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KISS

BilderKISS2011 023Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum

KISS steht für „Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum“. Es handelt sich hierbei um ein neu entwickeltes verhaltenstherapeutisches Selbstmanagementprogramm („Behavioral Self-Control Training“) zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen (vlg. Körkel & GK Quest, 2005).

KISS richtet sich an Drogengebrauchende Menschen -auch Substituierte- die nicht oder noch nicht abstinent leben können und/oder wollen sich aber mit ihrem Drogenkonsum nicht mehr wohlfühlen und etwas daran ändern wollen.

KISS verändert den Blick. Drogenkonsumenten erfahren sich nicht mehr als hilflos, defizitär und fremdbestimmt, sondern als selbständig zielsetzende, entscheidende und handelnde Personen. MitarbeiterInnen der Drogenhilfe erleben sich nicht als Druck ausübende ÜberredungskünstlerInnen, sondern als wertschätzende und achtsame GesprächsleiterInnen und BegleiterInnen des Veränderungsprozesses.

Die folgenden Flyer stammen von der „integrative drogenhilfe e.V.“ in Frankfurt. Nichts desto trotz bieten wir in Köln KISS an.

Während des KISS Programms finden nach 2-3 Vorgesprächen 12 Gruppensitzungen statt, in denen das Führen eines Konsumtagebuches, Festlegen von wöchentlichen Konsumzielen, Erkennen und Bewältigen von Risikosituationen, der Umgang mit „Ausrutschern“ u.a.m. vermittelt werden.

Selbstkontrollierter Konsum psychoaktiver Substanzen liegt vor, wenn eine Person ihren Substanzgebrauch an einem zuvor festgelegten Konsumplan bzw. Konsumregeln ausrichtet. Selbstkontrollierter Konsum bezeichnet also einen disziplinierten, geplanten und limitierten Substanzgebrauch. In internationalen Programmen ist es üblich, jeweils für eine Woche zu planen:

  • Anzahl drogenfreier Tage
  • maximale Konsummenge an Konsumtagen
  • Gesamtkonsum in der ganzen Woche

(und ggf. weitere Festlegungen vorzunehmen, wie Zeitpunkt, Ort und soziales Umfeld des Konsums).

Zu den Zielen von KISS gehören:

  • Bewusstmachung des Umgangs mit psychoaktiven Substanzen (inkl. Alkohol und Tabak)
  • Stärkung der Änderungsmotivation
  • Aufbau von Selbstmanagementfertigkeiten zur Konsumreduktion/-beendigung für vom KonsumentIn ausgewählte Substanz(en)

Merkmale von KISS

  • Reduktion oder Abstinenz als Ziel möglich.
  • Als Einzel- oder Gruppenprogramm durchführbar.
  • Menschenbild der Humanistischen Psychologie (Ambivalenzmodell „Sucht macht Sinn“) – Respektierung der Entscheidungsautonomie des Konsumenten
  • Klare Programmstruktur entsprechend verhaltenstherapeutischen Selbstmanagementprogrammen: Schrittweise Veränderung in 12 Modulen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.vision-ev.de/angebote/kiss/

Kategorienarchiv: KISS

  Sep 2018

Neue KISS-Gruppe

Wir bieten bei VISION e.V. in guter alter Tradition wieder eine KISS Gruppe („Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum“) an.

Wie zufrieden bist du mit deinem Konsum?

Beschäftigen dich Gedanken wie:

  • Ich würde gerne weniger konsumieren
  • Ich würde gerne eine Substanz weglassen – aber wie soll ich das schaffen?
  • Wie viel konsumiere ich überhaupt täglich?

Im Rahmen der KISS-Gruppe kannst Du den Konsum reflektieren und ggf. völlig selbstbestimmt neue Konsumziele finden.

Die KISS Gruppe wird sich für 12 Wochen zusammenfinden, wöchentlich dienstags ab 16:30 Uhr.

Wenn du Interesse hast oder dich vorab über KISS informieren möchtest, melde dich im Junkie Bund Café bei Claudi oder Jana. Oder schreib eine Mail an kiss@vision-ev.de.

15 Jan 2018

Neue INDRO-Broschüre zum Thema selbstbestimmten Konsums

Veränderungen in Sicht?! Gestaltungsmöglichkeiten selbstbestimmten Gebrauchs illegalisierter Drogen im Zusammenhang mit der Durchführung von KISS-Kursen

Zusammenfassung:
Die Broschüre beschäftigt sich mit Veränderungen hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten selbstbestimmten Gebrauchs illegalisierter Drogen, die, resultierend aus der Durchführung von KISS-Kursen bei VISION e.V., auf den Ebenen der unmittelbar und mittelbar Teilnehmenden zu beobachten sind. Es wird dargelegt, dass selbstbestimmter Gebrauch per se individuell ist, und die Definition dem Subjekt überlassen werden sollte. Im Zuge der Darstellung des Gesamtkontextes selbstbestimmten Gebrauchs und des KISS-Programms wird auf die Illegalisierung, auf deren sich – u.a. bezüglich selbstbestimmten Konsums – als kontraproduktiv herausstellende Wirkungen sowie auf die kritische Rolle des Drogenselbsthilfenetzwerkes JES sowie des dem angehörigen Selbst- und Drogenhilfeträgers VISION e.V. im Drogenhilfesystem eingegangen. Es wird herausgearbeitet, was das KISS-Programm ausmacht, wobei die Zieloffenheit hervorsticht. Schließlich wird in einer Studie mithilfe von sieben Expert*inneninterviews auf drei Ebenen differenziert untersucht, welche Wirkungen die Teilnahme am KISS-Programm in Bezug auf die Gestaltungsmöglichkeiten selbstbestimmten Gebrauchs entfaltet. Im Erkenntnisinteresse steht ebenfalls, was dazu führt, dass KISS in Köln bei der Drogenselbsthilfe (VISION e.V.), jedoch nicht bei der etablierten Drogenhilfe angeboten wird. In den theoretischen Ausführungen und in der Studie werden Wissens- und Haltungsunterschiede innerhalb des Drogenhilfesystems herausgearbeitet und belegt, dass eine zieloffene, respektierende Herangehensweise für die Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten selbstbestimmten Gebrauchs unerlässlich ist. Hinsichtlich der Wirkungen des KISS-Programms stellt sich auf der Ebene der Teilnehmer*innen die Reflexionsfähigkeit hinsichtlich des eigenen Konsums als besonders bedeutsam heraus, die Trainer*innen von VISION e.V. erlangen durch die Strukturiertheit des Programms sowie die dazugehörigen Medien in erster Linie eine Erweiterung methodischer Kompetenzen, während im Drogenhilfesystem mit der Durchführung von KISS eine allmähliche Änderung der Haltung hin zu einer respektierenden – die Möglichkeit eines selbstbestimmten Gebrauchs anerkennenden – Haltung möglich ist.

Jana Reekers (2018): Veränderungen in Sicht?! Gestaltungsmöglichkeiten selbstbestimmten Gebrauchs illegalisierter Drogen im Zusammenhang mit der Durchführung von KISS-Kursen. Münster: INDRO e.V. (100 Seiten)
Preis: 5,00 € plus Porto. Bestelladresse (Lieferung erfolgt mit Rechnung):
INDRO e.V.
Bremer Platz 18-20
D-48155 Münster
Fon: ++49 (0)251-60123
Fax: ++49 (0)251-666580
Email: indroev@t-online.de

  Mrz 2012

Kontrollierter Konsum ist möglich

Die Erfahrungen aus vielen bundesweit angebotenen und durchgeführten KISS Gruppen zeigen, dass unter bestimmten Rahmenbedingungen ein kontrollierter Konsum psychoaktiver Substanzen für einige Menschen durchaus möglich ist. Dazu braucht es natürlich neben Selbstdisziplinin einen Rahmen der dem Leben eine möglichst stabile Struktur gibt.

Ein ausführlicher Bericht findet sich z. Zt. im Blog der Deutschen AIDS Hilfe unter:

http://blog.aidshilfe.de/2012/03/02/kiss-of-life-selbstkontrollierter-drogenkonsum-fur-mehr-gesundheit/

Vielleicht eröffnet dieser Beitrag ja dem einen oder anderen für den Abstinenz aktuell keine Option ist eine neue Perspektive.

Viel Spass beim lesen!

  Sep 2011

Neue KISS-Gruppe

Am Montag, den 19. September 2011 ist die zweite KISS-Gruppe (Kontrolle im selbstbestimmten substanzbezogenen Konsum) in den Räumen von VISION e.V. angelaufen.

Abgezielt wird in dem zwölfteiligen Selbstmanagement-Training besonders auf eine selbstverantwortliche Veränderung bzw. Reduzierung des Drogenkonsums und/oder des Substitutionsmittels.

Die aktuelle Gruppe besteht aus 2 Frauen und 4 Männern. Angeleitet wird die Gruppe von den Trainern Maica Perez Gonzalez und Jochen Lenz (beides Mitarbeiter von VISION e.V.) Die laufende Gruppe ist geschlossen. Es wird jedoch bei Interesse im nächsten Halbjahr eine weitere Gruppe angeboten werden.

  Jun 2009

Erste Kölner KISS Gruppe in Vorbereitung

KISS steht für „Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum“. Es handelt sich hierbei um ein neu entwickeltes verhaltenstherapeutisches Selbstmanagementprogramm („Behavioral Self-Control Training“) zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen (vlg. Körkel & GK Quest, 2005).

KISS richtet sich an Drogengebrauchende Menschen -auch Substituierte- die nicht oder noch nicht abstinent leben können und/oder wollen, sich aber mit ihrem Drogenkonsum nicht mehr wohlfühlen und etwas daran ändern wollen.

KISS verändert den Blick. Drogenkonsumenten erfahren sich nicht mehr als hilflos, defizitär und fremdbestimmt, sondern als selbständig zielsetzende, entscheidende und handelnde Personen. MitarbeiterInnen der Drogenhilfe erleben sich nicht als Druck ausübende ÜberredungskünstlerInnen, sondern als wertschätzende und achtsame GesprächsleiterInnen und BegleiterInnen des Veränderungsprozesses.

Alle Drogengebraucher die an der Teilnahme an diesem Angebot interessiert sind, können sich ab sofort zur Terminvereinbarung mit uns in Verbindung setzen.

KISS Interessierte

KISS Flyer

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