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Titelthema

  • 40 Jahre Synanon und nichts gelernt?

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Drogenkurier Nr. 85 (PDF - 2,4 MB)

Wird Nordrhein-Westfalen zum Drogenparadies?

Rot-Grün will über kleine Drogendelikte öfter hinwegsehen, um die Großdealer zu fassen. Die Opposition warnt vor Verharmlosung.

Für Polizisten sind Situationen wie diese Alltag: Bei einer Führerscheinkontrolle fällt dem jungen Fahrer ein merkwürdiges Tütchen auf den Boden. Bei genauerer Betrachtung erweist sich dessen Inhalt als Bröckchen Haschisch - und schon wird der Drogenbesitzer angezeigt. Wiegt besagtes Bröckchen mehr als sechs Gramm, kann der Besitzer bislang davon ausgehen, dass ihm auch der Prozess gemacht wird. Der führt zwar nur sehr selten zur Vor- oder gar Haftstrafe. Aber eine “eindringliche Warnung davor, den Weg in die selbstzerstörerische Abhängigkeit weiterzugehen, ist so ein Prozess eben doch”. Und daran solle sich auch nichts ändern, meint der CDU-Rechtsexperte Peter Biesenbach.

Ganz anders sieht das die rot-grüne Landesregierung. Deren Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hat nun einen Erlass in die Feinabstimmung mit anderen Ministerien gegeben. Sobald dieser in Kraft tritt, spätestens im Frühling, werden Drogenbesitzer weit seltener mit abschreckenden Prozessen rechnen müssen. Denn: Die Landesregierung will Staatsanwälten nahelegen, Verfahren wegen Drogenbesitzes öfter einzustellen. Zu diesem Zweck wird per Erlass die sogenannte Eigenbedarfsgrenze erhöht: Künftig darf die Staatsanwaltschaft Verfahren einstellen, wenn der Delinquent mit maximal zehn Gramm Haschisch oder Marihuana und maximal einem halben Gramm Heroin, Kokain oder Amphetaminen erwischt wird.

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Prostitution - Stadtverwaltung erwägt Ausweitung des Sperrbezirks im Kölner Süden - Harter Verdrängungskampf

VON TIM STINAUER

Sie schlendert vor dem Aldi-Parkplatz auf und ab, sucht den Blickkontakt mit Männern in vorbeifahrenden Autos. Die Frau mit dem schwarzen Zopf zittert vor Kälte. Sie trägt eine hüftlange Daunenjacke und blaue Jeans. Ihre dünnen Finger umklammern den Griff einer roten Lederhandtasche.

„Fragen ist okay, aber keine Fotos”, bittet Tanja (Name geändert). „Meine Eltern wissen nicht, was ich hier mache.” Die 42-Jährige arbeitet als Prostituierte - früher in einem Bordell im Rhein-Sieg-Kreis, seit November auf dem Straßenstrich in Meschenich. „Was soll ich machen?”, fragt Tanja und zuckt mit den Schultern. „Ich saß lange im Knast und habe ein teures Hobby.” Kokain.

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Ab 2011 tritt eine neue Härtefall-Regelung für Hartz-4-Empfänger in Kraft. Für Fahrtkosten sind 16 € monatlich im Regelsatz eingerechnet. Dieser Betrag ist nicht ausreichend für tägliche Fahrten zur Substitutionsvergabe. Daher entschied das Sozialgericht Wiesbaden am 9.2.2010, dass dies nicht ausreicht.

Anfang 2010 besteht die Möglichkeit, Anträge auf Fahrtkostenerstattung zu stellen. Wir haben euch Vorlagen für die Anträge bereitgestellt:

Genaue Hintergrundinformationen erhaltet Ihr unter den folgenden Links:

Buprenorphin-Generika mit den Namen CRAS® und Buprenorphin Dura®

Neben Subutex® stehen jetzt Generika, also Kopien des ursprünglichen Medikaments, zur Substitution zur Verfügung. Diese Generika tragen den Namen Buprenorphin-Dura® bzw. Cras®. Diese Generika enthalten Buprenorphin in gleicher Dosis wie beim Originalpräparat Subutex®. Die identische Wirksamkeit scheint ebenfalls überprüft und garantiert.

Im Gegensatz zu Subutex® enthalten diese Buprenorphin-Tabletten aber zusätzlich Talkum. Talkum ist ein puderähnlicher Stoff, mit dessen Beimischung Wirkstoffe zu Tabletten gepresst werden.

Achtung: Bei missbräuchlicher Verwendung von talkumhaltigen Buprenorphin- Tabletten (spritzen, sniefen) gelangt dieses Talkum in den Körper und kann sich etwa an den Herzklappen oder in der Lunge ablagern und zu schweren Krankheiten führen.

Für den Fall, dass diese Buprenorphin-Präparate auf dem Schwarzmarkt auftauchen, möchten wir aufklären und warnen, dass ein Spritzen und Sniefen dieser Tabletten mit erheblichen gesundheitlichen Gefahren verbunden ist.

Daher gilt: Nicht auflösen und spritzen ! Nicht sniefen!

Bitte gebt diese Information an andere Substituierte und Drogenkonsumenten weiter!

In einer Ausgabe der Welt Online vom 06. Februar 2011 ist ein ausnahmsweise sehr gut und seriös recherchierter Beitrag zum Drogenthema veröffentlicht. Die Autoren Fernando Henrique Cardoso und Michel D. Kazatchkinel plädieren darin für einen pragmatischeren Umgang mit der Problematik.

http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article12462030/Der-Krieg-gegen-Drogen-ist-schon-lange-verloren.html

Wer möchte das nicht gern? In fremden Städten ausstellen, ohne gleich horrende Reisekosten bezahlen zu müssen. Seit Oktober 2009 gibt es dafür eine neue Adresse: CROSSART

Eine Idee des Kölner Künstlers Peter Mück, die schnell zahlrei­che Anhänger fand. Mitte Januar startete die neunte Ausstellung. Je­weils zehn Künstler aus Köln und Wien stellen in der jeweils anderen Stadt aus. Zuvor gab es crossart-Ausstellungen außer in Köln auch in Düsseldorf, Würzburg, und dem Ruhr­gebiet. Demnächst auch in Ham­burg, Nürnberg, Berlin.

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Die katastrophale Finanzsituation der Kommunen und speziell Kölns führt schon jetzt dazu, dass VISION e.V. wie alle freien Träger im Sozialbereich von Kürzungen betroffen ist. Weitere Einsparungsrunden sind bereits angekündigt und sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die Folge ist, dass Einrichtungen und Angebote in allen Segmenten des Sozialwesens hochgradig in ihrer Existenz gefährdend sind. Dies dürfen wir nicht zulassen, deswegen ist es unser aller Pflicht, dafür zu kämpfen, dass diese Missstände aufgezeigt und mit allen in unserer Macht stehenden Mitteln bekämpft werden.

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Titelthema

  • Kokainflut über Europa?
  • JES in Köln - vom Junkie Bund zu VISION

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Drogenkurier Nr. 84 (PDF - 2,7 MB)

Hiermit laden wir euch herzlich ein, mit uns zusammen unser 20-jähriges Bestehen zu feiern!

Freitag, 26.11.2010, ab 17 Uhr

Das Junkie Bund Café bleibt an diesem Tag geschlossen.

Vom 26. Oktober bis 09. November 2010 findet die 6. KalkKunst statt. Auch in diesem Jahr werden wieder in einer Vielzahl von sozialen Einrichtungen, Geschäften und Ämtern Künstler aus allen Richtungen ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.

Natürlich wird auch VISION e.V. seine Räume in dieser Zeit gerne wieder zur Verfügung stellen.