Kölner Stadt-Anzeiger

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  1. Drogenkonsumraum – Politiker wollen nicht mehr länger warten — 5. November 2018
  2. Drogenkonsumraum – Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht — 5. November 2018
  3. Bürger wollen weiter mitreden — 25. September 2018
  4. Konzert für Kölner Drogentote — 19. Juli 2018
  5. Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil — 23. Juni 2018

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  1. Eine Stimme für „Grembranx“ — 8 Kommentare
  2. Die Nachbarn herzlich begrüßt — 3 Kommentare
  3. Drogenberatungsstelle zieht im Oktober um — 2 Kommentare
  4. Wir beglückwünschen Robert Jäger — 2 Kommentare
  5. Straßenstrich soll verschwinden — 2 Kommentare

Liste der Autorenbeiträge

05 Nov 2018

Drogenkonsumraum – Politiker wollen nicht mehr länger warten

Drogenkonsumraum in Kölner Innenstadt
Politiker wollen nicht mehr länger warten

Köln – So viel Einmütigkeit ist selten: Weil sich der seit Jahren geplante Drogenkonsumraum am Neumarkt weiter verzögert, fordern CDU, Grüne, SPD und FDP von der Verwaltung nun, sich um ein Drogenkonsummobil zu kümmern. In einem gemeinsamen Antrag für den Gesundheitsausschuss wollen sie die Stadt beauftragen, zwei geeignete Fahrzeuge anzuschaffen und einen in der Suchthilfe erfahrenen Träger zu suchen. Konkret geht es um ein Fahrzeug, etwa einen umgebauten Sprinter, in dem der eigentliche Konsum stattfinden soll, und ein Beratungsmobil. Als Zwischenlösung sollen sie für schnelle Entlastung sorgen, bis eine Immobilie für einen stationären Raum gefunden ist.

„Wir müssen endlich mit einem Hilfsangebot ans Netz gehen, anstatt weiter perfektionistisch an der Gold-Lösung zu planen“, sagt der Ausschussvorsitzende und Grünen-Politiker Ralf Unna. Auslöser für die Initiative war ein Fachgespräch, zu dem das Gesundheitsamt unter anderem einen Verein aus Berlin eingeladen hatte, der dort bereits seit längerem ein Konsummobil betreibt. „Obwohl die dort geschilderten Erfahrungen durchweg positiv waren, hat die Stadt ihre Bedenken aufrechterhalten. Das fanden wir alle irritierend“, begründet Ursula Gärtner von der CDU den gemeinsamen Antrag, der den Druck auf die Verwaltung erhöhen soll. „Auf die optimale Lösung warten wir schon viel zu lange“, kritisiert auch Michael Paetzold von der SPD.

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05 Nov 2018

Drogenkonsumraum – Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Drogenkonsumraum für Kölner Innenstadt
Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Köln – In Berlin gibt es sie schon: mobile Konsumräume in umgebauten Kleintransportern, in denen sich Abhängige ihre Drogen verabreichen können. Ob dies auch eine Lösung für den Kölner Neumarkt sein könnte, wo bislang alle Bemühungen, einen stationären Konsumraum einzurichten gescheitert sind, darüber herrscht bislang Uneinigkeit. Der Sozialdienst Katholischer Männer, der den Drogenkonsumraum am Hauptbahnhof betreibt, hatte bereits im Juni dieses Jahres angekündigt, ein Drogenkonsummobil als Zwischenlösung anschaffen zu wollen. Damit könnten auch die Anwohner von den Vorteilen überzeugt werden, hieß es seinerzeit. Sozialdezernent Harald Rau indes hält die mobile Variante für „keine gute Lösung“.

Erfahrungen aus Berlin

Das Kölner Gesundheitsamt veranstaltete nun ein Fachgespräch zum Thema „Erfahrungen aus Berlin und NRW“, bei dem die Vor- und Nachteile der jeweiligen Drogenhilfeangebote beleuchtet werden sollten. Zu den Referenten gehörte auch Astrid Leicht, Geschäftsführerin des Vereins Fixpunkt, der in Berlin bereits seit 2003 ein mobiles Angebot betreibt.

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25 Sep 2018

Bürger wollen weiter mitreden

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19 Jul 2018

Konzert für Kölner Drogentote

Konzert für Kölner Drogentote

GEDENKTAG Auf dem Rudolfplatz spielt unter anderem Rolly Brings

Seit dem Jahr 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und Überlebenshilfe, kritisiert das Bündnis für eine akzeptierende Drogenpolitik. Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, erinnern Eltern, Angehörige, Partner, Freunde und andere Kölner an die „Drogentoten“.

Zum Gedenktag findet am kommenden Samstag, 21. Juli, auf dem Rudolfplatz ein Konzert statt. In der Zeit von 12 bis 16 Uhr stehen unter anderem die Liedermacher Klaus der Geiger und Rolly Brings, die Ska-Punk-Band The Schabernacks und die Wave-Formation Death Love And Acid auf der Bühne. Zusätzlich werden Szenen aus dem Theaterstück „Drugland“ gezeigt. Eva Schaaf, Pfarrerin der Justizvollzugsanstalt Ossendorf, hält eine Gedenkrede. Gegen 15 Uhr wird es verschiedene Gedenkaktionen mit Fackeln und Ballonflug geben. Zum Gedenktag kommen auch Vertreter der Kölner Sucht- und Selbsthilfe sowie von verschiedenen Abteilungen der Stadt Köln zusammen, um auf Angebote hinzuweisen und den Ausbau niedrigschwelliger Hilfe einzufordern. Organisatoren der Veranstaltung sind die Stadt, die Aidshilfe, Alexianer, Jobcenter und andere Initiativen. (red) www.gedenktag.koeln

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23 Jun 2018

Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil

Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil

Für ein Konsummobil als Hilfsangebot für die Drogenszene am Neumarkt haben sich nun auch die IG Neumarkt als Vertretung der Geschäftsleute sowie die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt ausgesprochen. „Das vom Sozialdienst Katholischer Männer vorgelegte Konzept hat unsere volle Unterstützung“, erklärte der Inhaber des Sanitätshauses Stortz, Walter Schuch, im Namen beider Vereinigungen. Mit einem Mobil könne der Bedarf an verschiedenen Standorten stadtweit getestet werden, angebunden an schon existie-‚ rende Kontakt- und Beratungsangebote. „Das wäre ein Schritt hin zu einer Dezentralisierung der Hilfe. Uns geht es darum, die Konzentration der Szene am Neumarkt aufzulösen.“

Dass ein Konsummobil nur eine Zwischenlösung sein wird, hält Schuch indes für unwahrscheinlich. „Es dürfte der Stadt schwer fallen, einen gewerblichen Vermieter für einen Drogen-konsumraum, noch dazu in der geplanten Größe, zu finden.“ Für ein Konsummobil als Zwischenlösung hatten sich zuvor bereits die CDU und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) ausgesprochen.

Unterdessen hat Sozialdezernent Harald Rau eine neue Variante ins Spiel gebracht. „Ich lasse prüfen, ob man die Räume der alten Toilettenanlage auf der Ostseite des Neumarkts so umbauen kann, dass sie als Drogenkonsum-raum nutzbar wären“, sagte Rau dem „Express“. Die Anlage liege zwar unterirdisch und verfüge über kein Tageslicht, hätte aber den Vorteil, dass sie sich in unmittelbarer Nähe der Szene befindet. „An der Stelle des Neumarkts ist wenig bis kein Publikumsverkehr, auch das könnte für diese Lösung sprechen“, so Rau. (jac)

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21 Jun 2018

Verband will Konsummobil am Neumarkt

Verband will Konsummobil am Neumarkt

DROGEN Dezernent Rau lässt Konzept prüfen – Kosten von bis zu 80 000 Euro

VON TIM ATTENBERGER

Der Sozialdienst .Katholischer Männer (SKM) Köln will als Zwischenlösung für den Neumarkt ein Drogenkonsummobil anschaffen. Der Verein Fixpunkt in Berlin verfügt bereits seit 2003 über ein solches Angebot, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch berichtete. „Wir haben uns bei den Kollegen in Berlin informiert und halten das auch in Köln für machbar“, sagte Andreas Hecht, Fachbereichsleiter Gesundheits- und Integrationshilfe beim SKM.

Der zum Drogenkonsummobil umgebaute Kleintransporter soll 60000 bis 80000 Euro kosten. „Die Bestellung und der Umbau würden nur vier Monate dauern“, sagte Hecht. So wäre es möglich, der Drogenszene am Neumarkt und den Anwohnern innerhalb kürzester Zeit zu helfen. Als Standort käme der Josef-Haub-rich-Hof an der Zentralbibliothek infrage. Ein stationärer Konsumraum scheiterte zuletzt daran, dass der Eigentümer einer Immobilie an der Thieboldsgasse den Mietvertrag kündigte. Hecht zeigte sich überzeugt, dass die Suche nach einem neuen Standort viel Zeit in Anspruch nehme. „Da könnte ein Konsummobil die ideale Zwischenlösung sein“, sagte er. Wie in Berlin will der SKM vor Ort auch sozialarbeiterische Hilfen und eine Beratung anbieten. Der Stadt liegt das Konzept vor.

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20 Jun 2018

Konsummobil als schnelle Lösung

 

Konsummobil als schnelle Lösung

Drogenszene Die Suche nach einer neuen Immobilie im Bereich des Neumarkt dürfte langwierigwerden

VON TIM ATTENBERGER

Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit einen Schuss setzen und denen im Fall einer Überdosierung niemand schnell zur Hilfe eilen kann, werden rund um den Neumarkt auch weiterhin zum Alltag gehören. Nachdem der Eigentümer vor zwei Wochen den Mietvertrag mit der Stadt für einen neuen Drogenkonsümraum an der Thie-boldsgasse 146 kündigte, fange die Stadt jetzt wieder bei Null an, sagte Sozialdezernent Harald Rau. Die Suche nach einer neuen Immobilie dürfte sehr wahrscheinlich schwierig und entsprechend langwierig werden, zumal sich vor Ort eine Bürgerinitiative gegründet hat, die Druck ausübt.

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09 Mai 2018

Junkies und Banker tanzen am Neumarkt

Junkie und Banker tanzen am Neumarkt

Das „Sommerblut“-Festival hat begonnen – In „Drugland“ spielen Drogensüchtige neben professionellen Darstellern mitten in der City

VON ULI KREIKEBAUM

Eine ausgemergelte Frau kauert auf der Zwischenebene der U-Bahn-Station am Neumarkt vor einer Wand. Ein Banker mit Laptoptasche bleibt stehen und beäugt sie stumm, bevor das Unglaubliche geschieht: Er setzt sich zu ihr. Sie berühren sich. Erst unsicher, irgendwann beginnen sie zu tanzen, er hebt sie hoch, dreht sie, sie lässt sich in seine Arme fallen, schließt die Augen, lehnt sich an seine Schulter. Sie sind sich nah. Nach ein paar Minuten verschwindet der Anzugträger im Dickicht der Großstadt. Die Frau lehnt wieder an der Wand, scheinbar wie immer, aber aus ihren tiefen Augenhöhlen scheint jetzt Licht, die Unterarmhärchen, die die vernarbte Haut nicht verdecken können, haben sich aufgestellt. Da sitzt ein anderer Mensch.

Wenn Dialog und Miteinander nicht funktionieren, hilft nur noch Poesie. Das Stück „Drugland“ von Regisseur Stefan Herrmann, das heute beim „Sommerblut“-Festivals gezeigt wird, will Empathie erzeugen, die es im Alltag am Neumarkt selten gibt. Anwohner und Geschäftsleute ärgern sich über Drogensüchtige, die Spritzen und Bierdosen liegen lassen und ihre Notdurft in Hauseingängen verrichten – bei Bürgerversammlungen zum Drogenkonsumraum brandete Wut auf. Auch gegen das Theaterstück gab es auf einer Informationsveranstaltung erstmal Vorbehalte – Geschäftsleute, die als Schauspieler auftreten wollten, fanden sich nicht, den Part übernehmen professionelle Darsteller.

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04 Apr 2018

„Fragile Lage“ am Neumarkt

„Fragile Lage“ am Neumarkt

POLIZEI Der Mann, der Karfreitag tot neben dem Kiosk lag

VON INGO HINZ UND BETTINA JANECEK

Er ist 57 Jahre alt geworden und hieß Bernd. Vielmehr ist über den Mann, den Mitarbeiter der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) am Karfreitag auf dem Neumarkt leblos gefunden haben, bislang nicht bekannt. Ein Blumenstrauß mit einem Holzschild, auf dem sein Name zu lesen ist, erinnert an den Mann, der dem Vernehmen nach wohnungslos und drogenabhängig war. Gegen 13.15 Uhr sahen Zeugen den regungslosen Mann in der Nähe des Kiosks neben der Bahnstation und alarmierten den Rettungsdienst. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. „Die gerichtsmedizinische Untersuchung zur Todesursache des Mannes ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Polizeisprecher Christoph Schulte am Dienstag dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Erst dann werde sich ergeben, in welche Richtung die Beamten ihre Ermittlungen schwerpunktmäßig ausrichten. Auch die Frage einer möglichen Fremdeinwirkung könnte sich erst dadurch klären.

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06 Mrz 2018

Tristesse am Friesenplatz

Tristesse am Friesenplatz

Die Zwischenebene der U-Bahnhaltestelle hat sich zum linksrheinischen Hotspot der Drogenszene entwickelt. Bei schönem Wetter verlagert sich der Treffpunkt auf den oberirdischen Platz. Viele Passanten fühlen sich verunsichert. Die vielen leerstehenden Geschäfte verschärfen das Problem

VON MARTIN BÖHMER UND ALEXANDRA RINGENDAHL

Ayhan zieht den Rauch der Selbstgedrehten in die Lunge. Mit der Dunstwolke sagt er: „Wo sollen wir denn hin?“ Der 40-Jährige, dessen hageres Gesicht aus mehrere Kapuzenschichten vorschaut, war jahrelang heroinabhängig. Seit drei Jahren ist er in Substitutionsbehandlung in einer Arztpraxis am Friesenplatz, holt sich täglich seine Methadon-Dosis ab, die die Drogensucht unterdrückt. Seit drei Jahren trifft er sich dann mit Menschen, die eine ähnliche Geschichte erzählen können, in der unterirdischen Zwischenebene der Bahnhaltestelle. Die Fliesenlandschaft ist ihr Wohnzimmer.

Unter Streetworkern gilt der Friesenplatz inzwischen als linksrheinischer Drogenhotspot der Stadt, wie Streetworker Stefan Lehmann bestätigt, der im Auftragt des Gesundheitsamtes der Stadt jeden Tag vor Ort ist. Gründe dafür, dass die Szene hier einen Konzentrationspunkt gefunden hat, gibt es viele: Die Zwischenebene der U-Bahn, in der sich je nach Wetter mehrere Dutzend Suchtkranke aufhalten, bietet Schutz auch bei Regen und Kälte, der dortige Kiosk bietet Getränkenachschub.

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