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26 Aug 2011

Drogenszene Friesenplatz

Geschäftsleute gehen auf die Barrikaden, weil die Kunden weg bleiben und der Umsatz sinkt

Von OLIVER MEYER

Köln – Sie sitzen mit der Bierflasche in den Ecken, sind zugedröhnt und belästigen Passanten. Jetzt reicht es den Geschäftsleuten am Friesenplatz. Sie wollen, dass die Junkies und Obdachlosen dort verschwinden. Der Umzug einer Arztpraxis vom Neumarkt Richtung Friesenviertel soll dafür gesorgt haben, dass viele Süchtige neuerdings am Friesenplatz rumhängen. Nachdem sie dort Methadon abgeholt haben, verkaufen es einige in der Szene weiter – um Geld für neue Drogen zu haben.

Die Geschäftsleitung vom Bekleidungsfachgeschäft „Weingarten“ spürt sogar einen Umsatzrückgang. „Wir haben den Oberbürgermeister angeschrieben, dass unsere Kunden wegbleiben. Leider gab es keine Reaktion“, so Verkaufsleiter Detlev Pauli. „Die Personen liegen in den Eingängen, haben ihren übel riechenden Besitz hier verstreut“, erklärt er.

Auch in der Zwischenebene der KVB am Friesenplatz sitzen Junkies mit ihren Hunden. „Doch für diese Ebene ist die Stadt zuständig, nicht wir“, erklärt KVB-Sprecher Stephan Anemüller.

Das Ordnungsamt müsse endlich durchgreifen, fordern Geschäftsleute. „Notfalls muss man die Nutzungskonzepte solcher Plätze eingrenzen und das Biertrinken außerhalb der Kneipen verbieten“, so Anemüller. Der Polizei sind die Hände gebunden. Sie sei nicht zuständig, das Ordnungsamt sei gefragt, so ein Sprecher.

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