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09 Mai 2018

Junkies und Banker tanzen am Neumarkt

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1 Kommentar

  1. Marco Jesse

    Ein großes Kompliment an die Organisatoren des Sommerblutfestivals und besonders an Regisseur Stefan Hermann und sein Ensemble aus professionellen Schauspielern, Tänzern und Laiendartellern aus der Kölner Drogenszene!

    Ihnen ist es gelungen ein Thema, das in aller Regel verzerrt dargestellt wird, in einer Eindrücklichkeit und Emotionalität darzustellen, die beeindruckend ist. Drugland gewährt Einblick in die Seelen und Lebensrealitäten Drogen gebrauchender Menschen und offenbart einen Konflikt zwischen Gesellschaft und der Drogenscene der (bei allem Verständnis für die Perspektive der Anwohnerschaft) in einer teils menschenunwürdigen Art und Weise geführt wird. Die Lebenswege und das Leid des einzelnen Menschen gerät dabei in der Realität leider vielfach aus dem Blick.

    Dies zeigte sich leider auch am Premierenabend als zwei Vertreter der Bügerinitiative Neumarkt eine der Darstellerinnen nicht nur widerrechtlich filmten, sondern sie auch in einer Art und Weise beschimpft haben die man nur als Niveaulos und menschenverachtend beschreiben kann.

    Ich muß gestehen das mir in solchen Momenten der Wunsch in den Kopf kommt das solche Personen nur einen Teil der Schicksalsschläge erleiden sollten die sich teils in den Biografien der Darsteller*innen finden.

    Die grade aus dieser Richtung vielbeklagte Verrohung war hier genau auf der gegenüberliegenden Seite zu erleben.
    Dessen ungeachtet ist mit Drugland ein beeindruckendes Stück gelungen, das höchste Anerkennung verdient!

    Wer es nicht im Rahmen des Sommerblutfestivals sehen konnte dem würde ich einen Besuch der Aufführungen am 22.+23. Mai in Dortmund oder am 27. Mai in Bonn ans Herz legen.

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