Kategorienarchiv: Drugland

06 Jun 2019

Neue Premiere der Drugland Projektgruppe

Premiere am 06.06.2019
Das Mädchen ohne Hände

Sucht sucht sich ihren Weg. Und ab und an finden Sü̈chtige einen Trost und Halt im Glauben. Aber Sucht sucht auch nach dem Sinn des Ganzen. Warum bin ich hier? Warum leide ich? Gibt es eine Erlösung von meinem Leiden? Darum bieten die Themen Sucht und Glaube mehr Schnittmengen als man denken könnte.

Die Projektgruppe DRUGLAND besteht zum größten Teil aus Menschen mit langjährigen Suchterfahrungen. Zum wiederholten Male beschäftigen sie sich mit dem Thema Sucht in verschiedenen Zusammenhängen. Diesmal haben sie ein Grimmsches Märchen als Vorlage genommen: DAS MÄDCHEN OHNE HÄNDE. Drum herum oder zwischendrin fließen Texte der Teilnehmer*innen ü̈ber ihre eigenen schwierigen Lebenswege in die Inszenierung ein.

Märchen beinhalten meist grausame Bilder, spenden aber auch oft Trost und Inspiration, wenn es darum geht, das eigene Leben zu meistern oder wieder in den Griff zu bekommen. Die Inszenierung thematisiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Vorlage und realem Leben.

Mit ihrem letzten Projekt wurde die Gruppe für den Kölner Tanz- und Theaterpreis nominiert.

Regie: Stefan Herrmann • Projektleitung: Hanna Glaser • Regieassistenz: Stanislav Lazovski

Mit anschließendem Publikumsgespräch am 08.06 und einem Publikumsgespräch am 07.06 mit Gebärdenübersetzung.

Web: www.sommerblut.de/event/das-maedchen-ohne-haende/2019-06-06

 

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06 Jun 2019

Ankündigung im Kölner Stadt-Anzeiger

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16 Mai 2019

Drugland Theater Kooperation

Kontinuierliches Theaterangebot
für Menschen mit Suchterfahrungen aus dem Großraum Köln

Am 16.05.2019 unterschrieben Rolf Emmerich (Sommerblut Festival), Jane van Well (SKM Köln) und Marco Jesse (VISION e.V.) die Kooperationsvereinbarung für das „Drugland Theater“

SKM Köln, VISION e.V. und der Sommerblut Kulturfestival e.V gründeten die gleichberechtigte Kooperation „DRUGLAND THEATER“, in dem Menschen mit einer Suchterfahrung durch die Theaterarbeit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und damit neue Lebensperspektiven erhalten.

Nach den erfolgreichen Theaterprojekten NO WAY OUT (2017) und DRUGLAND (2018), und der aktuellen Inszenierung „Das Mädchen ohne Hände“ (Premiere 6.6.2019, Freies Werkstatt-Theater), in denen Menschen mit Suchterfahrungen im Rahmen des Sommerblut-Festivals auf der Bühne standen und als Experten*innen ihrer speziellen Lebenswelten dem Publikum persönliche Geschichten aus ihren Biografien erzählten, soll ein kontinuierliches Theaterangebot für Menschen mit Suchterfahrungen aus dem Großraum Köln etabliert werden.

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21 Jul 2018

Gedenktag – Drugland Szene 2

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

In der zweiten Szene erzählt Ozman, was für ihn Entzug bedeutet. Um dies zu verdeutlichen, bat er die Zuschauer für eine gewisse Zeit die Luft anzuhalten. Sie sollten sich vorstellen, dass sie sich in einer giftigen Atmosphäre befinden würden und wenn sie dem Verlangen durchzuatmen nachgeben würden, sie sterben müssten. Nicht jeder schaffte die etwa 1,5 Minuten. Der Überlebensinstinkt ist stärker. Und ähnlich fühlt es sich auf Entzug an. Der ständige Gedanke bei Qualen und Schmerzen ist present. Nur ein Schuss und alles ist wieder gut.

Während der professionelle Tänzer die Torturen eines Entzugs auf sehr emotionale und plastische Art verdeutlicht, erzählt Ozman weiter von seinen Rückfällen und Therapien.

Auch die zweite Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ nahm die Zuschauer eindrücklich mit in eine andere Welt.

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21 Jul 2018

Gedenktag – Drugland Szene 1

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

Nach dem Musikprogramm hörte man eine weibliche Stimme über die Lautsprecher. Wo kam sie her? Wer sprach da? Fragende Blicke gingen über den Rudolfplatz, bis manche auf die vor der Bühne mit gesenktem Kopf sitzende Frau aufmerksam wurden. Ist sie es?

Die Stimme berichtete von Ihrer Multiple Sklerose Diagnose (MS) und ihren Problemen. Durch ihren Freund kam sie zu Heroin und stellte fest, dass es ihr dabei hilft, die Symptome der MS besser zu ertragen. Mittlerweile sitzt sie nicht mehr im Rollstuhl und sie meinte, sie könnte zwar keinen Marathon laufen, aber sie wäre zufrieden.

Plötzlich lief ein Geschäftsmann im Anzug mit Rollkoffer quer über den Platz an ihr vorbei, blieb stehen, schaute sich um und noch mehr fragende Blicke machten die Runde. Als dann der Mann sich neben die Frau setzte und Musik erklang, wurde vielen langsam klar, dass hier wohl etwas dargeboten wird.

Die erste Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ des Sommerblutfestivals hat uns und alle Gäste sehr berührt. Sie fesselte, liess einige Münder offen stehen und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.

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09 Mai 2018

Junkies und Banker tanzen am Neumarkt

Junkie und Banker tanzen am Neumarkt

Das „Sommerblut“-Festival hat begonnen – In „Drugland“ spielen Drogensüchtige neben professionellen Darstellern mitten in der City

VON ULI KREIKEBAUM

Eine ausgemergelte Frau kauert auf der Zwischenebene der U-Bahn-Station am Neumarkt vor einer Wand. Ein Banker mit Laptoptasche bleibt stehen und beäugt sie stumm, bevor das Unglaubliche geschieht: Er setzt sich zu ihr. Sie berühren sich. Erst unsicher, irgendwann beginnen sie zu tanzen, er hebt sie hoch, dreht sie, sie lässt sich in seine Arme fallen, schließt die Augen, lehnt sich an seine Schulter. Sie sind sich nah. Nach ein paar Minuten verschwindet der Anzugträger im Dickicht der Großstadt. Die Frau lehnt wieder an der Wand, scheinbar wie immer, aber aus ihren tiefen Augenhöhlen scheint jetzt Licht, die Unterarmhärchen, die die vernarbte Haut nicht verdecken können, haben sich aufgestellt. Da sitzt ein anderer Mensch.

Wenn Dialog und Miteinander nicht funktionieren, hilft nur noch Poesie. Das Stück „Drugland“ von Regisseur Stefan Herrmann, das heute beim „Sommerblut“-Festivals gezeigt wird, will Empathie erzeugen, die es im Alltag am Neumarkt selten gibt. Anwohner und Geschäftsleute ärgern sich über Drogensüchtige, die Spritzen und Bierdosen liegen lassen und ihre Notdurft in Hauseingängen verrichten – bei Bürgerversammlungen zum Drogenkonsumraum brandete Wut auf. Auch gegen das Theaterstück gab es auf einer Informationsveranstaltung erstmal Vorbehalte – Geschäftsleute, die als Schauspieler auftreten wollten, fanden sich nicht, den Part übernehmen professionelle Darsteller.

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11 Mai 2017

No way out

Im Rahmen des Sommerblut-Festivals der Multipolarkultur ist VISION e.V. bei folgender Veranstaltung beteiligt.

Sommerblut-Festival – Veranstaltung NO WAY OUT

  • Donnerstag, 11.05.2017 – Samstag, 13.05.2017 – 20:00 – 00:00 Uhr – VVK/AK 10 EUR
  • Barbara Wachendorff und Stefan Herrmann mit drogenabhängigen und substituierten Menschen und Mitarbeitern der Drogenhilfe
  • Gesundheitsamt 1. Etage Treppenhaus • Neumarkt 15-21 Köln Innenstadt 50667

Während zu Anfang des letzten Jahrhunderts berühmte Künstler offen ihren Drogenkonsum für die Inspiration verwandten, erfahren heutzutage Menschen, die harte Drogen nehmen, wenig Respekt. Sie erleben sich als Ausgestoßene der Gesellschaft. Keine Wohnung, kein Job, keine Beziehungen, Kleinkriminalität – so etwa können die Lebensumstände aussehen.

Das Projekt „No Way Out“ möchte durch eine nahe und konzentrierte menschliche Begegnung zwischen Konsumenten, Helfern und Zuschauern einen Einblick in die Lebensverhältnisse der Menschen ermöglichen, die substituiert werden oder geregelt Heroin von der Stadt Köln erhalten. Der Text der szenischen Lesung entstand aus Interviews mit betroffenen Menschen sowie Mitarbeitern der Kölner Drogenhilfe.

Veranstaltungsort ist das Treppenhaus des Gesundheitsamts am Kölner Neumarkt. Die quadratisch geschwungene breite Treppe, die angrenzenden, schmalen Gänge und die verschlossenen Zimmer erscheinen so ästhetisch wie abweisend. An diesen Durchgangsorten wird eine Situation des Verweilens entstehen, des Wahrnehmens einer Gruppe von Menschen, denen man gemeinhin nur unter Vorbehalten begegnet.

 

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27 Apr 2017

Totale Freude und Ekstase gehören dazu

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24 Mrz 2017

Sommerblutfestival – Zwei Wochen lang im Rausch

2017-03-24-SommerblutfestivalZwei Wochen lang im Rausch

VERANSTALTUNG Beim Sommerblut-Festival geht es in diesem Jahr um Konsum jeglicher Art

VON LUKAS HANSEN

Rausch gehört zu unserem Leben.  Ob im Kaufhaus, in Liebesbeziehungen oder nach ein, zwei Bier zu viel. Rausch ist vielseitig und kann  positiv, aber auch negativ konnotiert sein.

Diese verschiedenen Facetten des Rausches sollen im Mai bei der 16. Auflage des Sommerblut-Festivals der Multipolarkultur in verschiedenen Formen dargestellt werden. Als Tanzaufführung, als Theaterperformance, als Musikstück oder als Lichtinstallation –  „Da gibt es keine Grenzen“, sagt Mechtild Tellmami, Pressesprecherin des Sommerbluts. Kreativität sei da besonders wichtig. Denn jedes Jahr setzt sich das Sommerblut einen thematischen Schwerpunkt, der dann für ein breites Publikum zugänglich sein soll.

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