Kategorienarchiv: Presse

20 Mrz 2017

Stadt will Drogenkonsumraum einrichten

Kommt der neue städtische Drogenkonsumraum in die Thieboldsgasse?

Quelle: http://www.ksta.de/26225142 ©2017Innenstadt – Seit zwei Jahren wird über einen Drogenkonsumraum am Neumarkt geredet, der die Süchtigen davon abbringen soll, auf einem der zentralsten Plätze der Stadt in aller Öffentlichkeit Heroin zu spritzen oder zu rauchen. Nachdem die Verwaltung lange vergeblich nach einem Standort gesucht hat, verdichten sich die Hinweise, dass ein Vermieter gefunden wurde.

„Mir wurde bei einem Gespräch im Polizeipräsidium gesagt, dass der Drogenkonsumraum an die Thieboldsgasse kommen soll“, sagt Henrik Hanstein, Inhaber des Auktionshauses Lempertz, der als Anlieger des Neumarkts seit Jahren unter den Begleiterscheinungen der Drogenszene zu leiden hat.

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09 Mrz 2017

Konsumraum für Junkies in Kalk gefordert

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Konsumraum für Junkies in Kalk gefordert

Kalk. Schon vor neun Monaten hatte die Kalker Bezirksvertretung mit der Stimmenmehrheit von SPD, Linken und FDP beschlossen, dass mindestens ein rechtsrheinischer Drogenkonsumraum als Regelangebot im Stadtbezirk Kalk als Ergänzung zum bestehenden Angebot in der Innenstadt und auf der linken Rheinseite eingerichtet werden solle. Zudem war damals von der Stadtverwaltung bis November 2016 ein Sachstands-Bericht über die mögliche Umsetzung dieses Beschlusses eingefordert worden. Doch eine solche Antwort seitens der Verwaltung steht weiterhin aus, obwohl die Forderung nach einem rechtsrheinischen Drogenkonsumraum inzwischen aus dem Stadtrat unterstützt wird. Daher haben die Bezirksvertreter von SPD und Linken nun nochmals nachgehakt und mit einer gemeinsamen Anfrageden immer noch fehlenden Bericht und die schleppende Umsetzung ihres Beschlusses moniert. (Kölner Stadt-Anzeiger vom 9.3.2017, NR)

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18 Dez 2016

Junkies sorgten für Baustopp am Kölner Gymnasium

Nach Gesprächen mit den verantwortlichen Mitarbeiter*innen des Wohnversorgungsbetriebe der Stadt Köln und der Baufirma, die auf dem Gelände zwischen Kant- und Neuerburgstrasse arbeiten, hat unser Arbeitsprojekt sich in einer gewaltigen Fleißarbeit der Fläche angenommen.
Nach 2 Tagen intensiver Arbeit ist das Gelände nun von den Hinterlassenschaften der dort Konsumierenden gesäubert.
Mir ist es dabei sehr wichtig noch einmal darauf hinzuweisen, dass es sich bei dieser Arbeit -ebenso wie bei den Spritzensammeltouren im Veedel- um eine freiwillige und unbezahlte Leistung von VISION und seinen Mitarbeitern handelt. Dafür gebührt jedem einzelnen der sich dort einbringt große Anerkennung und Dank. Leider wird dies besonders von den Medien nicht immer in der angemessenen Form aufgegriffen und transportiert.
Marco Jesse (Geschäftsführer VISION e.V.)

 

Köln – Schüler und Lehrer des Kaiserin-Theophanu-Gymnasiums in Kalk warten schon lange auf den ersehnten Erweiterungsbau an der Kantstraße. Vor sieben Jahren beschlossen, sollte es nun endlich losgehen.

Stopp wegen Spritzen

Doch noch bevor das beauftragte Tiefbauunternehmen mit den Aushubarbeiten beginnen konnte, war sprichwörtlich „Schicht im Schacht“. Grund: Hier konsumieren Junkies ihre Drogen.

Überall im hohen Gras und unter Büschen finden sich benutzte Spritzen; Alu-Papier-Fetzen liegen herum, auf denen die Abhängigen das Heroin erhitzen. „Das Ausmaß ist so groß, dass wir dort nicht arbeiten können“, sagt Sebastian Josephs, Bauleiter beim Tiefbauunternehmen „Glasmacher & Söhne“ aus Mechernich-Kommern.

Baustelle stillgelegt

Wegen des Risikos, sich an Heroinspritzen zu verletzen, ließ Josephs die Baustelle stilllegen und informierte die Gebäudewirtschaft der Stadt. „Wir wissen nicht, wie gewaltbereit Drogenkranke reagieren, wenn sie sehen, dass wir ihren Umschlagsplatz zerstören“, so Josephs weiter.

Auch die Polizei hätte der Firma zur Vorsicht geraten. Die Stadt Köln bestätigte, dass der Bauzaun in der Vergangenheit schon mehrmals eingetreten wurde.

Zaun soll Areal schützen

Nun soll das Areal durch einen Holzzaun gesichert werden. „Am Montag wird die Drogenberatungsstelle sich das Gelände vornehmen und es entsprechend säubern“, so Stadtsprecher Jürgen Müllenberg.

Quelle: http://www.express.de/25313982 ©2016

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15 Dez 2016

Reaktion auf unseren offenen Brief

Nach unserer Stellungnahme (offener Brief) zum Zeitungs-Artikel vom 6.12.2016 im Kölner Stadt-Anzeiger über Köln-Kalk-Verbot erschien heute ein weiterer Leitartikel des Lokalteils „Mülheim, Kalk, Deutz“ des Kölner Stadt-Anzeigers.

Verdrängung befürchtet

BETRETUNGSVERBOT  Verein „Vision“ übt Kritik am Vorgehen der Polizei – Bereiche können individuell zugeschnitten werden

VON BEATRIX LAMPE

2016-12-15-ksta-verdraengungKalk. Die neue Praxis der Polizei, Straftäter und Personen, die zur Begehung von Straftaten beigetragen haben, mit einem Betretungsverbot für bestimmte Orte zu belegen, ist bei der Hilfseinrichtung „Vision, Verein für innovative Drogenselbsthilfe“ auf Kritik gestoßen. In einem offenen Brief, macht Geschäftsführer Marco Jesse seine Befürchtung deutlich, Köln könne mit dem Kalk-Verbot „in Zeiten des Junkie-Joggings“ zurückfallen, in denen „die bloße Vertreibung Ziel des Handelns war“.

Am Beispiel eines Betroffenen macht der Vereinssprecher deutlich, dass von den „Kalk-Verboten“ nicht nur Menschen betroffen seien, die „mehrfach wegen allerlei Delikten polizeilich in Erscheinung getreten sind.“ Jesse nennt als Beispiel einen Drogenabhängigen, der ein Kalk-Verbot aufgrund von fünf Vorkommnissen bekommen habe. In keinem dieser Fälle sei eine Straftat begangen worden; der Mann habe sich lediglich „in Gegenwart anderer Personen, die der Drogenszene zugehörig sind, auf der Platzfläche vor dem Kalker Rathaus“ aufgehalten.

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06 Dez 2016

Offener Brief / Stellungnahme zu Köln-Kalk-Verbot

Offener Brief

2016-12-06-ksta-kalk-verbot-web

Stellungnahme zu Artikel in Kölner Stadt-Anzeiger über Köln-Kalk-Verbot

In ihrem Beitrag berichten sie davon, dass von den „Kalk-Verboten“ Menschen betroffen sind, die „mehrfach wegen allerlei Delikten polizeilich in Erscheinung getreten sind…“ Dies entspricht unseres Wissens nach nicht den Tatsachen. Dies möchte ich beispielhaft nur aus einem der betroffenen Fälle darstellen.

Keine Straftaten

Der vom Aufenthaltsverbot betroffene Drogenabhängige erhielt das Kalk-Verbot aufgrund von 5 Vorkommnissen in der Zeit zwischen September und Mitte November diesen Jahres. Alle einzelnen Vorkommnisse sind uns detailliert bekannt. In keinem dieser Fälle wurde eine Straftat begangen. Er hielt sich lediglich „in Gegenwart anderer Personen, die der Drogenszene zugehörig sind, auf der Platzfläche vor dem Kalker Rathaus“ auf.

Vertreibungspolitik

Hier wird äußerst deutlich, welche ordnungspolitische Strategie die Polizei aktuell verfolgt. Es geht im Kern darum, drogenabhängige Menschen aus dem Stadtbild zu vertreiben und ihnen den Aufenthalt im öffentlichen Raum möglichst unbequem zu machen.

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06 Dez 2016

Straftäter werden ausgesperrt

Straftäter werden ausgesperrt

2016-12-06-ksta-kalk-verbot-web

POLIZEI-AKTION Nach etlichen Delikten dürfen 14 Täter bestimmte Standorte in Kalk nicht mehr betreten – Notfalls Haft

VON BEATRIX LAMPE

Kalk. Das hätte sich ein „Hells Angels“-Rocker gewiss nicht träumen lassen, dass er mit einem dummen Spruch zum Tippgeber für die Polizei werden und dazu beitragen sollte, Kalk sicherer zu machen. „Hast du nicht Kalk-Verbot?“ brüllte der Rocker vor ein paar Wochen einem anderen Mann quer über die Kalker Hauptstraße zu, wohl in Anlehnung an einen Comedy-Beitrag vom  Tom Gerhardt. Polizeiinspektionsleiter Uwe Reischke hörte die Frotzelei und nahm sie zum Anlass, genau das, ein Kalk-Verbot, für polizeibekannte Täter in die Wege zu leiten.

Das geht so: Die Polizei durchforstet die nach Stadtteilen sortierten Daten über Vorfälle, Anzeigen, Festnahmen in bestimmten örtlichen Bereichen und filtert Personen heraus, die dort schon mehrfach wegen allerlei Delikten polizeilich in Erscheinung getreten sind. Und diese Leute mit einer aktenkundigen Vita bekommen ein Schreiben zugesandt, das ihnen den Aufenthalt an bestimmten Orten für bis zu drei Monate verbietet.

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23 Aug 2016

Arzneimittel Naloxon kann bei Überdosis Leben retten

Bochum. In der Krisenhilfe gab es eine Schulung zur Anwendung des Medikaments Naloxon. Es kann bei einer Heroin-Überdosis Leben retten.

Rechts im Bild Marco Jesse und Esther Nock

Rechts im Bild Marco Jesse und Esther Nock zeigen den Teilnehmer die Handhabung des Notfallsets in den Räumen der Krisenhilfe an der Viktoriastraße in Bochum. Foto: Gero Helm

Der Konsum von Heroin sorgt in Deutschland immer noch für etwa 1000 Todesfälle pro Jahr. Die Droge kann sowohl intravenös eingenommen als auch durch die Nase gezogen werden. Die Folgen einer Überdosierung reichen von Ohnmachtsanfällen bis hin zum Tod. Um diesen vorzubeugen, bedarf es lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie der Zugabe des Medikaments „Naloxon“. „Binnen von zwei bis drei Minuten setzt die Atmung wieder normal ein und man ist stocknüchtern“, erklärt Dr. Axel Hentschel, Leiter des Landesverband Junkies, Ehemalige und Substituierte (JES).

Erhältlich ist Naloxon nur auf Privatrezept oder in Suchtambulanzen wie der Bochumer Krisenhilfe. In einem Notfallkit befinden sich neben zwei mit Naloxon befüllten Ampullen auch eine Spritze und ein Nasenzerstäuber. Durch das Aufziehen des Gegenmittels in die Spritze und die Befestigung am Zerstäuber ist das Medikament „wie ein Nasenspray“ anzuwenden, so Hentschel. Der Diplom-Pädagoge weist darauf hin, dass Naloxon zwar schnell, aber nicht als Entzug wirkt. „Der Abhängige will weiter konsumieren. Süchtige sind schwerkranke Menschen.“
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  Aug 2016

Die Männer vom Bahnhof Neumarkt

Köln hat ein Drogen-Problem. Das ist nicht mehr zu übersehen, vor allem am Neumarkt. Ein neuer Drogenkonsumraum soll das Elend lindern

Fast täglich kommt es zu lautem Streit und Gerangel vor dem Büdchen am Neumarkt. Und im Zwischengeschoss der Stadtbahnstation liegen immer wieder Menschen, neben ihnen Utensilien für den Konsum harter Drogen. Auch der Josef-Haubrich-Hof ist ein Treffpunkt der Drogenszene. Dass Köln ein Problem mit Drogen hat, ist nicht mehr zu übersehen. Nicht nur am Neumarkt, auch am Friesenplatz und am Ebertplatz, ebenso wie in Kalk, Mülheim oder am Kölnberg.

Mittlerweile haben Politik und Verwaltung das erkannt — nachdem sich lange niemand so recht für die Lage interessierte. Das Thema ist heikel: Vielen Bürgern würde es reichen, die Abhängigen einfach zu vertreiben. Aber so verdrängt man buchstäblich das Problem. Das hat die Politik verstanden, selbst frühere Hardliner.

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25 Jul 2016

Drogenkurier Nr. 106

Cover_Drogenkur_106

Titel(-themen)

  • Es reicht Frau Mortler!
  • Alternativer Drogen- und Suchtbericht
  • Smoke It 2
  • Bundesverdienstkreuz für Jürgen Heimchen
  • uvm.

Download

Drogenkurier Nr. 106

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22 Jul 2016

Artikel über Gedenktag von Kölnische Rundschau

Folgen des Drogenkonsums
Kölner Selbsthilfeverein „Vision“ gedenkt Drogentoten

Quelle: http://www.rundschau-online.de/24434986 ©2016

48 Menschen sind in Köln 2015 an den Folgen des Drogenkonsums gestorben. Mit Mahnwachen und Infoständen am Neumarkt und anderen Brennpunkten machte am „Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“ der Verein für innovative Drogenselbsthilfe Vision auf eine nach seiner Ansicht gescheiterte Drogenpolitik aufmerksam. „Die bisherige Politik mit ihrem Fokus auf Repression, Strafverfolgung und einem unrealistischen Abstinenzanspruch ist gescheitert“, meint Geschäftsführer Marco Jesse. Drogen gebe es trotz Verbots überall – sogar in Haftanstalten.

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