbesondere der näheren Anwohnerschaft umgegangen werden und somit dem Abbau sozialer Isolation von Drogenkonsumenten Vorschub geleistet werden könnte.

 

KalkKunst

Einmal im Jahr im Herbst organisiert die Stiftung KalkGestalten Kunst im Alltag. Es werden Kunstwerke dort ausgestellt, wo die Kalker BürgerInnen ihren Alltag erleben (Geschäfte, Banken, Sozialeinrichtungen, öffentliche Gebäude). So auch regelmässig bei uns im Junkie Bund Café in Kalk.

 

Heroinwege

Seit einiger Zeit begleitet der freiberufliche Fotograf und Foto-Assistent Robert Funke Biggi und Rene aus Köln durch ihren Alltag.

 

AchtungVerachtung

Angeregt durch die Ausschreibung zum Ideenwettbewerb „Spuren hinterlassen…“ der Kölner Stiftung KalkGestalten im Jahr 2008 formulierten Mitarbeiter von Junkie Bund/VISION und die freien Künstler Nina Marxen und Walbrodt als Projektziel: „Es gilt, Menschen mittels weißer Wände Gestaltungsspielräume zu geben – sie somit zur Kreativität zu ermutigen und die Basis für einen konstruktiven Dialog zu schaffen.“

 

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Kategorienarchiv: Projekte

  Nov 2015

Drogenkurier Nr. 103

Thema

  • Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2015

Download

Drogenkurier Nr. 103 (PDF – 5,4 MB)

15 Sep 2015

Videos vom Fachtag

Fachtag “Herauswachsen aus dem Krieg gegen Drogen”

Dienstag, den 15.9.2015 im Jugendgästehaus Riehl

14 Sep 2015

Aufzeichnung des Jubiläumsempfang im Gürzenich

Jubiläumsempfang “25 Jahre Widerstand”

Montag, den 14.9.2015 im Gürzenich Köln

Hier nun endlich die Aufzeichnung (6 Videos) des gemeinsamen Jubiläumsempfangs zum 25-jährigen Vereinsjubiläum mit der Begrüßung durch Dirk Meyer und den Veranstaltern, mit einem Grußwort der Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, einem Grußwort von Dirk Lesser, einem Beitrag von Jörg Böckem und der Preisverleihung des Celia-Bernecker-Preises und des Josh-von-Soer-Preises.

20 Nov 2015

VISIONäre gegen Rassismus

12 Nov 2015

Neue Wechselausstellung von Daniel Dank

26 Okt 2015

Neue Skulptur

neue Skulptur
„Freundlicher Einschlag“

Künstler: Jochen Höwel (Atelier für Dimensionales)
Material: Stahl, Lack, Findling, gemahlenes Glas
Technik: Stahl schneidgebrannt, geschweißt und beschichtet
Herstellungsjahr: 2013

16 Sep 2015

Seit 25 Jahren im Einsatz

2015-09-16-Wochenspiegel-25Der Vision e.V. hat seit sieben Jahren ein festes Zuhause im Zentrum von Kalk

Kalk (ac). Nach einer bewegten Geschichte mit wechselndem Standorten ist der Vision e.V., gegründet 1990 als „Junkiebund“, in Kalk angekommen. „Hier ist es uns wesentlich besser gelungen, mit Anwohnern ins Gespräch zu gehen“, resümiert Marco Jesse, Geschäftsführer des „Vision e.V.“, über die Zeit am 2008 bezogenen Standort in der Neuerburgstraße. Vorangegangen waren abgelegene Standorte wie „In den Reihen“, die für Klienten schwer erreichbar waren. Der anschließende, zentral gelegene Standort in der Taunusstraße stieß auf Ablehnung der Anwohner, die 2006 in einer Demonstration, organisiert durch den Bürgerverein, mündete. Eine rechts extreme Partei machte sich die Ängste der Bürger zusätzlich zunutze.

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  Sep 2015

Festschrift 25 Jahre VISION e.V. (2015)

Festschrift-cover-webIn dieser Festschrift nimmt die historische Betrachtung der Arbeit des Vereins einen großen Stellenwert ein. Neben chronologischen Betrachtungen der Vereinshistorie kommen hier auch langjährige Besucher und Mitarbeiter zu Wort, die in Interviews ihre Erfahrungen mit der Entwicklung des Vereins im Laufe der Jahre schildern.

15 Sep 2015

Fachtag “Herauswachsen aus dem Krieg gegen Drogen”

Fachtag „Herauswachsen aus dem Krieg gegen Drogen“

Dienstag, den 15.9.2015 im Jugendgästehaus Riehl

Fachtag-webDie Legalisierung von Cannabis ist in aller Munde und das ist auch gut so.

Cannabis ist die am meisten verbreitete illegalisierte Droge. Vor diesem Hintergrund wird die Regulierung des Cannabismarkts und der Kriminalisierung der Konsumenten gesellschaftlich breit diskutiert.

Aber Cannabis denn alles sein?

Was wäre, wenn wir unseren Umgang mit allen illegalisierten  Drogen  radikal  verändern würden? Weg von einer strafrechtsdominierten Kontroll- und Verbotspolitik, hin zu einer an Gesund und Selbstbestimmung orientierten Politik. sowie zu regulierten Drogenmärkten mit Qualitätskontrollen, Verbraucher- und  Jugendschutz.  Die  Stimmen, welche ein Umdenken in der bisherigen  Drogenpolitik fordern, werden immer lauter und vielseitiger – und das aus gutem Grund. Die Dimensionen des durch das Drogenverbot verursachten Elends sind weltweit immens und inzwischen gut belegbar.

Mit diesem Fachtag wollen wir im ersten Teil einen internationalen Überblick zur Legalisierung von Drogen geben und mögliche Wege eines neuen Umgehens auch hier in Deutschland aufzeigen und diskutieren. Auch die polizeiliche Perspektive auf das Drogenverbot werden wir erörtern.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit bereits existierenden legalen Zugangsmöglichkeiten zu Cannabis und Opiaten. Hier geht es um den aktuellen Stand zu Cannabis als Medizin und über aktuelle Entwicklungen in der Substitutionsbehandlung und Diamorphinvergabe.

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14 Sep 2015

Jubiläumsparty

Jubiläumsparty

14 Sep 2015

Jubiläumsempfang „25 Jahre Widerstand“

Jubiläumsempfang „25 Jahre Widerstand“

Montag, den 14.9.2015 im Gürzenich Köln

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Mit einem großen Empfang feiern JES, VISION und akzept (als Mitherausgeber des alternativen Drogen- und Suchtberichts) gemeinsam ihr 25-jähriges Bestehen. Uns vereint die Überzeugung, dass die gleichberechtigte Beteiligung von Usern und ihren Kompetenzen sowohl in der Drogenpolitik als auch in der Gestaltung von Unterstützungsangeboten unerlässlich ist. Unser gemeinsamer Ansatz einer respektvollen und akzeptierenden Drogenarbeit führte uns in den letzten 25 Jahren immer wieder zusammen.

Akzeptierende Drogenarbeit hat gegen erhebliche Widerstände die Drogenhilfelandschaft entscheidend geprägt. Die Fortschritte mussten mühsam erkämpft werden und wären ohne den unermüdlichen Einsatz und die Unterstützung Vieler nicht möglich gewesen. Die erreichten Erfolge wollen wir mit Ihnen gemeinsam feiern!

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03 Sep 2015

Vernissage „Augenblicke“

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12 Aug 2015

Safer Use Fachtag im Rückblick

DSC_0171 (Andere)DSC_0097130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 12. August 2015 in Köln zum Safer Use Fachtag NRW zusammen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam veranstaltet von der Aidshilfe NRW,von akzept NRW, dem Landesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, von VISION e.V. und vom JES Bundesverband.

Die Präventionsangebote beim illegalisierten Substanzkonsum haben sich in den letzten Jahren weiter entwickelt. Dazu Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW: „Safer Use ist effizient! Die Botschaften sind oft so einfach, vom Hände waschen bei intravenösem Konsum bis zur Kenntnis von Wechselwirkungen bei bestimmten Substanzen. Diese Botschaften noch besser in den Zielgruppen bekannt zu machen und die finanziellen, personellen und ideellen Ressourcen hierzu zu beschaffen, das wird auch künftig unsere Aufgabe sein!“

Auf der Tagung haben Praktikerinnen und Praktiker zusammen mit Konsumierenden erprobte und effektive Safer-Use-Techniken in Theorie und Praxis kennengelernt und sich darüber austauscht. Zum einen wurden die aktuellen wissenschaftlichen und sozialpolitischen Erkenntnisse aus dem In- und Ausland dargestellt, darüber hinaus schonende Drogenapplikation anschaulich gezeigt und „trocken“ geübt, ebenso wie Drogennotfalltraining. Ziel ist die Vermittlung von effektiven Safer-Use-Techniken und von Optionen zur Schadenminderung im Bereich illegalisierten Drogenkonsums, unter anderem zur Reduzierung von HIV- und HCV-Übertragungen.

Die Veranstaltung fand in der Fachhochschule Köln – Campus Südstadt statt. Die Tagung wurde gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und vom MÄC AIDS FUND.

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12 Aug 2015

Safer Use Fachtag NRW

Saferuse-Fachtag-webPräventionsangebote beim illegalisiertem Substanzkonsum haben sich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt und die Verbreitung ist erhöht.

Praktikerinnen und Praktiker können bei diesem Fachtag zusammen mit Konsumierenden erprobte und effektive Safer-Use-Techniken in Theorie und Praxis kennenlernen und sich darüber austauschen. Im theoretischen Teil werden die aktuellen wissenschaftlichen und sozialpolitischen Erkenntnisse aus dem In- und Ausland dargestellt. Im praktischen Teil soll schonende Drogenapplikation anschaulich dargestellt und „trocken“ geübt werden, ebenso wie Drogennotfalltraining.

Ziel ist die Vermittlung von effektiven Safer-Use-Tech- niken und von Optionen zur Schadenminderung im Bereich illegalisiertem Drogenkonsums, u.a. zur Reduzierung von HIV- und HCV-Übertragungen. Dieser Fachtag ist ausgerichtet für die Zielgruppe von Präventionsexpertinnen und -experten, Personal aus Aids- und Drogenhilfen sowie Konsumierenden illegalisierter Drogen und Menschen aus Selbsthilfenetzwerken.

VERANSTALTUNGSORT

Fachhochschule Köln – Campus Südstadt
Fakultät 01, Ubierring 48, 50678 Köln
Hörsaal 201

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29 Jul 2015

2 neue Objekte im Skulpturengarten

P1010255P1010266Wir freuen uns über zwei neue Objekte in unserem Skulpturengarten von dem Künstler Georg Overkamp aus Bottrop. Die erste Skulptur „Streck Dich“ findet sich direkt am Eingang zu unserem Gelände zwischen der „Couch“ und unserem Schuppen. Seine zweite Skulptur „Die Königin“ hat links neben der Gedenkstätte für verstorbene Drogengebraucher einen passenden Platz gefunden.