Stadt Revue Kölnmagazin

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Name: Stadt Revue Kölnmagazin
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Letzte Beiträge

  1. Alles auf null — 1. Juli 2018
  2. Titelthema der Stadtrevue: Die Rauschzone — 29. März 2018
  3. Die Männer vom Bahnhof Neumarkt — 1. August 2016
  4. Sex in der Pampa — 1. Juni 2011
  5. Ticker — 1. Februar 2008

Liste der Autorenbeiträge

  Jul 2018

Alles auf null

Alles auf null

Das Aus für den Drogenkonsumräum am Neumarkt wirft das Hilfskonzept um Jahre zurück

Eigentlich sollte im August ein Drogenkonsumräum am Neumarkt eröffnen. Menschen, die sich öffentlich Heroin spritzen, sollten Vergangenheit sein. Doch daraus wird nichts. Anfang Juni wurde bekannt, dass der Vermieter des Hauses an der Thieboldsgasse, in dem der Drogenkonsumräum eingerichtet werden sollte, den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat. Die Verwaltung habe kein überzeugendes Sicherheitskonzept vorgelegt, so die Begründung.

„Das ist eine fatale Entwicklung“, sagt Marco Jesse, Geschäftsführer des Drogenhilfevereins Vision. „Damit gerät das gesamte Hilfskonzept der Stadt ins Stocken.“ Denn der Konsumraum war Grundlage für ein komplexes Hilfesystem mit niedrigschwelligen Angeboten für die Bewältigung des Alltags, Hilfen zum Suchtausstieg sowie Wohnungs- und Jobvermittlungen. Der Rat der Stadt hatte das Konzept vergangenen Herbst nach jahrelangen Diskussionen beschlossen und 3 Mio. Euro bewilligt, um das Elend der Drogenabhängigen zu lindern.

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29 Mrz 2018

Titelthema der Stadtrevue: Die Rauschzone

DIE RAUSCHZONE

Die Zeit des Heroins ist bald vorbei? Für Köln stimmt das nicht. Am Wiener Platz, Neumarkt oder Friesenplatz ist das Elend der Abhängigen für jeden sichtbar. Nun will die Stadt das Drogenproblem in den Griff kriegen – mit mehr Hilfsangeboten und Konsumräumen

Im Minutentakt füllt ein Pfleger Methadon-Lösung in Pappbecher, drückt anschließend auf den Orangen-saftspender und reicht die grellfarbige Mischung über die Theke. Gleich endet die Mittagsvergabe, noch zehn Menschen warten vor dem Ausgabefenster der Substitutionsambulanz in der Lungengasse. Hier, direkt hinter dem Gesundheitsamt, bekommen täglich mehr als 300 Suchtkranke Drogenersatzstoffe und werden medizinisch und psychosozial betreut.

Nur wenige Schritte sind es von hier bis zum Neumarkt, der seit vielen Jahren als Kölns Drogenhotspot Nummer eins gilt. Zuweilen kommen Passanten nicht umhin, an der KVB-Station oder vor der Stadtbibliothek am Josef-Haubrich-Hof mit anzusehen, wie Menschen sich Heroin aufkochen und die Spritze setzen. Doch auch am Friesenplatz, am Wiener Platz in Mülheim, in Kalk oder am Kölnberg gehören solche Bilder zum Alltag. Schätzungsweise 10.000 Menschen sind in Köln abhängig von illegalen Drogen. Im Gegensatz zu anderen Städten ist Heroin hier die Droge Nummer eins, gefolgt von Kokain und „Benzos“, also Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Mehr als 2000 Kölner sind in Substitution. Laut Polizeistatistik gab es 2016 so viele Rauschgiftdelikte wie in keinem der zehn Jahre zuvor. 42 Menschen starben direkt an den Folgen ihres Drogenkonsums. Geraten die Drogenprobleme in Köln außer Kontrolle?

„Es wird jedenfalls zunehmend öffentlich konsumiert, die Hemmschwelle sinkt“, sagt Marga Weisner vom Verein Drogenhilfe. Sie ist als Streetworkerin täglich an den innerstädtischen Treffpunkten der Szene unterwegs, auch am Neumarkt. Weil der Platz zentral gelegen, gut einzusehen ist und Fluchtmöglichkeiten in alle Richtungen bietet, ist er beliebt bei Dealern von harten Drogen – und ihren Kunden. Schon seit 2014 gibt es dort eine „erhöhte Beschwerdelage“, der öffentliche Druck nahm stetig zu.

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  Aug 2016

Die Männer vom Bahnhof Neumarkt

Köln hat ein Drogen-Problem. Das ist nicht mehr zu übersehen, vor allem am Neumarkt. Ein neuer Drogenkonsumraum soll das Elend lindern

Fast täglich kommt es zu lautem Streit und Gerangel vor dem Büdchen am Neumarkt. Und im Zwischengeschoss der Stadtbahnstation liegen immer wieder Menschen, neben ihnen Utensilien für den Konsum harter Drogen. Auch der Josef-Haubrich-Hof ist ein Treffpunkt der Drogenszene. Dass Köln ein Problem mit Drogen hat, ist nicht mehr zu übersehen. Nicht nur am Neumarkt, auch am Friesenplatz und am Ebertplatz, ebenso wie in Kalk, Mülheim oder am Kölnberg.

Mittlerweile haben Politik und Verwaltung das erkannt — nachdem sich lange niemand so recht für die Lage interessierte. Das Thema ist heikel: Vielen Bürgern würde es reichen, die Abhängigen einfach zu vertreiben. Aber so verdrängt man buchstäblich das Problem. Das hat die Politik verstanden, selbst frühere Hardliner.

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  Jun 2011

Sex in der Pampa

Aufregung in der Szene: Die Ausweitung des Sperrbezirks in Meschenich verdrängt die Prostituierten

Jeder, der schon mal mit der Bahn von Köln nach Bonn gefahren ist, kennt den stufenförmigen, braungerandeten Hochhauskomplex Kölnberg. An diesem Morgen ist es hier drückend warm, aber die Sonne ist kaum zu sehen. Die Wolken scheinen an den riesigen, mehrstöckigen Wohnblöcken hängen zu bleiben. An der Fuhr heißt eine der großen Hauptstraßen im Viertel. Zwischen den Gebäuden ein winziger Spielplatz, der im Schatten der Betonburgen liegt.

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  Feb 2008

Ticker

2008_02_stadtrevue_ticker.jpg+++ Auch der Junkie Bund, der zuletzt viel Ärger am alten Standort hatte, soll noch in der ersten Jah-
reshälfte umziehen: von der Taunusstraße in Humboldt-Gremberg an die Neuerburg-straße in Köln-Kalk. Das neue Gebäude soll auf einem städtischen Grundstück, gegenüber der Halle Kalk, errichtet werden. +++

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  Nov 2006

Junkies und Asoziale

Junkie-Szene Humboldt-Gremberg

In Humboldt-Gremberg gibt es eine Junkie-Szene. Der Bürgerverein sorgt sich und vergreift sich im Ton

Unterschiedlicher könnten die Zahlen nicht sein. Hundert benutzte Spritzen fände sie täglich, beteuert Helga Perschmann-Plättner, Vorsitzende des Bürgervereins Humboldt-Gremberg. Besonders viele Beschwerden höre sie vom Spielplatz und den Kindergärten. Auch der Junkiebund (JB) sammelt seit einem Jahr den Unrat ein. Im letzten Jahr habe man zum Beispiel am Spielplatz insgesamt zwei Spritzen gefunden, sagt Manfred Krekeler, Diplom-Pädagoge beim JB. Weiterlesen »

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  Mai 2004

In unserem Veedel

Seit letztem November hat der Junkie Bund e.V. seine Kontakt- und Informationsstelle in Köln-Humboldt. Eine Bürgerinitiative will den Auszug des Vereins erreichen

2004-05-xx-stadt-revue-in_u.jpg»Die Arbeit hier läuft sehr gut«, sagt Bernd Lemke. »Wir haben wieder etwa 40 Besucher am Tag, die zum Spritzen tauschen, Wäsche waschen oder Essen kommen. Auch die psychosoziale Betreuung wird angenommen, unsere Warteliste ist dicht.« Der Leiter und Mitbegründer des 1990 gegründeten Junkie Bund e.V ist mit dem neuen Standort in der Taunusstraße 12 b, Köln-Humboldt, zufrieden.
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