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31 Jan 2002

Freie Sicht für mehr Sicherheit

Bezirksvertretung diskutierte Gestaltung des Platzes vor der Kalker Post

Das Gebiet soll schon bald wieder attraktiv werden. Neben dem Umbau sind zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen geplant.

VON REINER KRAMER

Kalk – „Früher war der Platz vor der Post attraktiv, und hatte einen hohen Aufenthaltswert. Heute geht jeder so schnell er kann an ihm vorüber.“ Martin Theisohn, SPD-Fraktionschef, beklagte in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung, dass aus den Plänen, den Platz umzugestalten, bisher „nichts geworden ist“. Derzeit dient der Platz vor allem als Umschlagplatz für Drogen.

„Die Fehlgestaltuhg des Platzes begünstigt die Drogenkriminalität sogar noch“, meint Theisohn. In der Mitte des Platzes ragt eine ungefähr zwei Meter hohe Gasdruckstation in die Höhe flankiert von einer Reihe von Telefonboxen. Die Sicht auf den Platz ist somit weitgehend versperrt.

Verschiedenen Maßnahmen sollen den Platz für alle Bürger wieder attraktiv machen. Der Sicherheit kommt dabei oberste Priorität zu. Gasdruckstation und Telefonboxen (werden durch am Rand stehende Telefonsäulen ersetzt) sollen aus der Mitte entfernt werden. „Angst-Räume sollen vermieden werden“, sagt Wilhelm Belke vom Amt für Stadtsanierung und Baukoordination. Zu dem Sicherheitspaket zählen auch eine bessere Beleuchtung und intensivere Sicherheitskontrollen sowohl für den Bereich um die Post, als auch für die U-Bahn-Schächte. Weiterhin gibt es Überlegungen, dort ein Alkoholverbot auszusprechen. „Es soll ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleistet werden“, erläutert Belke.

Bereits im Juni 1997 hatten Bezirksvertretung und Sanierangsausschuss im Rahmen der Umgestaltung der Trimbornstraße ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das den Platz vor der Kalker Post mit einschloss. Geschehen ist seither jedoch nichts. „Die Bebauung des CFK-Geländes sollte ursprünglich in der Gestaltung berücksichtigt
werden“, konstatiert Belke. Deshalb habe man die Planungen für das gegenüberliegende Gebiet abwarten wollen. Die jetzige Stand sieht jedoch nicht vor, dass sich die beiden Gebiete, architektonisch aufeinander beziehen. „Die Trennung durch die Kalker Hauptstraße ermöglicht, dass die Maßnahmen unabhängig voneinander realisiert werden.“ Bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres könne mit dem Umbau begonnen werden.

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