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Gedenkwand – Zentrale Kölner Gedenkstätte

Viel zu lange fehlte für uns ein Ort, an dem den DrogengebraucherInnen gedacht werden kann, die an den Folgen einer repressiven Drogenpolitik verstorben sind. Ein Leben im gesellschaftlichen Abseits führte bei vielen dazu, dass sie viel zu früh durch schlechte, unberechenbare Stoffqualität und (Viren-)Infektionen etc. aus dem Leben gerissen wurden.

2012 kam uns dann die Idee, auf dem Gelände der Anlaufstelle in Köln-Kalk eine solche Gedenkstelle zu installieren.

Nachdem die Holzkreuze, auf denen in den vergangenen Jahre Nachrichten an die Toten hinterlassen wurden, nur für den Moment da waren, haben wir allen Interessierten 2012 während der Mahnwache auf dem Neumarkt die Möglichkeit gegeben, auf kleinen Holzscheiben aus dem Stamm einer Birke Nachrichten o.ä. als Andenken an verstorbene Angehörige, Freunde oder Partner zu hinterlassen.

Diese Scheiben wurden nun Wetterfest gemacht, lakiert und auf einer liebevoll gestalteten Gedenkwand in einer ruhigen Ecke auf unserem Aussengelände angebracht. Die Wand wurde zudem mit Efeu und Clematispflanzen dekoriert. Somit können wir nun auch auf längere Sicht einen Ort des Gedenkens an die Freunde und Verwandte, die leider von uns gegangen sind, bieten.

Euch alle werden wir nie vergessen!

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Kategorienarchiv: Gedenkwand

23 Jul 2014

Gedenken an Drogentote

2014-07-23-Rundschau-Gedenk„Du fehlst mir, du warst ne super Jung“, steht auf einer der Holzscheiben, die an der Wand hinter der Quelle befestigt werden. Angehörige schreiben Erinnerungen an Verstorbene auf. Die Gedenkstätte an der Neuerburgstraße in Kalk wurde von der Kontakt- und Beratungsstelle VISION in Erinnerung an Drogentote eingeweiht. „Damit soll an Menschen erinnert werden, die in unserer Gesellschaft nicht gesehen werden“, sagt Jesse. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Initiative 41 Menschen in Köln durch Drogenkonsum ums Leben gekommen. Pfarrer Franz Meurer stellte sein Lieblingsbild „Mensch“ von Joseph Beuys vor: „Du musst nicht sagen Asi oder Dummkopf, sag Mensch, wer Mensch sagt, steht seinen Mitmenschen auf gleicher Augenhöhe gegenüber.“ (dec/Foto: Hanano)

22 Jul 2014

Abschiedsgrüße auf Holztafeln

Drogenabhänge sterben oft einen anonymen Tod abseits der Gesellschaft. In Köln-Kalk ist nun eine Gedenkstätte für verstorbene Drogenabhängige eröffnet worden. Finanzielle Unterstützung kam von der Bezirksvertretung und der Aktion Mensch.

In der Mitte der Gedenkstätte liegt ein kleiner Teich. Bilder: MICHAEL BAUSE

In der Mitte der Gedenkstätte liegt ein kleiner Teich. Bilder: MICHAEL BAUSE

Köln. Nun gibt es auch in Köln eine Gedenkstätte für verstorbene Drogenabhängige – auf dem Gelände des Drogenselbsthilfevereins Vision e.V. an der Neuerburgstraße in Kalk. Hinter einem kleinen Teich mit Bambus-Pflanzen und einem Findlingstein an den Seiten steht eine angerostete Eisenplatte (drei Meter breit, zwei Meter hoch), aus der ständig Wasser in den Teich fließt. An der eisernen Wand können Baumscheiben befestigt werden: mit letzten Grüßen und den Abschiedswünschen an die Verstorbenen. Dies ist auch auf Schieferplatten möglich, die das Ufer des Teichs säumen. Nach einem Entwurf des Künstlers Florian Tully, der schon eine Skulptur für den Garten beigesteuert hatte, haben Mitarbeiter und Besucher der Einrichtung die Gedenkstätte angelegt – mit finanzieller Unterstützung der Kalker Bezirksvertretung und der Aktion Mensch.

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21 Jul 2014

Impressionen der Gedenkfeier

21 Jul 2014

Fotos von der Gedenkfeier

06 Aug 2013

Bezirksvertreter verteilen Geld

aus Kölner Stadt-Anzeiger vom 6.8.2013 KULTURFÖRDERUNG Insgesamt 7600 Euro für mehrere Projekte in Kalk

VON NORBERT RAMME

Kalk. Seit etwa einem Jahr verfugt der Drogenselbsthilfe-Verein Vision auf seinem Gelände an der Neuerburgstraße über einen Skulpturengarten. Laut Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ist dieser „tolle Ort der Begegnung mit Kunst und Kultur, der fast jederzeit für jedermann zugänglich ist“ bei den Besuchern der Einrichtung, aber auch bei vielen anderen Bürgern gut angekommen. Darum soll er bald erweitert werden. „Der Skulpturengarten ist für uns ein weiterer Schritt hinein in den Stadtteil“, sagt Vision-Geschäftsführer Marco Jesse. „Die Kunst ist mit ein Weg, Berührungsängste abzubauen und Begegnungen zwischen der Kalker Bevölkerung und den Drogengebrauchern zu ermöglichen.“

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26 Jul 2012

Gedenkwand wurde errichtet

Viel zu lange fehlte für uns ein Ort, an dem den DrogengebraucherInnen gedacht werden kann, die an den Folgen einer repressiven Drogenpolitik verstorben sind. Ein Leben im gesellschaftlichen Abseits führte bei vielen dazu, dass sie viel zu früh durch schlechte, unberechenbare Stoffqualität und (Viren-)Infektionen etc. aus dem Leben gerissen wurden.

In diesem Jahr kam uns dann die Idee, auf dem Gelände der Anlaufstelle in Köln-Kalk eine solche Gedenkstelle zu installieren.

Nachdem die Holzkreuze, auf denen in den vergangenen Jahre Nachrichten an die Toten hinterlassen wurden, nur für den Moment da waren, haben wir allen Interessierten 2012 während der Mahnwache auf dem Neumarkt die Möglichkeit gegeben, auf kleinen Holzscheiben aus dem Stamm einer Birke Nachrichten o.ä. als Andenken an verstorbene Angehörige, Freunde oder Partner zu hinterlassen.

Diese Scheiben wurden nun Wetterfest gemacht, lakiert und auf einer liebevoll gestalteten Gedenkwand in einer ruhigen Ecke auf unserem Aussengelände angebracht. Die Wand wurde zudem mit Efeu und Clematispflanzen dekoriert. Somit können wir nun auch auf längere Sicht einen Ort des Gedenkens an die Freunde und Verwandte, die leider von uns gegangen sind, bieten.

Euch alle werden wir nie vergessen!