Kategorienarchiv: Warnungen

  Aug 2013

Heroin mit hohem Fentanylanteil im Umlauf

Warnung

Fentanyl ist ein Opioid, dass ca. 40 mal stärker wirkt als Heroin. In dieser Kombination ist also eine lebensgefährliche Überdosierung viel leichter möglich.

Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) warnt nun offiziell, da in Frankfurt (Main) Heroin beschlagnahmt wurde, dass mit einem „deutlich erhöhten“ Fentanylanteil versetzt ist. Wieviel davon in Hessen oder in der restlichen Bundesrepublik im Umlauf ist, bleibt unklar, da das Fentanyl offenbar nicht erst in Frankfurt (Main) zugesetzt wurde. Das HLKA hat eine genauere Analyse des beschlagnahmten Heroins veranlasst und wird eine weitere Meldung herausgeben, sobald die Laborergebnisse da sind. Weiter schreiben sie, dass ihnen weitere Vorkommnisse in Zusammenhang mit einer derartigen Zubereitung bisher nicht bekannt sind.

Also, wenn Ihr Heroin konsumiert, beachtet umso mehr die Safer-Use-Regeln für Heroin-Konsument_innen:http://drugscouts.de/de/page/safer-use-infos-f%C3%BCr-heroinkonsumentinnen

Und holt möglichst schnell Hilfe, wenn ihr den Verdacht habt, dass jemand eine Überdosis abbekommen hat.

Eine genaue und öffentliche Quellenabgabe oder offizielle Warnmeldung haben wir noch nicht gefunden. Weitere Infos folgen an dieser Stelle, sobald sie uns bekannt werden.

Weitere Infos zu Fentanyl: http://de.wikipedia.org/wiki/Fentanyl

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05 Jul 2012

Dritter Fall von Milzbrand bei einem intravenösen Drogengebraucher in Berlin

Ein Dritter berichteter Milzbrand-Verdachtsfall bei einer Person mit i.v.-Heroinkonsum ist nun laborbestätigt. Diesmal erreichte uns die Meldung aus Berlin. Damit gibt es seit Anfang Juni 3 bestätigte Fälle von Milzbrand bei Heroinkonsumenten in verschiedenen Bundesländern.

Der dritte Fall stellte sich am 17.6.12 mit Symptomen von Hautmilzbrand (Nekrose, Eschar im Bereich der Einstichstelle, massive Schwellung, Rötung, Thrombose) ärztlich vor. Der Symptombeginn war am 09.06.2012. Die Symptome besserten sich unter antibiotischer Therapie.

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass sich der Patient aus dem Berliner Fall in Bayern aufgehalten oder Heroin aus Bayern konsumiert hat. Daher liegt die Vermutung nahe, dass kontaminiertes Heroin über die Region Regensburg hinaus in Deutschland im Umlauf ist.

Die Tatsache, dass die B. anthracis-Stämme, die bei den zwei 2012 aufgetretenen bayerischen Milzbrandfällen isoliert wurden, identisch bzw. zumindest sehr eng verwandt sind mit den Stämmen der deutschen und britischen Fälle aus den Jahren 2009/2010, legt nahe, dass es sich um dieselbe Infektionsquelle handeln könnte.

Nähere Informationen finden sich unter:

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Anthrax/aktuell.html
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Anthrax/Anthrax.html?cms_lv2=2398700&cms_box=1&cms_current=Milzbrand

Ansprechpartnerin am RKI ist Frau Dr. Bernard (BernardH@rki.de, Tel. 030 18754 3173).

Bei Fragen zur Diagnostik steht Herr PD Dr. Grunow vom Zentrum für Biologische Sicherheit (ZBS) 2 am RKI zur Verfügung (GrunowR@rki.de, Tel. 030 18754 2100).

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21 Jun 2012

MILZBRANDWARNUNG

Erneuter Milzbrandfall bei einem Heroinkonsumenten

Nachdem dem Robert Koch-Institut aus Bayern ein Todesfall durch Milzbrand (Anthrax) bei einem i.v.-Drogenkonsumenten übermittelt wurde ist nun ein zweiter Todesfall aus dem Raum Bayern zu vermelden.

Im ersten Fall hatte sich der Mann aus dem Raum Regensburg am 05.06.2012 wegen einer infizierten Injektionsstelle ärztlich vorgestellt und eine noch am selben Tag tödlich verlaufende Blutvergiftung entwickelt. Als Ursache wurde der Milzbranderreger Bacillus anthracis nachgewiesen. Zum zweiten Fall liegen noch keine weiteren Informationen vor.

Es wird ein Zusammenhang mit dem Gebrauch von mit Milzbrandsporen verunreinigtem Heroin vermutet. Bereits 2009/2010 war es in Deutschland und dem Vereinigten Königreich zu einer Häufung von Milzbrand bei i.v.-Drogenkonsumenten gekommen. Auch damals wurde als Infektionsquelle mit Milzbrandsporen verunreinigtes Heroin vermutet.

Es ist nicht auszuschließen, dass aktuell erneut Heroin oder eine andere Substanz in Umlauf ist, die mit Milzbrand- erregern verunreinigt ist! Ggfs. könnte auch in NRW verunreinigtes Heroin im Umlauf sein. Weiterlesen »

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12 Okt 2011

Warnhinweis: Krok im Umlauf

Mit Krok gestrecktes Heroin im Umlauf!

In Köln Meschenich (Kölnberg) sind die ersten (Verdachts-)Fälle bekannt geworden.

Um die Einstichstellen entstehen Infektionen, die die Haut absterben lassen. Grüne Verfärbungen sowie wunde, schuppige und schorfige Stellen entstehen am ganzen Körper. Daher kommt auch der Name der Droge. Der giftige Cocktail greift auch das Knochengewebe an und frisst den Konsumenten von innen auf. Ganze Körperteile verfaulen so nach und nach. Oftmals sind Amputationen nicht zu verhindern.

Das mit Krokodil (Krok) gestreckte Heroin ist weder geschmacklich, noch optisch unterscheidbar vom üblichen Heroin. Es gibt mündliche Aussagen, dass das gestreckte Heroin manchmal erkennbar ist, wenn man es auf Alufolie erhitzt und es aufschäumt. Doch bedenkt, dass dieses Aufschäumen kein Beweis, sondern vielmehr ein Indiz ist. Auch, wenn es nicht aufschäumt, kann es mit Krok gestreckt sein.

Falls Euch nach dem konsumieren die beschriebenen Nebenwirkungen auffallen, scheut Euch nicht, DIREKT ärztliche Hilfe einzuholen.

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27 Jul 2010

Warnhinweis

Heute erhielten wir von der Hannöversche AIDS-Hilfe e.V. folgende e-Mail:

Zur Information aller Konsumenten möchte ich folgende Warnung verbreiten, welche mich gerade über das Café Connection erreicht hat:

Es ist möglicherweise derzeit Heroin auf der Szene im Umlauf, das ungewohnt stark bzw. möglicherweise mit gefährlichen Beimengungen gestreckt ist!

Bitte passt beim Konsum von unbekannter, z.T. deutlich orangefarbiger Schore auf.

Achtet bitte auch auf andere. Wenn Ihr feststellt, dass es Euch nach dem Konsum schlecht geht (z.B. auch mit Erbrechen von Blut!), sagt uns bitte Bescheid!

Es besteht hohe Gesundheitsgefahr!

Mit kollegialen Sommergrüßen

Günter Hosbach
Hannöversche AIDS-Hilfe e.V.

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18 Jan 2010

Warnung – Milzbrand Todesfall bei Drogenkonsumenten in Aachen

Aus Nordrhein-Westfalen (StädteRegion Aachen) wurde dem Robert Koch-Institut (RKI) der Fall eines 42- jährigen Mannes übermittelt, der im Dezember an den Folgen von Milzbrand verstorben ist. Der Mann hatte sich vermutlich Heroin intravenös in die Kniekehle injiziert. Am 6.12.2009 wurde er stationär aufgenommen, am 13.12.2009 verstarb er an Multiorganversagen.

Auch aus Schottland wurden zuletzt wiederholt Fälle von Milzbrand nach meist intravenösem Heroinkonsum bekannt. Mit Stand vom 11.1.2010 haben die schottischen Behörden Kenntnis von 14 Fällen, von denen 7 verstarben. Die Fälle ereigneten sich, wie auch der Aachener Fall, im Dezember 2009. Soweit bekannt ist, war der in Aachen Verstorbene nicht kürzlich in Schottland. Es ist nicht bekannt, ob er Kontakte in die Niederlande hatte. Weiterlesen »

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  Mai 2008

VORSICHT! Ungewöhnlich hoher Wirkungsgrad

Liebe Leserinnen und Leser der Junkie Bund Seite,

in den letzten Tagen und Wochen sind auffallend viele Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher in Köln verstorben. Vielleicht kanntet ihr selbst den einen oder anderen oder habt von seinem Tod gehört.

Der Verdacht liegt nahe, das der Grund hierfür ein teilweise ungewöhnlich hoher Wirkstoffgehalt im Heroin ist oder besonders schädliche Streckmittel genutzt wurden.

Wir möchten Euch daher dringend bitten, bei unbekannter Stoffqualität besonders vorsichtig zu dosieren. Wenn ihr den Verkäufer oder seine Droge nicht kennt, testet erst einmal vorsichtig mit einer kleinen Dosis an – am besten nicht injizieren sondern rauchen – das verringert das Risiko einer Überdosis. Wenn möglich konsumiert mit einer Person Eures Vertrauens, damit im Fall eines Drogennotfalls (Überdosis) ein Notarzt verständigt wird.

Solltet ihr bei einer Überdosis dabei sein oder dazukommen, ruft in jedem Fall einen Notarzt.

Ganz besonders riskant ist der Konsum schon nach kurzen Pausen und in Verbindung mit anderen Drogen wie Kokain oder Benzos.

Wenn Ihr noch genauere Information zum Vorgehen in Drogennotfällen und bei Überdosierungen braucht, meldet Euch im Junkie Bund Café. Dort werden wir in Kürze einen erste Hilfe Kurs zu diesem Thema anbieten.

Bis dahin gilt in jedem Fall – Euer Eingreifen kann Leben retten !!!

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