31 Aug 2021

Pressemitteilung

Pressemitteilung von JES Bundesverband und Landesverband JES NRW zum International Overdose Awareness Day am 31.08.21

Tag gegen Überdosierung – 1581 Todesfälle müssen für alle ein Alarmzeichen sein

Im Jahr 2020 sind mit 1581 Drogengebraucher*innen mehr Menschen an den Folgen von
Überdosierung und den Langzeitfolgen des Konsums von Schwarzmarktsubstanzen verstorben, als wir
es in den vergangenen 20 Jahren erleben mussten.

Mit dem „INTERNATIONAL OVERDOSE AWARENESS DAY“ am 31. August machen in Deutschland und in
ca. 100 weiteren Ländern Menschen auf diesen Missstand aufmerksam. Auch das JES Netzwerk ist
dabei.

„Diese erschreckend hohe Zahl ließe sich mit entsprechenden Maßnahmen reduzieren“, so Mathias
Häde vom JES Bundesvorstand. “Der Anstieg von Todesfällen in Verbindung mit dem Konsum von
Amphetamin und Metamphetamin erfordert eine Reaktion. Dass bis heute jegliche Bemühungen
scheiterten, Drug Checking Projekte (Beratung und Substanzanalyse) einzurichten, ist nicht
nachvollziehbar“, so Häde weiter. Erst durch aufgeweckte Toxikologen in Jena und dem DrogerieProjekt in Erfurt, gelang es nun, das erste Drug Checking Projekt ohne Erfordernis einer Zustimmung
des Bundes umzusetzen.

Fast 40% der Drogentodesfälle stehen in Verbindung mit dem Konsum von Opioiden. „Es gilt, massiv in
den Erhalt und Aufbau von Angeboten der Substitutionsbehandlung zu investieren, damit diese
gefährdete Gruppe ihre Opiate unter kontrollierten, medizinischen Bedingungen erhält,“ so Ralf
Runniger vom Vorstand JES NRW.

„Mit dem neuen Bundesmodellprojekt NALtrain, im Rahmen dessen in den nächsten 3 Jahren tausende
Opiatkonsument*innen in den Besitz eines Naloxon Nasensprays als Lebensretter bei
Überdosierungen gelangen sollen, wurde der richtige Weg eingeschlagen“, so Claudia Schieren vom JES
Bundesvorstand.

Das JES Netzwerk ist sich mit vielen anderen Experten (Mitarbeiter*innen in Einrichtungen der Aids- und
Drogenhilfe, Wissenschaftler*innen, Strafrechtler*innen, Mediziner*innen und Politiker*innen) einig, dass
diesen Hilfsangeboten im Schatten des Totalverbot von Erwerb und Besitz illegalisierter Substanzen
ihre Wirkung genommen wird. Die sich daraus ergebende Verfolgung und Kriminalisierung von
Millionen Drogengebraucher*innen ist für den Tod vieler tausend Menschen verantwortlich.

Die konsequente Entkriminalisierung von Erwerb und Besitz zum Eigenbedarf sowie der Ausbau
medizinischer Angebote kann, wie JES es sieht, hier der richtige Weg sein, um Menschenleben zu retten.

Letztlich werden wir so aber “das Drogenproblem” nicht wirklich lösen können. Nein, dazu bedarf es
einer umfassenden gesetzlichen Neubewertung derzeit illegalisierter Substanzen, also den
überwachten Handel in entsprechenden Geschäften mit qualifiziertem Personal. Nur so kann letztlich
Kontrolle und effektiver Jugendschutz stattfinden, nur so überlassen wir nicht Abertausende weiterhin
den gierigen Händen der Drogenmafia.

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27 Aug 2021

Bundestagswahl 2021

WICHTIGE INFO:
 
Informationen zur Teilnahme an Bundestagswahl am 26.09.2021 für wohnungslose Personen in Köln.
 
Für die Bundestagswahl am 26.09.2021 gelten folgende Voraussetzungen:
 
1. Vollendung des 18. Lebensjahrs,
2. Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland eine
3. Kein Ausschluss vom Wahlrecht nach § 13.
 
Folgende Nachweise sind notwendig:
a) Personalausweis oder Reisepass
b) Sonstige Nachweise (z.B. Sozialhilfebescheid, Leistungsbescheid ALG II, etc.)
c) Bescheinigung des Wohnungsgebers/ der Heimleitung / oder des Sozialen Dienstes über den tatsächlichen und ununterbrochenen Aufenthalt in Köln.
d) Der Antrag muss bis spätestens 05.09.2021 gestellt werden
e) Der Antrag ist persönlich zu stellen beim Wahlamt:
 
Dillenburger Str. 68-70
51105 Köln Öffnungszeiten
Mo. – Do. 08.00 – 16.00 Uhr
Fr. 08.00 – 12.00 Uhr

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20 Aug 2021

International Overdose Awareness Day

Am 31.8. gedenken Freunde, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen der Opfer von Überdosierungen. Ihre Botschaft: Viele Drogentodesfälle lassen sich vermeiden. Die Mittel sind bekannt – was fehlt, ist der politische Wille.

 

 

 

 

Unter dem folgenden Link findet Ihr eine Dokumentation vom JES Bundesverband. Sie behandelt den letztjährigen International Overdose Awareness Day und wurde aus zugesandten Fotos erstellt sowie in “Sechs Strategien Gegen Überdosierung” unterteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link: https://www.jes-bundesverband.de/wp-content/uploads/2021/01/Doku_Awareness_Internet.pdf

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06 Aug 2021

Friseur*in gesucht!

Für unseren Kontaktladen in Kalk suchen wir 1x in der Woche eine*n engagierte*n Friseur*in auf ehrenamtlicher Basis. Für nähere Infos schreibt uns einfach an.

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26 Jul 2021

Zeitungsartikel Gedenktag

Ein Artikel zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen 2021.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Junge Welt Nr. 168 vom 23.07.2021

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22 Jul 2021

Bilder Gedenktag 2021

Hier ein paar Impressionen vom internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen 2021 auf unserem Gelände in Kalk . Viel Spaß beim durchschauen!

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16 Jul 2021

Schattenrisse

Schattenrisse– Eure persönliche Botschaft zum Gedenktag 2021

Viele Drogengebraucher*innen, Angehörige, Mitarbeiter*innen in Aids- und Drogenhilfen sowie Ärzt*innen haben in den zurückliegenden Jahren Menschen durch eine Überdosis oder eine Erkrankung verloren, mit denen sie eine ganz besonders lange oder intensive Zeit beruflich und/oder privat verbinden.

Die Schattenrisse

Wir möchten anlässlich des Gedenktages im Jahr 2021 eine Idee aus der Vor Ort Arbeit aufgreifen und mittels Schattenrissen eine Möglichkeit bieten, um Menschen die aufgrund von Konsumbedingungen, Schwarzmarktsubstanzen oder infolge von HIV und Hepatitis und anderen Erkrankungen verstarben, zu gedenken.

DIe Schattenrisse sollen  kein Ebenbild von tatsächlich Verstorbenen sein, sondern verschiedene Geschlechter  und Typen von Menschen darstellen.

Wie funktioniert die Nutzung?

Ihr könnt die Schattenrisse für Webseiten aber insbesondere für die Arbeit im Bereich Social Media benutzen, also für Facebook, Twitter, Instragram

1- Klickt auf das entsprechende Bild und klickt auf „speichern unter“ oder kopieren

2- Dann geht ihr auf euren Facebook oder Twitter oder Instragram Kanal und setzt das Foto ein und schreibt eine persönliche Botschaft dazu: hier ein paar Beispiele die uns schon erreicht haben

  • Stephanie verstorben 2010. Eine starke Frau, die mich sehr beeindruckt hat
  • Klaus, verstorben 2010. Du alter Rocker, dein Witz und deine Fröhlichkeit hat vieles etwas einfacher gemacht
  • Bernd, verstorben 2020 konnte die letzten Monate seines Lebens endlich in der eigenen Wohnung verbringen und ist dort, friedlich im Schlaf gestorben.
  • Dean, verstorben 1993. Du hast Recht behalten: Rente brauchst du keine.
  • Rene, verstorben 1988. Mit dir begann mein Abenteuer, das ich bis heute ohne dich lebe. Ich denke oft an dich, mein Freund

Wichtig ist, dass ihr alle Beiträge- egal wo- mit #DuFehlst kennzeichnet

Quelle: https://www.jes-bundesverband.de/2021/07/18593/

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15 Jul 2021

Pressemitteilung

Pressemitteilung von VISION e.V.  zum Protest-, Trauer- und Aktionstag 21. Juli 2021

„Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen“

 

50 Familien trauern um ihre Kinder –  50 Drogentote

Mit 1581 Drogentodesfällen im Jahr 2020 verzeichnen wir die höchste Zahl seit 20 Jahren.

Auch in Köln starben im Jahr 2020 erneut 50 Menschen – Kinder, Geschwister, Eltern, Freunde und Freundinnen – an den Folgen von Schwarzmarkt und unter den oft katastrophalen Konsumbedingungen.

„Viele dieser Todesfälle wären zu vermeiden“, erklärt David Tepr von VISION e.V., „wenn die Politik im Bund und in den Ländern den Mut hätte,  das Hilfesystem weiterzuentwickeln“.

In der Substitutionsbehandlung vermisst VISION e.V. als niedrigschwelliges Kontakt- und Hilfeangebot,  individuelle Behandlungsangebote, statt der standarisierten Behandlung mit L – Polamidon und Methadon. „Es ist deutlich erkennbar, das viele Menschen, die mit diesen Substanzen substituiert werden, zusätzlichen Konsum von Heroin betreiben, weil das Substitut bei ihnen keinen Behandlungserfolg bringt. Die Palette der Medikamente für eine Substitutionsbehandlung ist breit gefächert, daher die Aufforderung von VISION e.V. an die Ärzte, nutzt die Möglichkeiten die sich bieten“, so Hilde Yen vom Vorstand VISION e.V.

Ein weiterer Baustein Leben zu retten sind Drogenkonsumräume. Köln als Millionenmetropole bietet zurzeit 7 Konsumplätze, die unter Corona Bedingungen nochmals reduziert sind. Vergleichbare Städte, wie Hamburg, Frankfurt  verfügen über 3-4-mal so viele Konsummöglichkeiten.  „Ein Ratsbeschluss für weitere Konsumplätze reicht nicht. Dieser Beschluss muss in die Realität umgesetzt werden“, so Claudia Schieren von VISION e.V.

Die Menschen konsumieren weiterhin in der Öffentlichkeit, alleine, ohne medizinische Unterstützung und sterben ggf. auch alleine.

VISION e.V. als Teil des bundesweiten JES Netzwerks fordert die Stadt Köln auf, aktiver zu werden in der Schaffung niedrigschwelliger Angebote für Drogenkonsumierende. Nur so können wir die Todeszahlen reduzieren, mehr Menschen ins Hilfesystem integrieren und für das Jahr 2021 hoffentlich eine niedrigere Zahl als 50 vermerken.

 

 

Kontakt: Claudia Schieren/David Tepr, Email: leitung@vision-ev.de, Tel: 0221/820073-0

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13 Jul 2021

Impftermine

Weitere Impftermine für das Kölner Stadtgebiet!

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25 Jun 2021

Rechtsberatung

Hallo liebe Gäste,

ab dem 03.07.2021 könnt ihr euch in der Zeit zwischen 12 Uhr und 15 Uhr vertreten durch die Kanzlei Eßer & Eßer in unseren Räumlichkeiten in Kalk beraten lassen. Es handelt sich hierbei um ein wiederkehrendes Angebot. Zukünftig könnt ihr euch im vier Wochen Rhytmus, jeweils Dienstags, zu der genannten Zeit, rechtliche Unterstützung einholen.

https://esser-esser.de/

 

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