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18 Mrz 2020

Corona – Informationen für Drogengebraucher*innen und Substituierte

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Viele Drogengebrauchende und Substituierte gehören aufgrund von Begleiterkrankungen und der meist geschwächten körperlichen Konstitution zu den besonders durch das Coronavirus Gefährdeten.

Generell gelten für Drogengebrauchende und Substituierte die gleichen Verhaltensregeln, wie sie auch für alle anderen empfohlen werden:

  • Möglichst Menschenansammlungen meiden, Abstand von 1,5m einhalten.
  • Häufig und gründlich die Hände waschen!
  • Hände desinfizieren, wenn keine Gelegenheit zum Hände waschen besteht

Besondere Hinweise für Substituierte

Sprecht Eure Ärzte auf Take Home an! Das Gesetz ermöglicht eine Mitgabe von bis zu 30 Tagen.

Besondere Hinweise für Drogengebrauchende

Das Coronavirus ist im Gegensatz zu HIV und Hepatitis über Speichel sehr einfach übertragbar. Daher solltet ihr beim Konsum die Safer Use Regeln beachten. Dies bedeutet, nutzt nur eure eigenen Konsumutensilien und gebt benutzte Utensilien nicht an andere weiter!

  • Viele Einrichtungen haben Mengenbegrenzungen bei Konsumutensilien aufgehoben. Legt euch kleine Vorräte an. So müsst ihr nicht täglich eure Drogenhilfe aufsuchen.
  • Vermeidet aber „Hamstern“! Alle Drogengebraucher*innen benötigen Konsumutensilien, um sich weiterhin zu schützen.
  • Aktuell laufen viele Einrichtungen im Notbetrieb. Dies bedeutet in Konsumräumen geringere Platzkapazitäten. Stellt euch darauf ein, dass nicht das gesamte Angebot verfügbar ist.
  • Solltet ihr hierdurch verstärkt im öffentlichen oder privaten Raum konsumieren, informiert euch bei eurer Drobs welche Ärzte Naloxon verschreiben.
  • Solltet ihr Substanzen kaufen, die vorher im Mund transportiert wurden, wascht euch gründlich die Hände und transportiert die Kugeln keinesfalls in eurem Mund.
  • Vermeidet unbedingt das Teilen und die Weitergabe von Crackpfeifen oder Pfeifen zum Cannabiskonsum. Corona ist über Speichel sehr einfach übertragbar!
  • Es sind kaum Leute unterwegs und Geschäfte geschlossen. Solltet ihr Probleme haben das Geld für euren Konsum zu bekommen, wendet euch an eure Drogenhilfe oder einen euch bekannten Substitutionsarzt und fragt nach einer Notfallsubstitution!
  • Achtet verstärkt auf Drogen gebrauchende Freund*innen und Bekannte in eurem Umfeld. Ruft sie an und erkundigt euch, ob dort wirklich alles OK ist.

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