Kategorienarchiv: Presse

22 Jan 2018

Cannabis-Shops in der Innenstadt

Cannabis-Shops in der Innenstadt

HASCHISCH Politiker möchten Konsum teilweise legalisieren – Antrag in der Bezirksvertretung

Von Tim Attenberger

Köln – In mehreren Bundesstaaten der USA ist der Besitz von Marihuana bereits erlaubt, in Deutschland gibt es zumindest einige zaghafte Vorstöße. Jetzt wagen die Politiker von Grünen und Linke sowie den Wählergruppen GUT und Deine Freunde in Köln einen neuen Anlauf. Sie stellen für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt am Donnerstag einen gemeinsamen Antrag, um zumindest den Konsum von Cannabis teilweise zu legalisieren.

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18 Nov 2017

Markstein für die Malteser

Markstein für die Malteser

Einweihung Katholische Hilfsorganisation zieht mit rund 400 Mitarbeitern in ein neues Bürogebäude am Deutzer Feld

VON CLEMENS SCHMINKE

„Unglaublich funktional“, nannte Erich Prinz zu Lobkowicz, Präsident der deutschen Assoziation des Malteserordens, die moderne Zentrale in Kalk, in die der Malteser Hilfsdienst bereits im Oktober umgezogen ist. Am Freitag ist das Gebäude mit einem Familienfest für die rund 400 Mitarbeiter eingeweiht worden. Außer der Funktionalität – „manchmal am Rande von sehr einfach“ – stehe der Bau für eine „energetische Meisterleistung“, sagte Lobkowicz: Es ist ein Niedrigenergie-Gebäude mit großen Anlagen für den Tagesbetrieb und einem Energiesparmodus für die Nacht. Bürgermeister Ralf Heinen bezeichnete die Immobilie als „Markstein“ des Baugebiets „Deutzer Feld“, das seinem Namen zum Trotz in Kalk liegt. Ungewöhnlich für ein Bürogebäude, aber passend dazu, dass der Nutzer eine katholische Hilfsorganisation ist: Im vierten Stock gibt es eine Kapelle. Kardinal Rainer Woelki weihte sie und den Altar im Rahmen eines Pontifikalamts. „Lass uns mit allen Brüdern und Schwestern, die künftig Gottesdienst feiern in dieser Kapelle, zur himmlisehen Stadt Jerusalem“, sagte der Erzbischof bei der Segnung. Danach schickten Kinder aus dem Innenhof ihre an 500 Luftballons befestigten Wünsche gen Himmel.

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17 Nov 2017

Voller Scham und Sehnsucht

Voller Scham und Sehnsucht

Immer mehr Frauen sind obdachlos.
Sie leben auf der Straße besonders gefährlich.
Zwei Kölner Betroffene erzählen

VON ALEXANDRA RINCENDAHL

Die Tauben, das sind meine Freunde.“ Für Nora N., die an ihrem Stammplatz rechts neben dem Haupteingang des Hauptbahnhofs sitzt, sind die Tiere auf der Domplatte Seelenverwandte. Verkannt als schmarotzende Ratten der Lüfte. „Bettler, genau wie ich, Seelenverwandte.“ Die 34-jährige Frau mit den rot gefärbten Haaren und den feinen Gesichtszügen lebt mit Unterbrechung auf der Straße seit sie 17 Jahre alt ist. Fast genauso lange kämpft sie gegen ihre Drogensucht, in die sie in ihrer jugendlichen Rebellion damals als Punk irgendwie reingerutscht ist.

Sie schnorrt, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Nora, die offen über ihr Leben als Frau auf der Straße redet und in der Stadt bekannt ist, ist eine Ausnahme. Denn obwohl die Zahl der obdachlosen Frauen in Köln wie auch bundesweit stetig steigt, bleiben sie im Stadtbild merkwürdig unsichtbar. Egal, ob vor dem eigenen Supermarkt im Veedel oder entlang der Hohe Straße: Fast ausschließlich Männer prägen das Stadtbild.

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04 Nov 2017

Zu Hause im Nirgendwo

Zu Hause im Nirgendwo

STRASSENKINDER Der Verein Auf Achse unterstützt Kinder ohne Obdach mit den Projekten „Boje“ und „Boot“

VON DIRK RIßE

Wie alles begann, will Jessica (Name geändert) nicht erzählen. Nur so viel, dass es zu Hause oft gekracht hat. Irgendwann in diesem Sommer hielt sie es nicht mehr aus. Hat drei Tage lang überlegt, hat die Koffer gepackt und ist von zu Hause abgehauen. Raus aus Münster, in den Bus, allein und einsam ins Ungewisse. Gelandet ist sie in Köln, wo sie in diesem Sommer Wochen und Monate auf der Straße gelebt hat.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe schätzt, dass bundesweit 335.000 Menschen teilweise und 39.000 Menschen dauerhaft auf der Straße leben – Tendenz stark steigend. Knapp neun Prozent – immerhin 29.000 Mädchen und Jungen – sind minderjährige Kinder und Jugendliche. Wie viele junge Menschen in Köln obdachlos sind, können auch Experten nicht sagen.

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25 Okt 2017

Drogenkonsumraum in Kalk

Drogenkonsumraum in Kalk

Kalk (kg). Ein Konsumraum für Drogenabhängige ist etwas Unspektakuläres. Diese Erfahrung hätten Besucher nach einer Führung durch den Drogenkonsumraum des Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) am Hauptbahnhof gemacht, berichtete Norbert Teutenberg, Leiter der SKM-Beratungsstelle für Drogenabhängige in Kalk, auf der zweiten Sicherheitskonferenz, die sich mit der Einrichtung eines Drogenkonsumraums in Kalk beschäftigte.

Der Sozialpädagoge erklärte, dass es in den 17 Jahren, in denen er nun schon beim SKM an der Dieselstraße arbeite, keine erhöhte Kriminalität im Umfeld gegeben habe. Polizei-Inspektionsleiter Uwe Reischke stellte hinsichtlich der Kriminalitätszahlen fest: „Kalk ist eigentlich in Ordnung und im Vergleich zur Innenstadt ein ‚Paradies'“.

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24 Okt 2017

Artikel über Sicherheitskonferenz

Weg von den öffentlichen Plätzen

DROGENKONSUMRAUM Das Geld steht bereit, ein Betreiber auch, aber nach einem Standort wird noch gesucht

VON NORBERT RAMME

Kalk. Der Stadtteil Kalk braucht einen Drögenkonsumraum. In der Einschätzung waren sich alle Teilnehmer der zweiten Ausgabe einer öffentlichen Sicherheitskonferenz einig. Die Idee, „Themen, die uns alle beschäftigen“ mit betroffenen und interessierten Bürgern sowie Vertretern von Verwaltung, Vereinen und Organisationen aus dem Veedel zu diskutieren, hatten Kalks Bezirksbürgermeister Marco Pagano und Polizeidirektor Uwe Reischke, der als Leiter der Polizeiinspektion 6 für die Bezirke Kalk und Pofz zuständig ist.

Weil Stadtverwaltung und Gesundheitsamt vor einigen Wochen eine umfangreiche Planung für ein stadtweites Drogenhilfe-Konzept vorgelegt haben, bildete die Einrichtung eines „Drogenkonsum-raums“ in Kalk nun auch den Schwerpunkt der Diskussion, zu der mehr als 50 Interessenten in die Räume der Drogenhilfe-Einrichtung des Vereins Vision e. V an der Neuerburgstraße gekommen waren.

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14 Okt 2017

Artikel über Sicherheitskonferenz

Miteinander ins Gespräch kommen

In Kalk soll ein Drogenkonsumraum entstehen

Kalk (kg). Bereits im Vorjahr hatte die Bezirks Vertretung (BV) Kalk Beschlüsse für einen Drogenkonsumraum geschafft. Nach der jüngsten Ratssitzung rückt ein solches Hilfsangebot im Stadtteil Kalk nun näher. Dem Papier zufolge soll kurzfristig gesucht und angemietet werden. Die Einplanung zusätzlicher Gelder ist ab dem Haushaltsjahr 2019 vorgesehen.

Vor diesem Hintergrund lädt Bezirksbürgermeister Marco Pagano zu einer Sicherheitskonferenz unter dem Thema „Drogenkonsumraum in Kalk“ ein. Die Veranstaltung findet statt am 17. Oktober von 18 bis 20 Uhr in den Räumen des Vision e.V. (Neuerburgstraße 25), einem Verein für innovative Drogenselbsthilfe.

Teilnehmen können Bürger, die Fachverwaltung und Politik sowie Vereine, Institutionen und Akteure. Zu ihnen zählen zum Beispiel das Ordnungsamt, die Bezirksvertretung, das Bürgeramt, der Sozialdienst katholischer Männer, der Sozialraumkoordinator, der Interkulturelle Dienst der Stadt, der Bürgerverein, die Standortgemeinschaft, der Nachbarschaftstreff, die Köln Arcaden, die Akteure der Hallen Kalk sowie die Schulen. Sozialdezernent Dr. Harald Rau und Polizeidirektor Uwe Reischke, Chef der Polizeiinspektion Südost, haben ihr Kommen bereits zugesagt.

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26 Sep 2017

Mülheim und Kalk fordern mehr Hilfe bei Drogenproblematik

Mülheim und Kalk fordern mehr Hilfe bei Drogenproblematik

SUCHT Bezirkspolitiker kritisieren Konzept der Stadt – Fokus zu stark auf die Innenstadt gelegt

VON NORBERT RAMME

Kalk/Mülheim. Die von der Verwaltung jetzt vorgelegte Planung für ein stadtweites Drogenhilfe-Konzept sei „schön und gut, aber wir brauchen in Kalk schnelle Lösungen. Das haben wir schon vor einem Jahr mehrheitlich in der Bezirksvertretung beschlossen“, sagt Christian Robbyns, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Nun solle die Verwaltung auch die Forderung nach einem Drogen-Konsumraum in Kalk umsetzen und nicht erst abwarten, bis man in der Innenstadt – im Bereich Neumarkt – ausreichend Erfahrungen gesammelt habe. Das wurde mit der Stimmenmehrheit von SPD, FDP und Linken auch so beschlossen. Schließlich war man sich da einig: Die Innenstadt könne auch von den Erfahrungen in Kalk profitieren. Ganz wichtig sei bei der Einrichtung eines solchen Drogen-Konsumraumes, so Robbyns, „die Anwohner frühzeitig zu informieren und mit ins Boot zu holen“.

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01 Sep 2017

Interview mit Jana Reekers auf magazin.hiv

Vielfalt gegen rechte Einfalt
„Man muss diesem Gegeneinander-Ausspielen entgegenwirken“

Was würde ein Wahlerfolg der AfD für die Drogenhilfe bedeuten? Und wie zeigt sich dort schon jetzt der Rechtsruck? Jana Reekers vom Kölner Verein VISION berichtet im Rahmen unserer Kampagne „Vielfalt gegen rechte Einfalt“ von ihren Erfahrungen mit dem Thema Rechtspopulismus und Drogenhilfe.

Die Sozialarbeiterin Jana Reekers hat viele Jahre für die Drogenhilfe Köln gearbeitet. Seit November 2016 leitet sie den von VISION e.V. betriebenen Kontaktladen in Köln-Kalk. Er bietet Drogengebraucher_innen Unterstützung bei Behördenangelegenheiten sowie Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten. Für die teils wohnungslosen Besucher_innen gibt es Essen und Getränke zum Selbstkostenpreis, Waschgelegenheiten, außerdem gehören auch der Spritzentausch und ein Arbeitsprojekt für Drogengebraucher_innen zu den Angeboten des Kontaktladens.

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30 Jun 2017

Drogenkonsumraum – Positionen weiter unversöhnlich

Positionen weiter unversöhnlich

NEUMARKT Heftiger Schlagabtausch über Drogenkonsumraum in Bezirksvertretung

VON BETTINA JANECEK

Beim Thema Drogenkonsumraum am Neumarkt stehen sich die Positionen weiterhin unversöhnlich gegenüber: Bei einer Aktuellen Stunde der Bezirksvertretung Innenstadt lieferten sich am Donnerstag Anwohner einerseits, Verwaltung und Politik auf der anderen Seite einen heftigen Schlagabtausch. Zu der Sitzung waren nicht nur Vertreter der „Bürgerinitiative Neumarkt“ geladen, sondern erstmals auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Der Forderung der Anwohner-Initiative, die Planungen vorerst zu stoppen, erteilte Reker eine klare Absage: Sie habe Verständnis für die Sorgen. Aber Bürgerbeteiligung heiße nicht, Einzelinteressen nachzugeben. „Niemand will so eine Einrichtung in der Nachbarschaft. Wenn wir die Anwohner fragen, kommen wir unserem Ziel keinen Millimeter weiter.“

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