Archiv

P1050641

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.vision-ev.de/archiv/

Kategorienarchiv: Archiv

18 Jul 2010

Die Wiener Erklärung zur XVIII. Internationalen AIDS Konferenz

Die „Wiener Erklärung“ ist die offizielle Erklärung der XVIII. Internationalen AIDS-Konferenz (AIDS 2010), die vom 18. bis 23. Juli in Wien (Österreich) stattfindet. Die Erklärung wurde von einem Team internationaler Fachleute verfasst und von verschiedenen weltweit führenden wissenschaftlichen Gremien aus den Bereichen HIV und Drogenpolitik initiiert: der Internationalen AIDS-Gesellschaft, dem Internationalen Zentrum für Wissenschaft in der Drogenpolitik (ICSDP) sowie dem BC Centre for Excellence in HIV/AIDS.

Hier geht es zum Text der Erklärung http://www.diewienererklarung.com/

Die Wiener Erklärung ist eine Stellungnahme, die zum Ziel hat, die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern, indem sie zur Einbeziehung von wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Bekämpfung illegaler Drogen aufruft. Wir laden die Öffentlichkeit, Wissenschaftler und Vertreter der Heilberufe dazu ein, diese Erklärung zu unterstützen, damit Regierungen und internationale Organisationen auf die Thematik aufmerksam werden und damit deutlich gemacht wird, dass eine Reform der Drogenpolitik im internationalen Rahmen dringend geboten ist.

11 Mai 2010

GBA-Richtlinien zur Diamorphin-Abgabe ernten Widerspruch

Statt sie zu fördern werde eine Ausweitung der diamorphingestützten Behandlung Schwerstabhängiger durch die neuen Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen erschwert oder gar verhindert. Diese Befürchtung äußert der JES-Bundesverband gegenüber der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Dyckmans selbst hatte sich kritisch zu den Richtlinien des Gemeinsame Bundesausschusses (GBA) geäußert.

JES – das Kürzel steht für „Junkies und ehemalige Substituierende“ – versteht sich als Interessenvertretung drogengebrauchender Menschen. Matthias Häde vom JES-Vorstand bemängelt die Ansprüche, die der GBA formuliert habe: „Eine permanente Anwesenheit eines Arztes während der 12-stündigen Öffnungszeit sowie drei ärztliche Vollzeitstellen zur Bedingung für die Behandlung mit Diamorphin zu machen, ist fachlich schlicht nicht nachvollziehbar und wird viele kleine Einrichtungen vor Probleme stellen.“ Der GBA ist zuständig für die Richtlinien, nach denen die Krankenkassen medizinische Regelleistungen übernehmen.
Die GBA-Leitlinien seien restriktiver als die Gesetzesvorschriften, die der Bundestag im Mai des vorigen Jahres verabschiedet habe, kritisiert mit Marco Jesse ein weiteres JES-Vorstandsmitglied. Gleiches habe es vor einigen Jahren bereits bei den Richtlinien für die Methadon-Substitution gegeben. Die damalige Drogenbeauftragte habe diese Regelungen sogar außer Kraft setzen lassen. Weiterlesen »

22 Feb 2010

Anti Rassismus Bündnis „Schäl Sick“

Einladung zum Vernetzungstreffen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Stigmatisierung von sogenannten Randgruppen auf der Schäl Sick

Ein offenes Vorbereitungstreffen findet am 22. Februar 2010 um 19.00 Uhr im Tagungsraum 1, Bürgerhaus Kalk, statt. Auf diesem Treffen soll eine Gründungs-veranstaltung für ein überparteiliches Bündnis gegen Nazis und Rassismus auf der Schäl Sick vorbereitet werden.

Bei der Landtagswahl im Mai will Pro NRW an die erschreckenden Kommunal-wahlergebnisse von Pro Köln anknüpfen. Gerade im Rechtsrheinischen konnten die Rassisten Wahlerfolge feiern. Hinter dem betont bürgerlichen Auftreten der selbsternannten „Bürgerbewegung“ steckt eine gefährliche Taktik. Sie wollen Hass und Ablehnung gegen Muslime, Andersdenkende und Wehrlose in der Gesellschaft verbreiten. Sie wollen ihren Rassismus salonfähig machen und die Bevölkerung spalten. Weiterlesen »

18 Jan 2010

Warnung – Milzbrand Todesfall bei Drogenkonsumenten in Aachen

Aus Nordrhein-Westfalen (StädteRegion Aachen) wurde dem Robert Koch-Institut (RKI) der Fall eines 42- jährigen Mannes übermittelt, der im Dezember an den Folgen von Milzbrand verstorben ist. Der Mann hatte sich vermutlich Heroin intravenös in die Kniekehle injiziert. Am 6.12.2009 wurde er stationär aufgenommen, am 13.12.2009 verstarb er an Multiorganversagen.

Auch aus Schottland wurden zuletzt wiederholt Fälle von Milzbrand nach meist intravenösem Heroinkonsum bekannt. Mit Stand vom 11.1.2010 haben die schottischen Behörden Kenntnis von 14 Fällen, von denen 7 verstarben. Die Fälle ereigneten sich, wie auch der Aachener Fall, im Dezember 2009. Soweit bekannt ist, war der in Aachen Verstorbene nicht kürzlich in Schottland. Es ist nicht bekannt, ob er Kontakte in die Niederlande hatte. Weiterlesen »

11 Sep 2009

JES Bundesverband der Junkies/Ehemaligen/Substituierten e.V. in Köln gegründet

Beim Jahrestreffen 2009 im Rahmen des Berliner Fachtags „20 Jahre JES“ wurde der JES-Sprecherrat beauftragt, dem Netzwerk eine Rechtsform zu geben, also einen eingetragenen gemeinnützigen Verein zu gründen. Dieser Schritt ist nun vollzogen:

Am 11.09.2009 ist in Köln die Gründungsveranstaltung von JES – Bundesverband der Junkies, Substituierten und Ehemaligen, kurz JES abgehalten worden.
In den Vorstand des Vereins sind die aktuellen Bundessprecher Claudia Schieren, Marco Jesse und Jochen Lenz gewählt worden. Weiter gehören dem Vorstand Katrin Heinze und Mathias Häde an, die aktuellen Schienenkoordinatoren des bisher als Netzwerks organisierten Bundesverbands.

29 Mai 2009

Gesetzesänderung zur Heroinbehandlung beschlossen

Es ist geschafft! Mit deutlicher Mehrheit hat der deutsche Bundestag gestern einer Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zugestimmt.

Die Forderung vom JES Netzwerk, AIDS Hilfen und vielen anderen, der Behandlung mit Heroin eine gesetzliche Grundlage zu geben, ist damit endlich erfüllt worden. Heroin als Medikament wird ins Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung überführt. Dies geschieht dann allerdings unter engen, im Betäubungsmittelgesetz geregelten Erlaubnisvoraussetzungen, was eine sinnvolle medizinische Nutzung von Heroin in einem breiteren Rahmen weiterhin blockieren wird.

Dennoch ist dieser Schritt zu begrüßen und unser Dank gilt allen Abgeordneten, die ihrem Gewissen folgten und mit ihrem Abstimmungsverhalten Menschenleben retten. Das lobenswerte Durchhaltevermögen der Kommunen wie beispielsweise der Stadt Köln, die trotz der fehlenden Finanzmittel vom Bund bis zuletzt an diesem innovativen Behandlungsansatz festgehalten haben, hat sich öletztlich bezahlt gemacht.

Nun gilt es den nächsten Schritt zu tun und Diamorphin als Medikament für alle die es benötigen zugänglich zu machen.

10 Nov 2008

Josh von Soer Preis für Jürgen Heimchen

Wir gratulieren Jürgen Heimchen (Vorsitzender Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V.) zur Auszeichnung mit dem Josh-von-Soer-Preis.

Der Preis wurde im Rahmen des diesjährigen DGS Kongress in  Berlin vom akzept Verband verliehen und ehrt Jürgens:

  • Beispielhafte und wirksame Öffentlichkeitsarbeit für akzeptierende und humane Ansätze in der Drogenarbeit
  • Die Schaffung des Gedenktages für verstorbene Drogenhabhängige und dessenEntwicklung zu einem bundesweiten drogenpolitischen Aktionstag
  • Den Einsatz für Entstigmatisierung und Abbau von Diskriminierung Drogenabhängiger
  • Das Engagement in gesundheitspolitischen Inititativen
  • Den Beharrlichen Einsatz für das Ziel der kontrollierten Legalisierung

Wir freuen uns über die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die Jürgen Heimchen und seiner kontinuierlichen und engagierten Arbeit für Drogen gebrachende Menschen entgegen gebracht wurden. Ohne Menschen wie Jürgen wären sicher viele Veränderungen in der Drogenhilfelandschaft nicht möglich gewesen oder hätten länger auf sich warten lassen.

Weiter so Jürgen!

Laudatio von Dirk Schäffer (Vorstand akzept Bundesverband/Drogenreferent Deutsche AIDS Hilfe e.V.) Weiterlesen »

04 Jun 2008

Vorratsdatenspeicherung verhindert sensible Gespräche

vds_ohr_2.gifDie zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.002 Bundesbürgern am 27./28. Mai 2008.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen (731 der Befragten).

Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.

Weiterlesen »

  Mai 2008

VORSICHT! Ungewöhnlich hoher Wirkungsgrad

Liebe Leserinnen und Leser der Junkie Bund Seite,

in den letzten Tagen und Wochen sind auffallend viele Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher in Köln verstorben. Vielleicht kanntet ihr selbst den einen oder anderen oder habt von seinem Tod gehört.

Der Verdacht liegt nahe, das der Grund hierfür ein teilweise ungewöhnlich hoher Wirkstoffgehalt im Heroin ist oder besonders schädliche Streckmittel genutzt wurden.

Wir möchten Euch daher dringend bitten, bei unbekannter Stoffqualität besonders vorsichtig zu dosieren. Wenn ihr den Verkäufer oder seine Droge nicht kennt, testet erst einmal vorsichtig mit einer kleinen Dosis an – am besten nicht injizieren sondern rauchen – das verringert das Risiko einer Überdosis. Wenn möglich konsumiert mit einer Person Eures Vertrauens, damit im Fall eines Drogennotfalls (Überdosis) ein Notarzt verständigt wird.

Solltet ihr bei einer Überdosis dabei sein oder dazukommen, ruft in jedem Fall einen Notarzt.

Ganz besonders riskant ist der Konsum schon nach kurzen Pausen und in Verbindung mit anderen Drogen wie Kokain oder Benzos.

Wenn Ihr noch genauere Information zum Vorgehen in Drogennotfällen und bei Überdosierungen braucht, meldet Euch im Junkie Bund Café. Dort werden wir in Kürze einen erste Hilfe Kurs zu diesem Thema anbieten.

Bis dahin gilt in jedem Fall – Euer Eingreifen kann Leben retten !!!

05 Mrz 2008

Finanzierungsstop bei Heroinbehandlung

JES-Netzwerk zum Finanzierungsstop des Bundes bei der Heroinbehandlung

Steht die Heroinbehandlung vor dem Aus?

In einem formalen Schreiben teilte die Bundesdrogenbeauftragte, Frau Sabine Bätzing den am Modellprojekt zur Heroinvergabe beteiligten Städten mit, dass die Bundesförderung dieser notwendigen und erfolgreichen Behandlungsoption Ende Februar eingestellt wird.

Nachdem bereits ideologische und nach übereinstimmender fachlicher Wertung völlig unbegründete Vorbehalte die Übernahme dieser Behandlungsform in die Regelversorgung hochgradig abhängiger Menschen verhindert haben, ist nun auch die laufende Behandlung von ca. 550 betroffenen Menschen gefährdet.

Weiterlesen »

25 Feb 2008

Eine drogenpolitische Katastrophe?

Steht die Kölner Heroinbehandlung vor dem aus?

In einem formalen Schreiben teilte die Bundesdrogenbeauftragte -Frau Sabine Bätzing- den Städten, die sich an dem Modellprojekt zur Heroinvergabe beteiligen mit, das die Bundesförderung dieser notwendigen und erfolgreichen Behandlungsoption Ende Februar eingestellt wird.

Nachdem bereits ideologische Vorbehalte die Übernahme dieser Behandlungsform in die Regelversorgung schwerstabhängiger Menschen verhindert haben, sind nun auch die laufenden Behandlungen von ca. 550 Betroffenen gefährdet.

Diese Entscheidung der Bundesregierung, ist für alle in die Studie eingebundenen Drogengebraucher eine Katastrophe. Die erzielten Erfolge in allen Bereichen -Gesundheit, gesellschaftliche Integration, Arbeit, Beschaffungskriminalität u.v.m.- werden aufgrund von Ignoranz und politischer Feigheit fahrlässig gefährdet.

Weiterlesen »

25 Feb 2008

Vorwürfe der Grünen sind falsch

BMG – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Diamorphinbehandlung weiterhin möglich

Sabine BätzingBerlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, stellt angesichts der aktuellen Vorwürfe klar:
„Die Diamorphinbehandlung kann in den bestehenden Ambulanzen in Bonn, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe,Köln und München unverändert fortgeführt werden. Für die Patienten ändert sich nichts. Kursierende Meldungen,die das Ende der Diamorphinbehandlung an die Wand malen, sind irreführend. Ich trete unverändert dafür ein, dass der Gesetzentwurf des Bundesrates möglichst bald durch den Bundestag verabschiedet wird.

„Der von den Grünen erhobene Vorwurf des Wortbruchs von SPD und CDU ist deshalb schlicht falsch.“

Weiterlesen »

31 Dez 2007

Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verkündet

Verfassungsbeschwerde und Eilantrag gegen Vorratsdatenspeicherung eingereicht

vds_ohr_2.gifDie vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung initiierte Verfassungsbeschwerde gegen die sechsmonatige Speicherung aller Verbindungsdaten ist heute beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht worden. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik haben rund 30.000 Menschen einen Rechtsanwalt mit der Erhebung einer Verfassungsbeschwerde beauftragt. Der Arbeitskreis veröffentlicht zugleich Empfehlungen zum Schutz vor der ab 2008 geltenden „Totalprotokollierung der Telekommunikation“. Weiterlesen »

09 Nov 2007

Verabschiedung des Gesetzentwurfs zur Vorratsdatenspeicherung

Der Bundestag hat am heutigen Freitag mit den Stimmen der großen Koalition den Gesetzentwurf zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland beschlossen. Die Oppositionsparteien votierten geschlossen gegen das Vorhaben. Bei der von den Grünen und den Liberalen geforderten namentlichen Abstimmung sprachen sich insgesamt 366 von 524 anwesenden Abgeordneten für den Entwurf aus, 156 dagegen. Das Gesetz bedarf noch der Unterschrift des Bundespräsidenten. Falls diese erfolgt, wird vor dem Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingelegt.

vds_ohr_2.gifGegen die totale Protokollierung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!
Mitmachen bei der Sammelklage!

Ob die Vorratsdatenspeicherung noch verhindert werden kann, hängt wesentlich vom öffentlichen Druck ab! Weiterlesen »

06 Okt 2007

Mitgliederversammlung der Deutschen Aidshilfe

Grußwort der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
Sabine Bätzing, MdB

PDF-Datei