Kategorienarchiv: Presse

08 Mai 2019

Mortler für Substitution und Spritzentausch in Haft

Drogenbeauftragte rügt Länder wegen Umgang mit Süchtigen

Marlene Mortler (CSU) ist bereits seit 2014 die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. (Foto: Soeren Stache/dpa)

Gerade für Abhängige in Gefängnissen sei die Situation kritisch, sagt Marlene Mortler von der CSU. Sie tadelt vor allem Bayern.

Von Ronen Steinke, Berlin

Ungewöhnlich deutlich hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), die repressive Politik gegenüber Heroinabhängigen in vielen unionsregierten Bundesländern, vor allem aber in ihrer Heimat Bayern kritisiert. In vielen Gefängnissen werde Süchtigen noch immer eine fachgerechte Hilfe vorenthalten, bemängelte Mortler bei einer Veranstaltung mit Vertretern der Pharmaindustrie im Bundestag am Mittwoch. Die Rede lag der Süddeutschen Zeitung vorab vor. So würden Gefangene oft keine Möglichkeit erhalten, unter ärztlicher Aufsicht den Ersatzstoff Methadon einzunehmen.

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21 Feb 2019

Das neue Wohnzimmer der Kalker

Das neue Wohnzimmer der Kalker

Großer Andrang beim Werkstattverfahren zur Erschließung der ehemaligen Maschinenbauhallen

VON NORBERT RAMME

Kalk. „Das Gelände rund um die Hallen Kalk war mit eines der ersten Projekte, die ich mir als Baudezernent in Köln angeguckt habe“, sagte Markus Greitermann. „Da war mir gleich klar: Wir sollen und müssen uns darum kümmern.“ 20 Monate nach dem ersten Werkstattverfahren zur Neugestaltung des Areals der ehemaligen Industriehallen von Klöckner-Humboldt-Deutz, folgt nun eine weitere Phase, bei der der aktuelle Planungsstand sowie eine Machbarkeitsstudie vorgestellt werden sollte.

Die Beteiligten

Knapp 400 Bürger waren in die Aula des Kaiserin-Theophanu-Gymnasiums an der Kantstraße gekommen. Darunter zahlreiche Vertreter aus Stadtrat und Kommunalpolitik sowie Mitarbeiter von Vereinen und Initiativen. Architekten, Landschaftsplaner und Verwaltungsmitarbeiter waren ebenfalls anwesend, um mit den Interessierten zu diskutieren und Ideen einzubringen.

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05 Dez 2018

Die Köln-Umfrage

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05 Nov 2018

Drogenkonsumraum – Politiker wollen nicht mehr länger warten

Drogenkonsumraum in Kölner Innenstadt
Politiker wollen nicht mehr länger warten

Köln – So viel Einmütigkeit ist selten: Weil sich der seit Jahren geplante Drogenkonsumraum am Neumarkt weiter verzögert, fordern CDU, Grüne, SPD und FDP von der Verwaltung nun, sich um ein Drogenkonsummobil zu kümmern. In einem gemeinsamen Antrag für den Gesundheitsausschuss wollen sie die Stadt beauftragen, zwei geeignete Fahrzeuge anzuschaffen und einen in der Suchthilfe erfahrenen Träger zu suchen. Konkret geht es um ein Fahrzeug, etwa einen umgebauten Sprinter, in dem der eigentliche Konsum stattfinden soll, und ein Beratungsmobil. Als Zwischenlösung sollen sie für schnelle Entlastung sorgen, bis eine Immobilie für einen stationären Raum gefunden ist.

„Wir müssen endlich mit einem Hilfsangebot ans Netz gehen, anstatt weiter perfektionistisch an der Gold-Lösung zu planen“, sagt der Ausschussvorsitzende und Grünen-Politiker Ralf Unna. Auslöser für die Initiative war ein Fachgespräch, zu dem das Gesundheitsamt unter anderem einen Verein aus Berlin eingeladen hatte, der dort bereits seit längerem ein Konsummobil betreibt. „Obwohl die dort geschilderten Erfahrungen durchweg positiv waren, hat die Stadt ihre Bedenken aufrechterhalten. Das fanden wir alle irritierend“, begründet Ursula Gärtner von der CDU den gemeinsamen Antrag, der den Druck auf die Verwaltung erhöhen soll. „Auf die optimale Lösung warten wir schon viel zu lange“, kritisiert auch Michael Paetzold von der SPD.

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05 Nov 2018

Drogenkonsumraum – Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Drogenkonsumraum für Kölner Innenstadt
Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Köln – In Berlin gibt es sie schon: mobile Konsumräume in umgebauten Kleintransportern, in denen sich Abhängige ihre Drogen verabreichen können. Ob dies auch eine Lösung für den Kölner Neumarkt sein könnte, wo bislang alle Bemühungen, einen stationären Konsumraum einzurichten gescheitert sind, darüber herrscht bislang Uneinigkeit. Der Sozialdienst Katholischer Männer, der den Drogenkonsumraum am Hauptbahnhof betreibt, hatte bereits im Juni dieses Jahres angekündigt, ein Drogenkonsummobil als Zwischenlösung anschaffen zu wollen. Damit könnten auch die Anwohner von den Vorteilen überzeugt werden, hieß es seinerzeit. Sozialdezernent Harald Rau indes hält die mobile Variante für „keine gute Lösung“.

Erfahrungen aus Berlin

Das Kölner Gesundheitsamt veranstaltete nun ein Fachgespräch zum Thema „Erfahrungen aus Berlin und NRW“, bei dem die Vor- und Nachteile der jeweiligen Drogenhilfeangebote beleuchtet werden sollten. Zu den Referenten gehörte auch Astrid Leicht, Geschäftsführerin des Vereins Fixpunkt, der in Berlin bereits seit 2003 ein mobiles Angebot betreibt.

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25 Sep 2018

Bürger wollen weiter mitreden

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20 Jul 2018

Artikel von abbvie

Stigma bekämpfen – Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

Menschen, die Drogen gebrauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten, dazu zählen unter anderem Hepatitis C oder HIV. Doch Betroffene müssen sich nicht nur mit den Erkrankungen selbst auseinandersetzen. Häufig sind sie mit Stigmatisierung konfrontiert, in vielen Fällen basierend auf Vorurteilen und Unwissenheit über die Krankheiten. Diese Ausgrenzungen im sozialen und beruflichen Umfeld können als starke psychische Belastung empfunden werden – und das kann wiederum reale Konsequenzen für die Gesundheit haben: Betroffene ziehen sich zurück und vermeiden das Gespräch. Sie wenden sich nicht an Ärzte und andere Institutionen, um sich zu informieren und adäquate Therapien zu erhalten. Wenn infizierte Drogengebrauchende also aus Angst vor Diskriminierung keine Anlaufstellen zur Aufklärung aufsuchen, kann das Stigma dazu beitragen, dass sich Infektionskrankheiten wie Hepatitis C weiter verbreiten.

Am Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende finden in ganz Deutschland – und mittlerweile auch in einigen Städten im Ausland – jedes Jahr Mahnwachen, Gottesdienste und verschiedene Aktionen statt, um der Toten zu gedenken und über das Thema Drogengebrauch zu informieren. Bereits seit 1989 findet der Gedenktag jährlich am 21. Juli statt und geht auf eine Initiative des NRW-Landesverbandes der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit e. V. zurück.

Auch für uns ist der Tag nicht nur ein Anlass, der Verstorbenen zu gedenken, sondern ein Aufruf und Auftrag: Niemand soll aus Furcht vor Stigmatisierung einen Arztbesuch vermeiden. Ziel des Engagements von AbbVie ist es, Diskriminierung und Ausgrenzung abzubauen. Deswegen engagieren wir uns in verschiedenen Projekten und Initiativen. Wertvolle Tipps, wie Menschen mit Hepatitis mit Diskriminierung umgehen und an wen sie sich wenden können, haben wir in der Broschüre Stärke zeigen – Hepatitis C und Ausgrenzung zusammengefasst. Weitere Informationen bietet ebenso der Artikel Stärke zeigen – Vorurteile abbauen!.

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19 Jul 2018

Konzert für Kölner Drogentote

Konzert für Kölner Drogentote

GEDENKTAG Auf dem Rudolfplatz spielt unter anderem Rolly Brings

Seit dem Jahr 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und Überlebenshilfe, kritisiert das Bündnis für eine akzeptierende Drogenpolitik. Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, erinnern Eltern, Angehörige, Partner, Freunde und andere Kölner an die „Drogentoten“.

Zum Gedenktag findet am kommenden Samstag, 21. Juli, auf dem Rudolfplatz ein Konzert statt. In der Zeit von 12 bis 16 Uhr stehen unter anderem die Liedermacher Klaus der Geiger und Rolly Brings, die Ska-Punk-Band The Schabernacks und die Wave-Formation Death Love And Acid auf der Bühne. Zusätzlich werden Szenen aus dem Theaterstück „Drugland“ gezeigt. Eva Schaaf, Pfarrerin der Justizvollzugsanstalt Ossendorf, hält eine Gedenkrede. Gegen 15 Uhr wird es verschiedene Gedenkaktionen mit Fackeln und Ballonflug geben. Zum Gedenktag kommen auch Vertreter der Kölner Sucht- und Selbsthilfe sowie von verschiedenen Abteilungen der Stadt Köln zusammen, um auf Angebote hinzuweisen und den Ausbau niedrigschwelliger Hilfe einzufordern. Organisatoren der Veranstaltung sind die Stadt, die Aidshilfe, Alexianer, Jobcenter und andere Initiativen. (red) www.gedenktag.koeln

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  Jul 2018

Drogenkurier Nr. 114

Titel-Thema

  • Die Opioid-Krise in den USA – auch in Deutschland möglich?

Download

Drogenkurier Nr. 114 (3,2 MB)

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  Jul 2018

Alles auf null

Alles auf null

Das Aus für den Drogenkonsumräum am Neumarkt wirft das Hilfskonzept um Jahre zurück

Eigentlich sollte im August ein Drogenkonsumräum am Neumarkt eröffnen. Menschen, die sich öffentlich Heroin spritzen, sollten Vergangenheit sein. Doch daraus wird nichts. Anfang Juni wurde bekannt, dass der Vermieter des Hauses an der Thieboldsgasse, in dem der Drogenkonsumräum eingerichtet werden sollte, den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat. Die Verwaltung habe kein überzeugendes Sicherheitskonzept vorgelegt, so die Begründung.

„Das ist eine fatale Entwicklung“, sagt Marco Jesse, Geschäftsführer des Drogenhilfevereins Vision. „Damit gerät das gesamte Hilfskonzept der Stadt ins Stocken.“ Denn der Konsumraum war Grundlage für ein komplexes Hilfesystem mit niedrigschwelligen Angeboten für die Bewältigung des Alltags, Hilfen zum Suchtausstieg sowie Wohnungs- und Jobvermittlungen. Der Rat der Stadt hatte das Konzept vergangenen Herbst nach jahrelangen Diskussionen beschlossen und 3 Mio. Euro bewilligt, um das Elend der Drogenabhängigen zu lindern.

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