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18 Jan 2010

Warnung – Milzbrand Todesfall bei Drogenkonsumenten in Aachen

Aus Nordrhein-Westfalen (StädteRegion Aachen) wurde dem Robert Koch-Institut (RKI) der Fall eines 42- jährigen Mannes übermittelt, der im Dezember an den Folgen von Milzbrand verstorben ist. Der Mann hatte sich vermutlich Heroin intravenös in die Kniekehle injiziert. Am 6.12.2009 wurde er stationär aufgenommen, am 13.12.2009 verstarb er an Multiorganversagen.

Auch aus Schottland wurden zuletzt wiederholt Fälle von Milzbrand nach meist intravenösem Heroinkonsum bekannt. Mit Stand vom 11.1.2010 haben die schottischen Behörden Kenntnis von 14 Fällen, von denen 7 verstarben. Die Fälle ereigneten sich, wie auch der Aachener Fall, im Dezember 2009. Soweit bekannt ist, war der in Aachen Verstorbene nicht kürzlich in Schottland. Es ist nicht bekannt, ob er Kontakte in die Niederlande hatte.

Angesichts des aktuellen Kenntnisstandes lässt sich eine gemeinsame Infektionsquelle für den Fall in Aachen und die Fälle in Schottland nicht ausschließen. Kontaminiertes Heroin könnte somit auch in anderen Bundesländern und europäischen Staaten vertrieben worden sein.

Soweit das möglich ist sollte kein Heroin aus unbekannter Quelle konsumiert werden. Dies bietet zwar keinen großen Schutz aber evtl. verringert es das Risiko einer Infektion ein wenig.

Sollte es nach dem (i.v.) Konsum zur Bildung von Papeln kommen (auch wenn vorerst keine Schmerzen auftreten) die sich zu einer Entzündung ausweiten in jedem Fall einen Arzt oder ärztlichen Dienst aufsuchen. Wartet nicht ab wie es sich weiterentwickelt ! Unbehandelt verläuft eine Milzbrandinfektion oft tödlich !

Nähere Informationen finden sich hier:

milzbrand_drogenkonsum_informationsblatt

milzbrand_kurzinfo

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