JES-Netzwerk

Das bundesweite Selbsthilfenetzwerk der Junkies, Ehemaligen und Substituierten

JES - Leben mit DrogenJES wurde 1989 im Rahmen eines Fortbildungsseminars der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. in Hamburg als Selbsthilfenetzwerk und Interessenvertretung von und für Menschen gegründet, die illegalisierte Drogen nehmen oder welche genommen haben. Mittlerweile arbeiten mehr als 30 Gruppen, Initiativen und Vereine sowie zahlreiche Einzelaktivist(inn)en im JES-Netzwerk zusammen.

Unser Ziel ist es, ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben mit Drogen zu ermöglichen, also ohne Bedrohung durch Strafverfolgung, Kriminalisierung, Krankheit und Ausgrenzung. Um dieses Ziel zu erreichen, leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe und setzen uns für eine grundsätzliche Neuorientierung der Drogenpolitik ein – das heißt vor allem: Abkehr von der alleinigen Orientierung an der Abstinenz sowie Abschied von Unterdrückung und Verfolgung von Drogengebrauch und Drogengebraucher(inne)n.

Da eine solche Neuorientierung nicht von heute auf morgen zu erreichen ist, verfolgen wir eine „Politik der kleinen Schritte“ und leisten auch gesellschaftliche Arbeit. Dazu gehört zum Beispiel, die Öffentlichkeit über die Zusammenhänge zwischen Drogenkonsum und Drogenproblemen aufzuklären und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, mit welchen menschenunwürdigen Zuständen und zerstörerischen Prozessen Drogen konsumierende Frauen und Männer gegenwärtig konfrontiert sind, wie diese zustande kommen und wie diese Wirkzusammenhänge aufgelöst werden können.

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Kategorienarchiv: JES-Netzwerk

25 Mrz 2021

Aktionstag Substitution 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Safe the Date – 5. Mai 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde!

Kaum die Hälfte der 165.000 Opioidabhängigen in Deutschland erhält derzeit eine Substitutionsbehandlung. In vielen anderen europäischen Ländern ist die Behandlungsquote höher als in Deutschland.
Die Initiative 100000 Substituierte bis 2022, die u.a. von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung unterstützt wird, möchte dazu beitragen, die rechtlichen und medizinischen Veränderungen der Substitutionsbehandlung bekannter zu machen, aber auch dringend erforderliche strukturelle Veränderungen in den Blick zu nehmen.

Stichworte sind hier:

• Niedrigschwellige Substitution – auch ohne Krankenversicherung
• Substitution integriert in Drogenhilfe
• Rechtliche Gleichstellung der Diamorphinbehandlung
• Stärkung der Verbindung zwischen Drogenhilfe und Arzt/Ärztin
(im Rahmen von PSB)
• Wohnortnahe Behandlung

Das Thema Substitution spielt jeden Tag eine Rolle in der Arbeit von Aids und Drogenhilfen sowie der Drogenselbsthilfe. Aber gerade in den letzten Monaten und Jahren hat es solch vielfältige Veränderungen gegeben, die nicht bis zu den Konsument*innen gelangt sind.
Mit  dem Aktionstag Substitution am 5. Mai möchten wir erreichen, dass möglichst viele Ihrer und eurer Einrichtungen an diesem Tag das Thema Substitution in den Fokus rücken.

Das Ziel ist Ihre und eure Klient*innen über Neuerungen zu informieren, aber mittels Kurzinterventionen evtl vorhandene Fehlinformationen oder Halbwissen „spielerisch zu entdecken und zu diskutieren“.
Der Aktionstag soll aber auch Möglichkeiten bieten mit den Behandler*innen in der Stadt in Kontakt zu treten und sich (besser) kennenzulernen und wechselseitig einen Zugang zu Arbeitskreisen und Qualitätszirkeln zu erhalten.
Wir wissen, dass personeller Mehraufwand gerade in der aktuellen Situation nicht realisierbar ist. Daher haben wir darauf geachtet, dass wir Formen von Umsetzungen vorschlagen, die die aktuelle Situation in euren Einrichtungen respektiert.

Nachfolgend haben wir einige Möglichkeiten der Umsetzung zusammengetragen, die Sie und euch Unterstützung können.

Neben den Kampagnenmaterialien, die kostenfrei über die Deutsche Aidshilfe kostenfrei bestellbar sind, stehen Ihnen und euch eine Vielzahl von flankierenden neuen Medien zur Verfügung. Neben Printmedien, sind dies auch Videospots von Ärzt*innen und Patient*innen.

Alles ist unter https://bit.ly/2NkV8bs zu finden.

Auch unter den aktuellen Pandemiebedingungen sehen wir eine große Chance, eine große Zahl der noch ca. 80000 unbehandelten bzw. nicht substituierten Heroinkonsument*innen, in eine erfolgreiche Behandlungsform zu integrieren. Dies ist nicht nur ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Opiatabhängigkeit, sondern auch eine Maßnahme der Corona Prävention.

Viele Grüße von der Initiative 100000 Substituierte bis 2022

Heino Stöver                          Dirk Schäffer                         Claudia Schieren

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.vision-ev.de/2021/03/25/aktionstag-substitution-2021/

04 Mrz 2021

Drogenkurier 125

Es ist mal wieder soweit, wir haben es geschafft die erste Ausgabe des neuen Jahres fertigzustellen. Wie immer haben wir versucht aktuelle Themen die euch als Drogengebraucher*innen, Mitarbeiter*innen in Aids- und Drogenhilfen und Sie als Ärzt*innen und als Wissenschaftler*innen interessieren, zusammenzufassen.

Unser Topthema setzt sich mit einem Modellprojekt zur niedrigschwelligen Substitution auseinander. Wir hoffen das das Hamburger Modell im „Drob inn“ als Blaupause für weitere Projekte solcher Art dienen kann.

Neben der Vorstellung des BfArM Berichts, der neuen Daten und Fakten zur Substitutionbehandlung zusammenfasst, haben wir Substituierte gefragt, ob sie uns ihre Erfahrungen der Umstellung auf ein neues Medikament vorstellen möchten. Diesesmal geht es um das erste Depotmedikament in der Substitution.

Auch das Thema Hepatitis C ist wieder „im Boot“, da es einfach sehr viel neue Entwicklungen gab, die wir euch und Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Zudem findet ihr wie immer Infos aus unserem Verband und unserem Netzwerk. Wir stellen zudem neue Medien und Initiativen wie „100000Substituierte bis 2022“ vor.

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/03/Kurier-125-internet.pdf

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24 Feb 2021

DROGENSELBSTHILFE-FREUNDLICHE EINRICHTUNG

Verliehen durch den JES Bundesverband e.V. und JES NRW e.V. haben wir als VISION e.V. das Zertifikat „DROGENSELBSTHILFE-FREUNDLICHE EINRICHTUNG“ erhalten, was uns persönlich sehr stolz macht und wofür wir uns bedanken möchten.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.vision-ev.de/2021/02/24/drogenselbsthilfe-freundliche-einrichtung/

  Dez 2020

Drogenkurier 124

Wir freuen uns sehr euch die aktuelle Ausgabe des DROGENKURIER vorstellen zu können. Wie immer findet ihr hier einen reichhaltigen Strauß an verschiedenen Themen. Im Mittelpunkt steht das Thema Diamorphinbehandlung.

Beschreibung:

  • Gleichstellung der Substitutionsbehandlung mit Diamorphin?
  • Schützen statt strafen: Die Drogenpolitik von morgen muss heute beginnen
  • Deutsche Aidshilfe, akzept und JES starten eine neue Kampagne
  • Safer Crack Pack des JES-Bundesverbands soll zur Schadensminderung beitragen
  • JES zeichnet selbsthilfefreundliche Einrichtungen aus

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/medien/drogenkurier-124/

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  Aug 2020

Drogenkurier 123

Es ist geschafft, der aktuelle Kurier ist nun online.

Mit 60 Seiten, die umfangreichste Ausgabe, die wir je hergestellt haben. Dies liegt allein daran, dass es in diesem Jahr 79 Veranstaltungen in 72 Städten, allein in Deutschland gab. Das ist wirklich wahnsinn, wie wichtig und groß der Gedenk- und Aktionstag geworden ist. Wenn wir die Zahl der beteiligten überschlagen, kommen wir auf etwa 300 Einrichtungen und Organisationen, die sich in diesem Jahr beteiligt haben.

Ein starkes Signal für unsere verstorbenen Freund*innen!
Ein unübersehbares Zeichen für eine veränderte Drogenpolitik!

Hier könnt ihr die aktuelle Ausgabe herunterladen:

https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2020/09/Drogenkurier_JES_123_Internet.pdf

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18 Mai 2015

Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2015

alternativer2-hd2Kurz vor Erscheinen des Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung stellen zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Fachleute aus Wissenschaft und Drogenhilfe den 2. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2015 vor.

Schwerpunktthema ist das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Drogenverbote und die Strafverfolgung von Drogenkonsumenten führen zu zahlreichen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Problemen. Zugleich werden wirksame Strategien in Prävention und Drogenpolitik weiterhin nicht genutzt.

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Links

Presse

Video-Beiträge

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01 Okt 2014

JES Videospots: JES informiert über JES

jes-videosMit diesen Videospots wollen wir Frauen und Männer vorstellen, die sich seit vielen jahren im JES Bundesverband engagieren. Wir stellen ihre Beweggründe des Engagements vor und machen deutlich, welche persönlichen Veränderungen ihr Leben durch JES erfahren hat. Was sind die individuellen Ziele von unseren Mitgliedern? Auf diese und weitere Fragen geben diese Videospots Antworten.

…und wozu das alles?

Unser Ziel ist es, auf unterschiedlichen Wegen junge oder ältere Drogengebraucher, Substituierte oder Ehemalige zu finden, die sich bei JES engagieren wollen. Hier folgen nun vier Videos von Jochen Lenz, Dirk Schäffer, Katrin Heinze und Claudia Schieren. Produziert wurden die Videos bereits 2013.

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02 Jul 2014

Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2014

Alternativer-Drogen-und-SucDer Alternative Sucht- und Drogenbericht 2014 wurde am 2.7.2014 um 10.30 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin vorgestellt. Er wird herausgegeben von akzept e.V. Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitk, Deutsche AIDS-Hilfe e.V. und JES Bundesverband e.V.

Presse-Reaktionen:

 

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10 Okt 2013

Mitgliederversammlung JES Bundesverband e.V.

Im Rahmen des 10. internationalen akzeptKongresses In Bielefeld findet eine öffentliche Mitgliederversammlung statt.

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19 Sep 2013

Gastbeitrag auf christiane-f.com

Ich führe ein menschenwürdiges Leben mit Drogen

Dirk Schäffer ist seit vielen Jahren opiatabhängig und engagiert sich in der Drogenselbsthilfe JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte), dem bundesweiten Netzwerk von Gruppen, Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich für die Interessen und Bedürfnisse Drogen gebrauchender Menschen engagieren. Am 11. Oktober 2013 wird er unter anderen an der Panel-Diskussion “Wie wir süchtig werden und was wir trotzdem wert sind” auf der Frankfurter Buchmesse teilnehmen. Seine Ziele beschreibt er hier in einem Gastbeitrag:

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