Geschichte

Zu einer Zeit, als die Drogenproblematik immer stärker in das öffentliche Bewusstsein trat und die traditionelle Suchthilfe erkennen musste, dass sie nur einen kleinen Teil der Drogenkonsumenten erreichen konnte, waren innovative Ansätze und neue Denkmodelle gefragt. In dieser Atmosphäre entstand bei den Vereinsgründern schon früh der Wunsch, durch eine eigene niedrigschwellige Anlaufstelle die Kölner Drogenhilfelandschaft …

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Kategorienarchiv: Geschichte

11 Sep 2009

JES Bundesverband der Junkies/Ehemaligen/Substituierten e.V. in Köln gegründet

Beim Jahrestreffen 2009 im Rahmen des Berliner Fachtags “20 Jahre JES” wurde der JES-Sprecherrat beauftragt, dem Netzwerk eine Rechtsform zu geben, also einen eingetragenen gemeinnützigen Verein zu gründen. Dieser Schritt ist nun vollzogen:

Am 11.09.2009 ist in Köln die Gründungsveranstaltung von JES – Bundesverband der Junkies, Substituierten und Ehemaligen, kurz JES abgehalten worden.
In den Vorstand des Vereins sind die aktuellen Bundessprecher Claudia Schieren, Marco Jesse und Jochen Lenz gewählt worden. Weiter gehören dem Vorstand Katrin Heinze und Mathias Häde an, die aktuellen Schienenkoordinatoren des bisher als Netzwerks organisierten Bundesverbands.

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25 Jun 2009

Fachtagung “20 Jahre JES-Netzwerk”

Celia-Bernecker-Preis für VISION e.V.

Für viele Anwesenden völlig überraschend, trat Dirk Schäffer vor die Versammelten und verkündete die Verleihung des Celia-Bernecker-Preises an den Verein “VISION e.V.”, ehemals Junkie Bund Köln. In der Laudatio ging Dirk Schäffer auf die Geschichte und die Entwicklung des Junkie Bund Köln ein und hob die besonderen Verdienste von Bernd Lemke, der am 6. Oktober 2006 verstorbene langjährige Geschäftsführer des JBK hervor.

Bei allen Verdiensten einzelner Personen und Persönlichkeiten in Köln sowie im bundesweiten Netzwerk stellte Dirk Schäffer die besondere Relevanz von funktionierenden Teams heraus. Dieser Teamgedanke bildet die Basis und ist die Grundlage für die Entwicklung des Erfolgs von VISION e.V.

Mit der Auswahl des Preisträgers der Celia-Bernecker-Medaille am Abend des ersten Tages zeigte der JES-Sprecherrat ein überaus gutes Gespür.

Mit VISION e.V. erhielt in der 15-jährigen Geschichte dieses Preises erst zum zweiten Mal eine JES-Gruppe diese höchste Auszeichnung des bundesweiten JES-Netzwerks.

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  Jun 2009

Erste Kölner KISS Gruppe in Vorbereitung

KISS steht für “Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum”. Es handelt sich hierbei um ein neu entwickeltes verhaltenstherapeutisches Selbstmanagementprogramm (“Behavioral Self-Control Training”) zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen (vlg. Körkel & GK Quest, 2005).

KISS richtet sich an Drogengebrauchende Menschen -auch Substituierte- die nicht oder noch nicht abstinent leben können und/oder wollen, sich aber mit ihrem Drogenkonsum nicht mehr wohlfühlen und etwas daran ändern wollen.

KISS verändert den Blick. Drogenkonsumenten erfahren sich nicht mehr als hilflos, defizitär und fremdbestimmt, sondern als selbständig zielsetzende, entscheidende und handelnde Personen. MitarbeiterInnen der Drogenhilfe erleben sich nicht als Druck ausübende ÜberredungskünstlerInnen, sondern als wertschätzende und achtsame GesprächsleiterInnen und BegleiterInnen des Veränderungsprozesses.

Alle Drogengebraucher die an der Teilnahme an diesem Angebot interessiert sind, können sich ab sofort zur Terminvereinbarung mit uns in Verbindung setzen.

KISS Interessierte

KISS Flyer

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29 Mai 2009

Gesetzesänderung zur Heroinbehandlung beschlossen

Es ist geschafft! Mit deutlicher Mehrheit hat der deutsche Bundestag gestern einer Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zugestimmt.

Die Forderung vom JES Netzwerk, AIDS Hilfen und vielen anderen, der Behandlung mit Heroin eine gesetzliche Grundlage zu geben, ist damit endlich erfüllt worden. Heroin als Medikament wird ins Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung überführt. Dies geschieht dann allerdings unter engen, im Betäubungsmittelgesetz geregelten Erlaubnisvoraussetzungen, was eine sinnvolle medizinische Nutzung von Heroin in einem breiteren Rahmen weiterhin blockieren wird.

Dennoch ist dieser Schritt zu begrüßen und unser Dank gilt allen Abgeordneten, die ihrem Gewissen folgten und mit ihrem Abstimmungsverhalten Menschenleben retten. Das lobenswerte Durchhaltevermögen der Kommunen wie beispielsweise der Stadt Köln, die trotz der fehlenden Finanzmittel vom Bund bis zuletzt an diesem innovativen Behandlungsansatz festgehalten haben, hat sich öletztlich bezahlt gemacht.

Nun gilt es den nächsten Schritt zu tun und Diamorphin als Medikament für alle die es benötigen zugänglich zu machen.

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06 Feb 2009

Liebe Eltern und Angehörige

Liebe Eltern und Angehörige von Drogenkonsumenten und Drogenkonsumentinnen!

Wenn…

  • Ihr verzweifelt seid, weil Eure Söhne oder Töchter, Eure Partner oder Partnerinnen, Eure Geschwister oder Freunde illegale Drogen konsumieren,
  • ihr nicht wisst, was Ihr tun sollt, um Eurem Angehörigen zu helfen,
  • Ihr Informationen zur Behandlung von Suchterkrankungen braucht,
  • Ihr in einem persönlichen Gespräch über Eure Sorgen und Ängste wegen der familiären Drogenprobleme sprechen wollt,
  • Eure familiäre oder partnerschaftliche Beziehung wegen des Drogenproblems zu zerbrechen droht,
  • Eure eigene Kraft am Ende ist und Ihr selbst Hilfe, Beratung und Zuwendung braucht,

Dann…

… möchten wir Euch helfen und zur Seite stehen:

In unseren Räumen bieten wir seit Februar 2009
jeden Freitag von 12:00 bis 16:00 Uhr
Gespräche, Beratung und Informationen an.

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18 Nov 2008

Baum im Gedenken an Bernd Lemke gepflanzt

im Gedenken an Bernd LemkeAm Abend der Einweihungsfeier pflanzten wir, im Andenken an Bernd Lemke, der 2006 verstarb, einen Kirschbaum.

Der “Vater” des Kölner Junkie Bund und langjährige Aktivist des bundesweiten JES Netzwerks (Junkies/Ehemalige/Substituierte) hat damit auch sichtbar den Platz besetzt, den er als Mensch und Ideengeber immer bei VISION haben wird.

Künftig kann an diesem Ort den Drogengebrauchern gedacht werden, die an den Folgen eines von Ausgrenzung, Stigmatisierung und Repression geprägten Lebens versterben. VISION und seine Mitarbeiter werden, auch in der Verpflichtung diesen Menschen gegenüber, weiterhin ein grundsätzliches Umdenken in der deutschen Drogenpolitik einfordern und an der Umsetzung eines bedarfsgerechten Drogenhilfeangebots mitarbeiten. Weiterlesen »

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18 Nov 2008

Redebeitrag zu Einweihung und Namensänderung

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Scho-Antwerpes,
sehr geehrte Frau Beigeordnete Bredehorst,
liebe Besucherinnen und Besucher
Ich freue mich über ihr zahlreiches Erscheine und das große Interesse an unserer Arbeit und den neuen Räumen für die Kontakt- und Anlaufstelle von VISION e.V.
Mit dem heutigen Abend möchten wir die Beratungsstelle offiziell einweihen und uns bei allen bedanken, deren Unterstützung es uns ermöglicht hat in so schönen Räumen unsere Arbeit fortzuführen.

Besonderer Dank geht an dabei an Sie Frau Scho-Antwerpes, liebe Elfi, an Frau Bredehorst und an den Rat der Stadt Köln. Ohne das zur Verfügung stellen der nötigen Finanzmittel hätte das Projekt „Neubau einer Anlaufstelle“ nicht gelingen können. Bedanken will ich mich aber auch beim Gesundheitsamt, Dr. Leidel, Dr. Berger und Frau Schmeißer mit denen gemeinsam ein geeignetes Gelände gesucht und gefunden wurde und bei den Wohnversorgungsbetrieben Herr Schleicher, Frau Cremer und Herrn May um nur einige zu nennen ohne die das Projekt nicht hätte geplant und umgesetzt werden können.

Mindestens genauso wichtig war aber auch die ideelle Unterstützung unserer Arbeit durch die Bezirksverwaltung, den Bürgerverein, die Bürgerstiftung KalkGestalten, die Standortinitiative und viele mehr. Weiterlesen »

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18 Nov 2008

Einweihungsfeier

Am 18. November möchten wir unseren Unterstützern aus Politik und Verwaltung unserem Kollegen, Freunden und Nachbarn die neuen Räume in der Neuerburgstrasse 25 präsentieren.

Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, um die mit dem Umzug in Kraft getretene Änderung des Vereinsnamens von Junkie Bund zu “VISION e.V. – Verein für innovative Drogenselbsthilfe” zu feiern.

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01 Okt 2008

Namensänderung in VISION e.V.

Plakat“VISION”? soll einerseits etwas neutraler klingen, andererseits aber auch die Vision beinhalten, die deutschlandweit einzigartige Kombination aus Selbsthilfe und professioneller Hilfe zu erhalten und auszubauen.

Nach nunmehr 18 Jahren kontinuierlicher und erfolgreicher Arbeit haben sich der Vorstand und die Mitglieder des Junkie Bund Köln entschieden, dem Verein zum 1. Oktober 2008 einen neuen Namen zu geben. Aus dem Junkie Bund Köln e.V. wird VISION e.V. – Verein für innovative Drogenselbsthilfe.

VISION e.V. Logo

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  Aug 2008

Errichtung der neuen Räumlichkeiten: Neuerburgstr. 25

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