05 Nov 2018

Drogenkonsumraum – Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Drogenkonsumraum für Kölner Innenstadt
Noch keine Lösung am Neumarkt in Sicht

Köln – In Berlin gibt es sie schon: mobile Konsumräume in umgebauten Kleintransportern, in denen sich Abhängige ihre Drogen verabreichen können. Ob dies auch eine Lösung für den Kölner Neumarkt sein könnte, wo bislang alle Bemühungen, einen stationären Konsumraum einzurichten gescheitert sind, darüber herrscht bislang Uneinigkeit. Der Sozialdienst Katholischer Männer, der den Drogenkonsumraum am Hauptbahnhof betreibt, hatte bereits im Juni dieses Jahres angekündigt, ein Drogenkonsummobil als Zwischenlösung anschaffen zu wollen. Damit könnten auch die Anwohner von den Vorteilen überzeugt werden, hieß es seinerzeit. Sozialdezernent Harald Rau indes hält die mobile Variante für „keine gute Lösung“.

Erfahrungen aus Berlin

Das Kölner Gesundheitsamt veranstaltete nun ein Fachgespräch zum Thema „Erfahrungen aus Berlin und NRW“, bei dem die Vor- und Nachteile der jeweiligen Drogenhilfeangebote beleuchtet werden sollten. Zu den Referenten gehörte auch Astrid Leicht, Geschäftsführerin des Vereins Fixpunkt, der in Berlin bereits seit 2003 ein mobiles Angebot betreibt.

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  Nov 2018

Eine moderne Drogenpolitik nützt allen

thumbnail of 2018_05_15_eine_moderne_drogenpolitik_nuetzt_allenEine Handreichung für die Politik
Eine moderne Drogenpolitik nützt allen

Gemeinsam das Mögliche möglich machen
Drogenpolitik kann vor Abhängigkeit, Gesundheitsschäden und dem Tod bewahren. Gesellschaftliche Folgeschäden kann sie vermindern.

Drogenpolitik hat den Sinn, schädliche Folgen des Drogenkonsums zu verhindern. Menschen sollen vor gesundheitlichen Schäden geschützt, Todesfälle vermieden werden. Die Gesellschaft profitiert, wenn zum Beispiel Folgekosten im Gesundheitswesen reduziert werden, wenn Beschaffungskriminalität vermindert wird oder Wohngegenden vor Belastungen durch offene Drogenszenen bewahrt werden.

Die schlechte Nachricht zuerst: Die deutsche Drogenpolitik hat diesen Anspruch in den letzten Jahren immer weniger einlösen können. Die Zahl der Drogentoten ist kontinuierlich gestiegen. Auch der Konsum erschiedener illegaler Drogen wie Crystal Meth (Methamphetamin) und NPS (Neuer psychoaktiver Substanzen) hat zugenommen. Bei den legalen Volksdrogen Tabak und Alkohol ist Deutschland Hochkonsumland. Hunderttausende sterben jedes Jahr an den Folgen.

Die gute Nachricht lautet: Es gibt Alternativen. Wissenschaftlich erprobte Konzepte können Individuen und Gesellschaft sehr viel wirksamer schützen als bisher. In anderen Ländern sind sie bereits erfolgreich erprobt worden. Die Chancen sind enorm.

Eine innovative Drogenpolitik birgt enorme Chancen für alle Bürger_innen

Trotzdem stoßen diese Möglichkeiten oft zunächst auf große Widerstände. Dahinter steht der Wunsch nach einer Gesellschaft ohne illegale Drogen und die Sorge, Drogenkonsum könnte verharmlost werden. Das ist verständlich. Zielführend ist es oft allerdings nicht. Was wir brauchen, sind Maßnahmen, die wirklich etwas verändern. Dabei gilt es, die verfügbaren Ressourcen – seien es finanzielle oder in Polizei und Justiz – effektiver einzusetzen als bisher. Denn zurzeit verpuffen viele Mittel im Kampf gegen Windmühlen.

Die Möglichkeiten einer innovativen Drogenpolitik sind enorm. Gemeinsam können wir viel mehr erreichen, wenn wir neue Wege erschließen. Für eine innovative Drogenpolitik einzutreten, erfordert dabei Expertise, Klarheit und etwas Mut. All das möchten wir mit dieser Broschüre vermitteln. Wir wissen: Drogenpolitik ist oft kein dankbares Thema für Politikerinnen und Politiker. Wir möchten dazu beitragen, dass sich daran etwas ändert.

Denn das ist die beste Nachricht: Die meisten Befürchtungen angesichts einer anderen Drogenpolitik sind vollkommen unberechtigt.

Ganz im Gegenteil: Eine wirksame Drogenpolitik ist gut für alle Menschen in Deutschland.

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  Okt 2018

Take-Home-Naloxon-Programme in Deutschland

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  Okt 2018

Zusammen contra geben gegen Hepatitis C

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  Okt 2018

Polizeikontakt – Was tun?

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18 Okt 2018

Wechselausstellung – Marina Latza

Touching Colours by Marina Latza

Während meines Studiums der Erziehungswissenschaften und der praktischen Durchführung in der Arbeit mit und über Menschen in Freiburg in den 90igern, entdeckte ich das vermehrte Umsetzen von Pädagogik und Praxis in der Kreativität. Allein schon aus dem Grund der Selbstreflexion und Relax Phasen war das Malen mit Farben sehr hilfreich und entspannend. Seit 2000 nun in Köln, entdeckte ich unter Hinzugabe von anderen Materialien, dass Bilder zum Anfassen entstanden. Meine erste Ausstellung in Köln in der Kaijtek Bar im Ferkulum nannte ich deshalb Touching Colours und behielt den Namen in der Signatur bei einigen Bildern bei. TC=Marina Latza

Viel Spaß beim Anschauen! ML Köln, 18.10.2018

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25 Sep 2018

Bürger wollen weiter mitreden

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22 Sep 2018

Demo: Hallen Kalk für alle

Liebe Kölner,

während in unserer Stadt Raum für soziale und kulturelle Projekte ebenso wie bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird, bietet sich derzeit in Kalk die Chance auf ein Modell der Stadtentwicklung abseits der reinen Markmechanismen:
Für das Areal der Hallen Kalk fand im Juli 2017 ein Werkstattverfahren mit Bürgerbeteiligung statt, das mit einem bemerkenswerten Ergebnis endete, welches weitgehend soziokulturelle Nutzungen, genossenschaftliches Wohnen und eine Entwicklung unter maßgeblicher Beteiligung der zahlreichen im Stadtteil aktiven Initiativen und Vereine vorsieht.

Leider ist seitdem nichts benennbares geschehen, das in Richtung einer Umsetzung dieser Ideen deutet – stattdessen wurden erste Entscheidungen ohne die Beteiligung derer gefällt, die sich aus der Stadtgesellschaft heraus für die Hallen engagieren. Auch der Antrag des Baustelle Kalk e.V. auf Einrichtung und Betrieb des im Plan genannten Subkulturhofs liegt seit einem Jahr unbeantwortet bei der Stadt Köln – auf Anfrage heißt es, man solle noch „etwas Geduld“ haben!

Aber unsere Geduld neigt sich langsam dem Ende! Mit einer festlichen Kundgebung und einem Demonstrationszug durch den Stadtteil wollen wir am kommenden Samstag, 22. September zeigen, dass wir viele sind, dass wir nicht nur Wünsche, sondern auch Ideen zu ihrer Umsetzung haben und dass wir nicht dulden, wenn Bürgerbeteiligung als Alibiveranstaltung missbraucht und am Ende doch wieder „business as usual“ gemacht wird!

Kommt deshalb am Samstag auf den Ottmar-Pohl-Platz vor den Hallen Kalk, wo wir den ganzen Tag feiern werden und von wo auch unser Umzug durch den Sadtteil beginnt und endet: Bringt Euch einen Stuhl mit und alles, was laut ist. Für Essen, Trinken und viele Infos ist gesorgt. Einen sehr langen Tisch bauen wir gemeinsam!

Das Programm des Tages findet Ihr auf dem Flyer im Anhang und auf Facebook:

https://www.facebook.com/events/258098321515392/

Infos zu den Hallen und dem Werkstattverfahren gibt es hier:

http://www.hallen-kalk.de/

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13 Sep 2018

Wechselausstellung – Jürgen Schmeka

Jürgen Schmeka

Im Rahmen der diesjährigen „KalkKunst“ gibt es in den Räumlichkeiten von VISION e.V. bis zum 15.10.2018 eine Ausstellung von Jürgen Schmeka anzuschauen, wobei die Motive vom Kölner Dom, über Stillleben und Portraits bis hin zu Autos reichen.

Jürgen Schmeka, Baujahr 1961, ist wohnhaft in Köln und Malen und Zeichen ist sein Hobby. Gerne arbeitet er auch im Auftrag (zeichenkoenig24@gmx.de).

https://oldtimer-grafiker.jimdo.com

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  Aug 2018

Drogenkurier Nr. 115

Cover Drogenkurier Nr. 115

Thema

  • Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

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Drogenkurier Nr. 115 (8 MB)

21. Juli 2018 in Köln

Große Veranstaltung in der Innenstadt auf dem Rudolfplatz

Wie schon im Vorjahr trommelte VISION e.V. in Köln verschiedene Vertreter des Kölner Drogenhilfesystems, der Selbsthilfe, der Stadt und der Aidshilfen zusammen, um gemeinsam den Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen zu begehen. In regelmäßigen Planungstreffen mit allen Beteiligten formte sich die Idee, zum 20-jährigen Jubiläum des Gedenktags ein etwas größeres Event mit Bühnenprogramm auf dem Rudolfplatz zu veranstalten. Die Mahnwache am Neumarkt in der Innenstadt und die anschließende Gedenkfeier in Kalk, welche die letzten Jahre geprägt hatte, wurden so in einer Veranstaltung vereint.
Der Rudolfplatz wurde auch deshalb für den 21. Juli gewählt, da bereits die ersten Gedenktage in Köln dort stattfanden, womit wir geschichtlich anknüpfen und gewissermaßen den Kreis schließen konnten. An dem sonnigen und warmen Samstag erreichten wir in dem regen Treiben der Innenstadt direkt an den Kölner Ringen vor der tollen Kulisse des Hahnentores viele Menschen und trugen so sehr dazu bei, das Thema Drogengebrauch und den unnötigen Tod vieler Drogengebraucher*innen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

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