Gedenktag

21. Juli – Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Protest-, Aktions- und Trauertag

Das Thema Tod begleitet uns ständig durch unsere tägliche Arbeit. Immer wieder versterben Besucher an den Folgen schlechter Konsum- und Lebensbedingungen. Jahrelange Stigmatisierung und Ausgrenzung verbunden mit permanentem Verfolgungsdruck führen in vielen Fällen zu einem so schlechten Allgemeinzustand, dass die Gefahr einer unbeabsichtigten Überdosierung massiv steigt.
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Kategorienarchiv: Gedenktag

  Aug 2018

Drogenkurier Nr. 115

Cover Drogenkurier Nr. 115

Thema

  • Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

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Drogenkurier Nr. 115 (8 MB)

21. Juli 2018 in Köln

Große Veranstaltung in der Innenstadt auf dem Rudolfplatz

Wie schon im Vorjahr trommelte VISION e.V. in Köln verschiedene Vertreter des Kölner Drogenhilfesystems, der Selbsthilfe, der Stadt und der Aidshilfen zusammen, um gemeinsam den Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen zu begehen. In regelmäßigen Planungstreffen mit allen Beteiligten formte sich die Idee, zum 20-jährigen Jubiläum des Gedenktags ein etwas größeres Event mit Bühnenprogramm auf dem Rudolfplatz zu veranstalten. Die Mahnwache am Neumarkt in der Innenstadt und die anschließende Gedenkfeier in Kalk, welche die letzten Jahre geprägt hatte, wurden so in einer Veranstaltung vereint.
Der Rudolfplatz wurde auch deshalb für den 21. Juli gewählt, da bereits die ersten Gedenktage in Köln dort stattfanden, womit wir geschichtlich anknüpfen und gewissermaßen den Kreis schließen konnten. An dem sonnigen und warmen Samstag erreichten wir in dem regen Treiben der Innenstadt direkt an den Kölner Ringen vor der tollen Kulisse des Hahnentores viele Menschen und trugen so sehr dazu bei, das Thema Drogengebrauch und den unnötigen Tod vieler Drogengebraucher*innen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

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21 Jul 2018

Fotos vom Gedenktag

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21 Jul 2018

Ende des Gedenktags mit The Schabernacks

Nach dem besinnlichen Gedenkanteil des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen am 21.07.2018 auf dem Rudolfplatz in Köln brachten The Schabernacks mit ihrem Ska-Punk „Gute-Laune“-Musik auf die Bühne.

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21 Jul 2018

Gedenkrede von Pastor Andreas Hübner

Der Pastor im Ehrenamt Andreas Hübner aus Odenthal sprach am Gedenktag die Gedenkrede und verstand es gut, das Thema des Tages zu erörtern und die Zuhörer in sehr angemessener Art und Weise anzusprechen.

Er griff u.a. das Theaterstück auf: „Man sah das Kämpfen und das Leben. Man sah das Fallen und das Auffangen. Man sah das zum Himmel sich hochrecken. Am Ende ist es eine ganze Geschichte des Ringens um Leben gewesen.“

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21 Jul 2018

Interview im Domradio

Interview mit Pastor Andreas Hübner zum Gedenktag

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21 Jul 2018

Gedenktag – Drugland Szene 2

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

In der zweiten Szene erzählt Ozman, was für ihn Entzug bedeutet. Um dies zu verdeutlichen, bat er die Zuschauer für eine gewisse Zeit die Luft anzuhalten. Sie sollten sich vorstellen, dass sie sich in einer giftigen Atmosphäre befinden würden und wenn sie dem Verlangen durchzuatmen nachgeben würden, sie sterben müssten. Nicht jeder schaffte die etwa 1,5 Minuten. Der Überlebensinstinkt ist stärker. Und ähnlich fühlt es sich auf Entzug an. Der ständige Gedanke bei Qualen und Schmerzen ist present. Nur ein Schuss und alles ist wieder gut.

Während der professionelle Tänzer die Torturen eines Entzugs auf sehr emotionale und plastische Art verdeutlicht, erzählt Ozman weiter von seinen Rückfällen und Therapien.

Auch die zweite Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ nahm die Zuschauer eindrücklich mit in eine andere Welt.

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21 Jul 2018

Gedenktag – Drugland Szene 1

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

Nach dem Musikprogramm hörte man eine weibliche Stimme über die Lautsprecher. Wo kam sie her? Wer sprach da? Fragende Blicke gingen über den Rudolfplatz, bis manche auf die vor der Bühne mit gesenktem Kopf sitzende Frau aufmerksam wurden. Ist sie es?

Die Stimme berichtete von Ihrer Multiple Sklerose Diagnose (MS) und ihren Problemen. Durch ihren Freund kam sie zu Heroin und stellte fest, dass es ihr dabei hilft, die Symptome der MS besser zu ertragen. Mittlerweile sitzt sie nicht mehr im Rollstuhl und sie meinte, sie könnte zwar keinen Marathon laufen, aber sie wäre zufrieden.

Plötzlich lief ein Geschäftsmann im Anzug mit Rollkoffer quer über den Platz an ihr vorbei, blieb stehen, schaute sich um und noch mehr fragende Blicke machten die Runde. Als dann der Mann sich neben die Frau setzte und Musik erklang, wurde vielen langsam klar, dass hier wohl etwas dargeboten wird.

Die erste Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ des Sommerblutfestivals hat uns und alle Gäste sehr berührt. Sie fesselte, liess einige Münder offen stehen und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.

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21 Jul 2018

Auftritt von Rolly Brings am Gedenktag

Der Auftritt des Kölner Liedermachers Rolly Brings am Gedenktag war leider viel zu kurz.

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21 Jul 2018

DLAA: History Of Sorrow & Heaven

Hier die zwei zum Gedenktag besonders gut passenden Stücke von Death Love And Acid (DLAA): „History Of Sorrow“ und „Heaven“.

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21 Jul 2018

Eröffnung des Bühnenprogramms

Der Kölner Liedermacher und Straßenmusiker Klaus der Geiger eröffnete das Bühnenprogramm schneller, als erwartet, so dass die Veranstalter-Begrüßung durch Marco Jesse zwischengeschoben wurde.

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