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20 Jul 2019

Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

Wie schon im Vorjahr trommelte VISION e.V. in Köln verschiedene Vertreter des Kölner Drogenhilfesystems, der Selbsthilfe, der Stadt und der Aidshilfen zusammen, um gemeinsam den Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen zu begehen.

Da das eigentliche Datum (21.7.) dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, haben wir uns entschieden, ihn um einen Tag vorzuziehen. So erreichen wir am Samstag, den 20.7. in der Innenstadt wohl mehr Leute, als es sonntags der Fall wäre.

Der Rudolfplatz als Veranstaltungsort wurde auch deshalb wie im Vorjahr gewählt, da bereits die ersten Gedenktage in Köln dort stattfanden, womit wir geschichtlich anknüpfen konnten. An dem sonnigen und warmen Samstag erreichten wir in dem regen Treiben der Innenstadt direkt an den Kölner Ringen vor der tollen Kulisse des Hahnentores viele Menschen und trugen so sehr dazu bei, das Thema Drogengebrauch und den unnötigen Tod vieler Drogengebraucher*innen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Gedenktag-Plakat-A4-druck

 

Presseerklärung | Flugblatt

Gedenktag in Köln – Samstag, 20. Juli 2019
71 Drogentote sind zu viel!

Um nahezu die Hälfte ist die Zahl der an Folgen von Drogenkonsum verstorbenen Menschen in Köln gestiegen. Die Organi-satoren des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen halten dies für ein alarmierendes Zeichen und sehen dringenden Handlungsbedarf. Um dies in das öffentliche Bewusstsein zu bringen und gleichzeitig die Bandbreite der aktu-ellen Hilfsangebote darzustellen, richtet ein breites Bündnis von Akteuren der Selbst-, Drogen- und Aidshilfe eine Veranstaltung auf dem Rudolfplatz aus.

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Letzte Beiträge

19 Jul 2019

Artikel in Junge Welt

Verfehlte Drogenpolitik
Tödliche Bilanz

Drogenpolitik der Bundesregierung gefährdet Menschenleben, warnen Experten. Internationaler Gedenktag für verstorbene Konsumenten am Sonntag

Von Markus Bernhardt

Seit Jahren fordern Suchtmediziner, Angehörige von Drogengebrauchern und Betroffene ein Umdenken in der herrschenden Drogenpolitik. Warum die nötig wäre, zeigen aktuelle Zahlen: Alleine im letzten Jahr starben in der Bundesrepublik 1.276 Menschen an den Folgen des Konsums illegalisierter Stoffe. 191 Menschen – und damit satte 14 Prozent mehr als im Vorjahr – kamen 2018 alleine in Berlin ums Leben. Jeder Todesfall kann auch als Anklage gegenüber der bislang betriebenen Kriminalisierung, Ausgrenzung und unterlassenen Hilfeleistung von Konsumenten verstanden werden.

Erst im Juni hatte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ihren jährlich erscheinenden Bericht mit aktuellen Daten vorgestellt. Darin heißt es, schätzungsweise rund 96 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger im Alter zwischen 15 und 64 Jahren hätten mindestens einmal in ihrem Leben illegalisierte Drogen genommen. Allein im letzten Jahr sollen der EBDD zufolge geschätzt 19,1 Millionen der 15- bis 34jährigen (16 Prozent) verbotene Stoffe konsumiert haben. Im Jahr 2017 wurden in der EU schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen wegen des Drogengebrauchs behandelt.

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17 Jul 2019

Gedenktag-Ankündigung auf KVB-Infoscreens

Videospot zur Ankündigung der Veranstaltung auf dem Rudolfplatz am 20.7.2019 in Köln anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen. Das Video ist 10 Sekunden lang und wird zu den folgenden Zeiten auf den Infoscreens der KVB zu sehen sein:

– Mittwoch, 17.7.2019 zwischen 15 und 18 Uhr
– Samstag, 20.7.2019 zwischen 9 und 12 Uhr

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09 Jul 2019

Streetwork Bulli unterwegs

Der Streetwork Bulli ist ab jetzt unterwegs in Ostheim und Mülheim! Wir können euch beraten und evtl. bei der ein oder anderen Thematik weiterhelfen.

Unsere generellen Standzeiten sind:

Dienstag:
10:00 – 11:30 Uhr – KVB Haltestelle (Ostheim)
11:45 – 12:15 Uhr – Kiosk an der Gernsheimerstraße (Ostheim)
12:30 – 14:00 Uhr – Wiener Platz (Köln-Mülheim)

Donnerstag:
10:00 – 11:30 Uhr – KVB Haltestelle (Ostheim)
11:45 – 12:15 Uhr – Kiosk an der Gernsheimerstraße (Ostheim)
12:30 – 14:00 Uhr – Wiener Platz (Köln-Mülheim)

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03 Jul 2019

Neue Öffnungszeiten in Meschenich

Wir haben die Öffnungszeiten unseres Kontaktladens in Meschenich angepasst: mittwochs schließen wir eine Stunde früher um 17 Uhr – dafür stehen wir Euch freitags eine Stunde länger bis 14 Uhr zur Verfügung.

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02 Jul 2019

Demonstration zum Werkstattgespräch Kalk-Süd

Das nächste „Werkstattgespräch“ zur zukünftigen Entwicklung des ehemaligen KHD-Geländes im Kalker Süden stand an. Bei der letzten Veranstaltung dieser Art im Februar wurden die Vorschläge, Fragen und Bedenken der örtlichen Bevölkerung weitgehend ignoriert. Das lassen wir uns nicht gefallen. Wir Kalkerinnen und Kalker reden mit. Wir wollen demokratisch entscheiden, was in unserem Stadtteil geschieht. Daher waren wir dabei und demonstrierten von Kalk Post aus zu den Abenteuerhallen, wo um 18 Uhr das nächste Werkstattgespräch begann.

Wir wollen nicht noch mehr Büros, mehr Durchgangsverkehr, mehr für uns unbezahlbare Wohnungen.

Wir wollen nicht noch mehr Beton und Verdichtung in unseren ohnehin dicht bebauten Veedeln.

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18 Jun 2019

Sie spritzt, Er spritzt

Streit über provokante Installation

Heroin statt Kölsch – Künstler kopieren bekannte Reissdorf-Reklame

VON BETTINAJANECEK

Ein Mann und eine Frau trinken Kölsch. Immer im Wechsel, öffentlich und für jeden sichtbar, tagein, tagaus und auch nachts. Seit 1968 hängt die blinkende Reissdorf-Reklame an einer Hausfassade am Rudolfplatz. Mittlerweile steht sie unter Denkmalschutz. Nun hat die kölsche Werbe-Ikone zumindest zeitweise ein Pendant bekommen. Seit Freitag steht die Figur auf dem Neumarkt und sorgt für Aufregung. Denn die Skulptur, für die die Reissdorf-Werbung ganz offensichtlich Pate gestanden hat, trinkt nicht, sie setzt sich einen Schuss Heroin. Eine Provokation auf einem Platz, der nicht nur das Shopping-Zentrum der Stadt ist, sondern seit vielen Jahren auch einer der größten Drogen-Hotspots. Legaler Konsum versus illegaler Konsum – das ist die Idee.

„Sie spritzt, Er spritzt (Konsumfreiraum)“ ist der Titel der Installation, die die beiden Wiener Künstler Alexandra Berlinger und Martin Wagner im Rahmen des Impulse Theater-Festivals entwickelten und die zu dem vierteiligen Kunstprojekt „Angstraum Köln“ gehört. Die Idee sorgte sogleich für heftigen Gegenwind. Die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt, ein Aktionsbündnis von Geschäftsleuten und Anwohnern gegen den am Neumarkt geplanten Drogenkonsumraum, fragte sogleich provokant: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Guido Köhler, Vorsitzender der Bürgerinitiative, zeigt sich entsetzt.„Das ist eine Verherrlichung und Verharmlosung von Heroin und anderen harten Drogen, die an die Grenzen dessen stößt, was man ertragen kann.“ Hier werde Kunst auf dem Rücken der Abhängigen gemacht mit dem politischen Ziel, Drogen zu legalisieren. Auch Reissdorf distanzierte sich von der Aktion und kündigte an, einen Anwalt einzuschalten. Gesundheitsdezernent Harald Rau dagegen, der sich seit Jahren für die Einrichtung eines Drogenkonsumraums in Neumarkt-Nähe einsetzt, unterstützt das Projekt. „Ich freue mich, dass auch Kulturschaffende das problematische Thema »öffentlicher Drogenkonsum« aufgreifen und es so einmal aus ganz anderer Perspektive in der Stadtgesellschaft sichtbar wird“, sagte er dem „Express“.

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18 Jun 2019

Rückblick und Perspektive für Überlebenskämpfer

Sommerblut: Rückblick und Perspektive für Überlebenskämpfer

Text: Alida Pisu | Bilder: Nathan Dreessen

Gerade ging das 18. Sommerblut-Kulturfestival zu Ende. Anlass für Festivalleiter Rolf Emmerich, in eine kurze Bilanz zu ziehen. „Das Festival-Thema war in 2019 ja „Glaube“. Wir sind inhaltlich sehr zufrieden, haben unglaubliche Themen bewegt, mit ganz unterschiedlichen Facetten. Wenn ich nur mal an den Eröffnungstag denke, wo wir es am Tanzbrunnen in Kooperation mit dem LVR (Landschaftsverband Rheinland) geschafft haben, mit dem Tag der Begegnung eine Veranstaltung im inklusiven Kulturprogramm zu füllen. Es waren 5.000 Menschen da, das ist schon eine Riesennummer. Das absolute Highlight aber war das Festival der Religionen im Bürgerhaus Stollwerck. Mich hat es unglaublich gefreut, was für eine Leichtigkeit und Offenheit dieser Tag hatte. Und dann waren da auch noch die vielen Eigenproduktionen, insgesamt acht, plus Gastspiele.“

Eine der Eigenproduktionen des Festivals ist „Das Mädchen ohne Hände“ der Gruppe Drugland, in der größtenteils Menschen mit langjährigen Drogenerfahrungen mitwirken. Warum macht Ihr eine solche Produktion?
Rolf Emmerich: „Es ist ja der Grundansatz von Sommerblut, dass wir Projekte mit sogenannten Experten des Lebens, auch des Lebens am Rand der Gesellschaft, machen: Geflüchtete, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung usw. In Verbindung mit Profis. Natürlich steckt immer auch der Gedanke dahinter, dass man den Menschen damit eine Perspektive für ihre persönlichen und beruflichen Wege eröffnet. Z.B. sind zwei Leute aus der Gruppe Drugland, die bei der Produktion im letzten Jahr dabei waren, jetzt ins Orga-Team gewechselt. Die Leute kommen aus ihrem Suchtkreislauf raus, einer hat aufgehört zu trinken, eine andere ist von der Droge ins Methadon-Programm gewechselt. Wichtig ist auch: Diese Projekte zeigen wir nicht in Nischen wie Flüchtlingszentren oder Behindertenheimen. Wir zeigen sie an Orten der Hochkultur, z.B. großen Theatern, und gehen da auch Kooperationen ein, z. B. mit dem Freien Werkstatt Theater (fwt).“

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06 Jun 2019

Neue Premiere der Drugland Projektgruppe

Premiere am 06.06.2019
Das Mädchen ohne Hände

Sucht sucht sich ihren Weg. Und ab und an finden Sü̈chtige einen Trost und Halt im Glauben. Aber Sucht sucht auch nach dem Sinn des Ganzen. Warum bin ich hier? Warum leide ich? Gibt es eine Erlösung von meinem Leiden? Darum bieten die Themen Sucht und Glaube mehr Schnittmengen als man denken könnte.

Die Projektgruppe DRUGLAND besteht zum größten Teil aus Menschen mit langjährigen Suchterfahrungen. Zum wiederholten Male beschäftigen sie sich mit dem Thema Sucht in verschiedenen Zusammenhängen. Diesmal haben sie ein Grimmsches Märchen als Vorlage genommen: DAS MÄDCHEN OHNE HÄNDE. Drum herum oder zwischendrin fließen Texte der Teilnehmer*innen ü̈ber ihre eigenen schwierigen Lebenswege in die Inszenierung ein.

Märchen beinhalten meist grausame Bilder, spenden aber auch oft Trost und Inspiration, wenn es darum geht, das eigene Leben zu meistern oder wieder in den Griff zu bekommen. Die Inszenierung thematisiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Vorlage und realem Leben.

Mit ihrem letzten Projekt wurde die Gruppe für den Kölner Tanz- und Theaterpreis nominiert.

Regie: Stefan Herrmann • Projektleitung: Hanna Glaser • Regieassistenz: Stanislav Lazovski

Mit anschließendem Publikumsgespräch am 08.06 und einem Publikumsgespräch am 07.06 mit Gebärdenübersetzung.

Web: www.sommerblut.de/event/das-maedchen-ohne-haende/2019-06-06

 

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06 Jun 2019

Ankündigung im Kölner Stadt-Anzeiger

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28 Mai 2019

Zukunft der Hallen Kalk

Zukunft der Hallen Kalk:
Bürger fühlen sich zu wenig berücksichtigt

Von Susanne Wächter

Sie sind sauer, aber trotzdem noch zuversichtlich: Jonas Linnebank vom Vorstand des Kuns e.V., Elizaveta Khan vom Integrationshaus, Irmhild Engels und Sascha Gajewski (v.l.) vom Stadtraum 4+5 haben einen offenen Brief an Politik und Verwaltung verfasst. (Foto: Wächter)

Sie sind sauer, aber trotzdem noch zuversichtlich: Jonas Linnebank vom Vorstand des Kuns e.V., Elizaveta Khan vom Integrationshaus, Irmhild Engels und Sascha Gajewski (v.l.) vom Stadtraum 4+5 haben einen offenen Brief an Politik und Verwaltung verfasst. (Foto: Wächter)

Kalk – Klassische Informationsveranstaltung statt Beteiligung, so sehen Sascha Gajewski und Irmhild Engels von Stadtraum 4+5 sowie Elizaveta Khan vom Integrationshaus und Jonas Linnebank vom Vorstand des Kuns e.V. den bisherigen Beteiligungsprozess zur Zukunft der Hallen Kalk.

In einem offenen Brief formulierten sie ihre Kritik. „Sowohl vor als auch während des laufenden Verfahrens haben sich Bürger verschiedener Initiativen engagiert, ihre Ideen vorgetragen, Gespräche mit der Verwaltung geführt und Veranstaltungen organisiert“, heißt es in dem Brief. Passiert ist bislang nichts. „Das Werkstattverfahren hat 2017 hoffnungsvoll begonnen, nun sind wir genauso schlau wie vor Beginn“, sagt Khan. Unter Bürgerbeteiligung würden sie etwas anderes verstehen.

Kaum Austausch und fehlende Antworten

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