Kölner Stadt-Anzeiger

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Kölner Stadt-Anzeiger – die führende Tageszeitung im Großraum Köln.

Letzte Beiträge

  1. Auch Händler und Bürger fordern Konsummobil — 23. Juni 2018
  2. Verband will Konsummobil am Neumarkt — 21. Juni 2018
  3. Konsummobil als schnelle Lösung — 20. Juni 2018
  4. Junkies und Banker tanzen am Neumarkt — 9. Mai 2018
  5. „Fragile Lage“ am Neumarkt — 4. April 2018

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  1. Eine Stimme für „Grembranx“ — 8 Kommentare
  2. Die Nachbarn herzlich begrüßt — 3 Kommentare
  3. Straßenstrich soll verschwinden — 2 Kommentare
  4. Drogenberatungsstelle zieht im Oktober um — 2 Kommentare
  5. Wir beglückwünschen Robert Jäger — 2 Kommentare

Liste der Autorenbeiträge

17 Nov 2017

Voller Scham und Sehnsucht

Voller Scham und Sehnsucht

Immer mehr Frauen sind obdachlos.
Sie leben auf der Straße besonders gefährlich.
Zwei Kölner Betroffene erzählen

VON ALEXANDRA RINCENDAHL

Die Tauben, das sind meine Freunde.“ Für Nora N., die an ihrem Stammplatz rechts neben dem Haupteingang des Hauptbahnhofs sitzt, sind die Tiere auf der Domplatte Seelenverwandte. Verkannt als schmarotzende Ratten der Lüfte. „Bettler, genau wie ich, Seelenverwandte.“ Die 34-jährige Frau mit den rot gefärbten Haaren und den feinen Gesichtszügen lebt mit Unterbrechung auf der Straße seit sie 17 Jahre alt ist. Fast genauso lange kämpft sie gegen ihre Drogensucht, in die sie in ihrer jugendlichen Rebellion damals als Punk irgendwie reingerutscht ist.

Sie schnorrt, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Nora, die offen über ihr Leben als Frau auf der Straße redet und in der Stadt bekannt ist, ist eine Ausnahme. Denn obwohl die Zahl der obdachlosen Frauen in Köln wie auch bundesweit stetig steigt, bleiben sie im Stadtbild merkwürdig unsichtbar. Egal, ob vor dem eigenen Supermarkt im Veedel oder entlang der Hohe Straße: Fast ausschließlich Männer prägen das Stadtbild.

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04 Nov 2017

Zu Hause im Nirgendwo

Zu Hause im Nirgendwo

STRASSENKINDER Der Verein Auf Achse unterstützt Kinder ohne Obdach mit den Projekten „Boje“ und „Boot“

VON DIRK RIßE

Wie alles begann, will Jessica (Name geändert) nicht erzählen. Nur so viel, dass es zu Hause oft gekracht hat. Irgendwann in diesem Sommer hielt sie es nicht mehr aus. Hat drei Tage lang überlegt, hat die Koffer gepackt und ist von zu Hause abgehauen. Raus aus Münster, in den Bus, allein und einsam ins Ungewisse. Gelandet ist sie in Köln, wo sie in diesem Sommer Wochen und Monate auf der Straße gelebt hat.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe schätzt, dass bundesweit 335.000 Menschen teilweise und 39.000 Menschen dauerhaft auf der Straße leben – Tendenz stark steigend. Knapp neun Prozent – immerhin 29.000 Mädchen und Jungen – sind minderjährige Kinder und Jugendliche. Wie viele junge Menschen in Köln obdachlos sind, können auch Experten nicht sagen.

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24 Okt 2017

Artikel über Sicherheitskonferenz

Weg von den öffentlichen Plätzen

DROGENKONSUMRAUM Das Geld steht bereit, ein Betreiber auch, aber nach einem Standort wird noch gesucht

VON NORBERT RAMME

Kalk. Der Stadtteil Kalk braucht einen Drögenkonsumraum. In der Einschätzung waren sich alle Teilnehmer der zweiten Ausgabe einer öffentlichen Sicherheitskonferenz einig. Die Idee, „Themen, die uns alle beschäftigen“ mit betroffenen und interessierten Bürgern sowie Vertretern von Verwaltung, Vereinen und Organisationen aus dem Veedel zu diskutieren, hatten Kalks Bezirksbürgermeister Marco Pagano und Polizeidirektor Uwe Reischke, der als Leiter der Polizeiinspektion 6 für die Bezirke Kalk und Pofz zuständig ist.

Weil Stadtverwaltung und Gesundheitsamt vor einigen Wochen eine umfangreiche Planung für ein stadtweites Drogenhilfe-Konzept vorgelegt haben, bildete die Einrichtung eines „Drogenkonsum-raums“ in Kalk nun auch den Schwerpunkt der Diskussion, zu der mehr als 50 Interessenten in die Räume der Drogenhilfe-Einrichtung des Vereins Vision e. V an der Neuerburgstraße gekommen waren.

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26 Sep 2017

Mülheim und Kalk fordern mehr Hilfe bei Drogenproblematik

Mülheim und Kalk fordern mehr Hilfe bei Drogenproblematik

SUCHT Bezirkspolitiker kritisieren Konzept der Stadt – Fokus zu stark auf die Innenstadt gelegt

VON NORBERT RAMME

Kalk/Mülheim. Die von der Verwaltung jetzt vorgelegte Planung für ein stadtweites Drogenhilfe-Konzept sei „schön und gut, aber wir brauchen in Kalk schnelle Lösungen. Das haben wir schon vor einem Jahr mehrheitlich in der Bezirksvertretung beschlossen“, sagt Christian Robbyns, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Nun solle die Verwaltung auch die Forderung nach einem Drogen-Konsumraum in Kalk umsetzen und nicht erst abwarten, bis man in der Innenstadt – im Bereich Neumarkt – ausreichend Erfahrungen gesammelt habe. Das wurde mit der Stimmenmehrheit von SPD, FDP und Linken auch so beschlossen. Schließlich war man sich da einig: Die Innenstadt könne auch von den Erfahrungen in Kalk profitieren. Ganz wichtig sei bei der Einrichtung eines solchen Drogen-Konsumraumes, so Robbyns, „die Anwohner frühzeitig zu informieren und mit ins Boot zu holen“.

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30 Jun 2017

Drogenkonsumraum – Positionen weiter unversöhnlich

Positionen weiter unversöhnlich

NEUMARKT Heftiger Schlagabtausch über Drogenkonsumraum in Bezirksvertretung

VON BETTINA JANECEK

Beim Thema Drogenkonsumraum am Neumarkt stehen sich die Positionen weiterhin unversöhnlich gegenüber: Bei einer Aktuellen Stunde der Bezirksvertretung Innenstadt lieferten sich am Donnerstag Anwohner einerseits, Verwaltung und Politik auf der anderen Seite einen heftigen Schlagabtausch. Zu der Sitzung waren nicht nur Vertreter der „Bürgerinitiative Neumarkt“ geladen, sondern erstmals auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Der Forderung der Anwohner-Initiative, die Planungen vorerst zu stoppen, erteilte Reker eine klare Absage: Sie habe Verständnis für die Sorgen. Aber Bürgerbeteiligung heiße nicht, Einzelinteressen nachzugeben. „Niemand will so eine Einrichtung in der Nachbarschaft. Wenn wir die Anwohner fragen, kommen wir unserem Ziel keinen Millimeter weiter.“

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18 Mai 2017

Angst vor geplantem Drogenkonsumraum

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04 Mai 2017

Linke lehnt Vorgehen der Polizei ab

Gefährliche Orte
Linke lehnt Vorgehen der Polizei ab

Womöglich diskutiert demnächst der Rechtsausschuss des Stadtrats über das Thema „gefährliche Orte“ in der Stadt. Nach der Berichterstattung im „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat die Linke eine entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Drei Fragen will die Partei geklärt wissen: Nach welchen Kriterien entscheidet die Polizei, wann sie einen Ort als „gefährlich“ einstuft? Unter welchen Voraussetzungen darf auch ein einzelner Beamter eine Stelle zum „gefährlichen Ort“ erklären, und wie wird das kontrolliert? Und woran liegt es, dass die Polizei Köln gleich 13 solcher Orte definiert, andere Polizeibehörden in NRW dagegen deutlich weniger oder sogar gar keine?

Als „gefährliche Orte“ bezeichnet die Polizei nach dem Landespolizeigesetz Straßenzüge und Plätze in der Stadt, an denen die Kriminalität besonders hoch ist. Hier dürfen die Beamten Personen auch ohne Anlass kontrollieren – ausgenommen sind Menschen, die sich logischerweise dort aufhalten, also etwa Anwohner, Lieferanten oder KVB-Fahrgäste.

Linken-Fraktionssprecher Jörg Detjen lehnt diese Praxis ab: „Es gibt keine gefährlichen Orte in Köln“, sagt er. „Wir brauchen keine Stigmatisierung von Gebieten und ihren Bewohnern innerhalb der Kölner Stadtgesellschaft. Blanke Repression lehnen wir ab.“ Die Polizei, fordert Detjen, solle stattdessen „sozialräumliche und ordnungspolitische Konzepte“ für diese Gebiete vorschlagen.

Die nächste Sitzung des Rechtsausschusses ist am kommenden Montag. Ob die Antworten der Verwaltung bis dahin schon vorliegen, ist ungewiss. (ts)
– Quelle: http://www.ksta.de/26842178 ©2017

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27 Apr 2017

Mit Fahrräder helfen

Von den 150 Fahrrad-Spenden der Kölner Bank an Kölner gemeinnützige Organisationen hat VISION e.V. auch fünf erhalten und wir sagen vielen Dank!

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27 Apr 2017

Totale Freude und Ekstase gehören dazu

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28 Mrz 2017

Leserbriefe zu Artikel vom 20.3.2017 bzgl. Thiedoldsgasse

2017-03-28-KStA-Konsumraum-Leserbriefe-webDas Ende der Toleranz ist nun erreicht

Thiedoldgasse: Zu „Stadt will Drogenkonsumraum einrichten“ (Kölner Stadt-Anzeiger vom 20. 3. 2017)

Unerträglich

Das Maß ist voll! Als Mit-Eigentümerin von Immobilien sehe ich mit allergrößter Sorge den Verfall eines über Jahrzehnte gutbürgerlichen, gewachsenen und gesunden Viertels dieser Stadt. Immer hat es um den Neumarkt herum Trubel, Lärm, Autoverkehr und viele Menschen gegeben. Aber gut, das ist der zentralen Lage mitten in der Stadt und der Nähe einesVerkehrsknotenpunktes geschuldet. Nun gibt es aber schon lange ein erhebliches Drogenproblem am Neumarkt, das die Stadt durch Kontrollen, Razzien, Polizeipräsenz und Platzverweise zu bekämpfen versucht. Offenbar wenig erfolgreich. In diesem Winter hat die Stadt in der Thieboldsgasse auch noch eine Notschlafstelle ?ir Obdachlose eröffnet. Unrat, öffentliches Urinieren und das Erledigen des großen Geschäftes, gerne hausnah und in Vorgärten, Drogen- und Alkoholkonsum, handfest ausgetragene Dispute sind an der Tagesordnung. Selbst in unserem Treppenhaus sind wir vor unliebsamem Besuch nicht geschützt. Täglich räume ich mit Einmal-Handschuhen Dreck weg. Schon der Blick aus dem Fenster meiner Wohnung reicht: Offener Drogenhandel und sich einen Schuss setzende Junkies kann ich mir ansehen, ohne die Wohnung zu verlassen. Täglich! Weder Ordnungsamt noch Polizei zeigen eine sicherheitsvermittelnde Präsenz. Ich finde die gesamte Situation mittlerweile unerträglich. Das Ende der Toleranz ist erreicht. Ich halte es für eine völlig verfehlte Sozial-Politik, weitere Drogeneinrichtungen hier noch anzusiedeln. Wir bitten um zügige Handlung und Abhilfe.

BRIGITTE SCHALLENBERG, KÖLN

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