Kategorienarchiv: Presse

20 Jul 2018

Artikel von abbvie

Stigma bekämpfen – Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

Menschen, die Drogen gebrauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten, dazu zählen unter anderem Hepatitis C oder HIV. Doch Betroffene müssen sich nicht nur mit den Erkrankungen selbst auseinandersetzen. Häufig sind sie mit Stigmatisierung konfrontiert, in vielen Fällen basierend auf Vorurteilen und Unwissenheit über die Krankheiten. Diese Ausgrenzungen im sozialen und beruflichen Umfeld können als starke psychische Belastung empfunden werden – und das kann wiederum reale Konsequenzen für die Gesundheit haben: Betroffene ziehen sich zurück und vermeiden das Gespräch. Sie wenden sich nicht an Ärzte und andere Institutionen, um sich zu informieren und adäquate Therapien zu erhalten. Wenn infizierte Drogengebrauchende also aus Angst vor Diskriminierung keine Anlaufstellen zur Aufklärung aufsuchen, kann das Stigma dazu beitragen, dass sich Infektionskrankheiten wie Hepatitis C weiter verbreiten.

Am Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende finden in ganz Deutschland – und mittlerweile auch in einigen Städten im Ausland – jedes Jahr Mahnwachen, Gottesdienste und verschiedene Aktionen statt, um der Toten zu gedenken und über das Thema Drogengebrauch zu informieren. Bereits seit 1989 findet der Gedenktag jährlich am 21. Juli statt und geht auf eine Initiative des NRW-Landesverbandes der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit e. V. zurück.

Auch für uns ist der Tag nicht nur ein Anlass, der Verstorbenen zu gedenken, sondern ein Aufruf und Auftrag: Niemand soll aus Furcht vor Stigmatisierung einen Arztbesuch vermeiden. Ziel des Engagements von AbbVie ist es, Diskriminierung und Ausgrenzung abzubauen. Deswegen engagieren wir uns in verschiedenen Projekten und Initiativen. Wertvolle Tipps, wie Menschen mit Hepatitis mit Diskriminierung umgehen und an wen sie sich wenden können, haben wir in der Broschüre Stärke zeigen – Hepatitis C und Ausgrenzung zusammengefasst. Weitere Informationen bietet ebenso der Artikel Stärke zeigen – Vorurteile abbauen!.

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19 Jul 2018

Konzert für Kölner Drogentote

Konzert für Kölner Drogentote

GEDENKTAG Auf dem Rudolfplatz spielt unter anderem Rolly Brings

Seit dem Jahr 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und Überlebenshilfe, kritisiert das Bündnis für eine akzeptierende Drogenpolitik. Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, erinnern Eltern, Angehörige, Partner, Freunde und andere Kölner an die „Drogentoten“.

Zum Gedenktag findet am kommenden Samstag, 21. Juli, auf dem Rudolfplatz ein Konzert statt. In der Zeit von 12 bis 16 Uhr stehen unter anderem die Liedermacher Klaus der Geiger und Rolly Brings, die Ska-Punk-Band The Schabernacks und die Wave-Formation Death Love And Acid auf der Bühne. Zusätzlich werden Szenen aus dem Theaterstück „Drugland“ gezeigt. Eva Schaaf, Pfarrerin der Justizvollzugsanstalt Ossendorf, hält eine Gedenkrede. Gegen 15 Uhr wird es verschiedene Gedenkaktionen mit Fackeln und Ballonflug geben. Zum Gedenktag kommen auch Vertreter der Kölner Sucht- und Selbsthilfe sowie von verschiedenen Abteilungen der Stadt Köln zusammen, um auf Angebote hinzuweisen und den Ausbau niedrigschwelliger Hilfe einzufordern. Organisatoren der Veranstaltung sind die Stadt, die Aidshilfe, Alexianer, Jobcenter und andere Initiativen. (red) www.gedenktag.koeln

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  Jul 2018

Drogenkurier Nr. 114

Titel-Thema

  • Die Opioid-Krise in den USA – auch in Deutschland möglich?

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Drogenkurier Nr. 114 (3,2 MB)

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  Jul 2018

Alles auf null

Alles auf null

Das Aus für den Drogenkonsumräum am Neumarkt wirft das Hilfskonzept um Jahre zurück

Eigentlich sollte im August ein Drogenkonsumräum am Neumarkt eröffnen. Menschen, die sich öffentlich Heroin spritzen, sollten Vergangenheit sein. Doch daraus wird nichts. Anfang Juni wurde bekannt, dass der Vermieter des Hauses an der Thieboldsgasse, in dem der Drogenkonsumräum eingerichtet werden sollte, den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat. Die Verwaltung habe kein überzeugendes Sicherheitskonzept vorgelegt, so die Begründung.

„Das ist eine fatale Entwicklung“, sagt Marco Jesse, Geschäftsführer des Drogenhilfevereins Vision. „Damit gerät das gesamte Hilfskonzept der Stadt ins Stocken.“ Denn der Konsumraum war Grundlage für ein komplexes Hilfesystem mit niedrigschwelligen Angeboten für die Bewältigung des Alltags, Hilfen zum Suchtausstieg sowie Wohnungs- und Jobvermittlungen. Der Rat der Stadt hatte das Konzept vergangenen Herbst nach jahrelangen Diskussionen beschlossen und 3 Mio. Euro bewilligt, um das Elend der Drogenabhängigen zu lindern.

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23 Jun 2018

Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil

Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil

Für ein Konsummobil als Hilfsangebot für die Drogenszene am Neumarkt haben sich nun auch die IG Neumarkt als Vertretung der Geschäftsleute sowie die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt ausgesprochen. „Das vom Sozialdienst Katholischer Männer vorgelegte Konzept hat unsere volle Unterstützung“, erklärte der Inhaber des Sanitätshauses Stortz, Walter Schuch, im Namen beider Vereinigungen. Mit einem Mobil könne der Bedarf an verschiedenen Standorten stadtweit getestet werden, angebunden an schon existie-‚ rende Kontakt- und Beratungsangebote. „Das wäre ein Schritt hin zu einer Dezentralisierung der Hilfe. Uns geht es darum, die Konzentration der Szene am Neumarkt aufzulösen.“

Dass ein Konsummobil nur eine Zwischenlösung sein wird, hält Schuch indes für unwahrscheinlich. „Es dürfte der Stadt schwer fallen, einen gewerblichen Vermieter für einen Drogen-konsumraum, noch dazu in der geplanten Größe, zu finden.“ Für ein Konsummobil als Zwischenlösung hatten sich zuvor bereits die CDU und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) ausgesprochen.

Unterdessen hat Sozialdezernent Harald Rau eine neue Variante ins Spiel gebracht. „Ich lasse prüfen, ob man die Räume der alten Toilettenanlage auf der Ostseite des Neumarkts so umbauen kann, dass sie als Drogenkonsum-raum nutzbar wären“, sagte Rau dem „Express“. Die Anlage liege zwar unterirdisch und verfüge über kein Tageslicht, hätte aber den Vorteil, dass sie sich in unmittelbarer Nähe der Szene befindet. „An der Stelle des Neumarkts ist wenig bis kein Publikumsverkehr, auch das könnte für diese Lösung sprechen“, so Rau. (jac)

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23 Jun 2018

Suche nach einem Drogenkonsumraum am Neumarkt

Suche nach einem Drogenkonsumraum am Neumarkt
Platz für die Kölner Fixer im Untergrund-WC?

von ROBERT BAUMANNS

Köln – Junkies sitzen in Hauseingängen und setzen sich ihre Spritzen, auf Entzug rennen sie brüllend durch die Straßen und randalieren. Sie kaufen ihre Drogen, trinken Alkohol. Es ist ein alltägliches Bild auf dem Neumarkt und in den Straßen ringsum. Und weil ein Hauseigentümer einen Mietvertrag mit der Stadt für ein Ladenlokal in der Thieboldsgasse wieder zurückgezogen hat, ist die Stadt bei der Suche nach einem Drogenkonsumraum wieder bei Null. Doch Lösungen zeichnen sich ab.

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23 Jun 2018

Razia am Ebertplatz

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21 Jun 2018

Verband will Konsummobil am Neumarkt

Verband will Konsummobil am Neumarkt

DROGEN Dezernent Rau lässt Konzept prüfen – Kosten von bis zu 80 000 Euro

VON TIM ATTENBERGER

Der Sozialdienst .Katholischer Männer (SKM) Köln will als Zwischenlösung für den Neumarkt ein Drogenkonsummobil anschaffen. Der Verein Fixpunkt in Berlin verfügt bereits seit 2003 über ein solches Angebot, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch berichtete. „Wir haben uns bei den Kollegen in Berlin informiert und halten das auch in Köln für machbar“, sagte Andreas Hecht, Fachbereichsleiter Gesundheits- und Integrationshilfe beim SKM.

Der zum Drogenkonsummobil umgebaute Kleintransporter soll 60000 bis 80000 Euro kosten. „Die Bestellung und der Umbau würden nur vier Monate dauern“, sagte Hecht. So wäre es möglich, der Drogenszene am Neumarkt und den Anwohnern innerhalb kürzester Zeit zu helfen. Als Standort käme der Josef-Haub-rich-Hof an der Zentralbibliothek infrage. Ein stationärer Konsumraum scheiterte zuletzt daran, dass der Eigentümer einer Immobilie an der Thieboldsgasse den Mietvertrag kündigte. Hecht zeigte sich überzeugt, dass die Suche nach einem neuen Standort viel Zeit in Anspruch nehme. „Da könnte ein Konsummobil die ideale Zwischenlösung sein“, sagte er. Wie in Berlin will der SKM vor Ort auch sozialarbeiterische Hilfen und eine Beratung anbieten. Der Stadt liegt das Konzept vor.

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20 Jun 2018

Konsummobil als schnelle Lösung

 

Konsummobil als schnelle Lösung

Drogenszene Die Suche nach einer neuen Immobilie im Bereich des Neumarkt dürfte langwierigwerden

VON TIM ATTENBERGER

Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit einen Schuss setzen und denen im Fall einer Überdosierung niemand schnell zur Hilfe eilen kann, werden rund um den Neumarkt auch weiterhin zum Alltag gehören. Nachdem der Eigentümer vor zwei Wochen den Mietvertrag mit der Stadt für einen neuen Drogenkonsümraum an der Thie-boldsgasse 146 kündigte, fange die Stadt jetzt wieder bei Null an, sagte Sozialdezernent Harald Rau. Die Suche nach einer neuen Immobilie dürfte sehr wahrscheinlich schwierig und entsprechend langwierig werden, zumal sich vor Ort eine Bürgerinitiative gegründet hat, die Druck ausübt.

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  Mai 2018

Pressemitteilung von JES, akzept und Deutsche Aids-Hilfe

Die Polizei löst keine Drogenprobleme

BKA-Bericht zur Rauschgiftkriminalität stellt polizeiliche Aktivitäten in den Vordergrund. Was Schäden durch Drogenkonsum stattdessen nachhaltig reduzieren könnte, zeigen Fachverbände in einer neuen Handreichung für die Politik: „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundeskriminalamt haben heute mit einer Pressekonferenz in Wiesbaden ihren Bericht zur „Rauschgiftkriminalität 2017“ vorgestellt.

Dazu erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes akzept e.V.:

„Bei allem Respekt für Polizeiarbeit: Drogenprobleme löst man nicht mit strafrechtlicher Verfolgung von Konsumierenden. Der fortgesetzte Anstieg der Delikte spiegelt einen teuren Kampf gegen Windmühlen, der Unsummen verschlingt, ohne das Problem zu lösen: Illegale Substanzen sind heute so leicht und billig zu bekommen wie nie. Es ist Zeit für neue, wissenschaftlich abgesicherte Wege.“
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