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19 Mrz 2011

Kunst im sozialen Raum

Vanitas – Gedanken im alltägl. Leben

Vernissage am Samstag, 19. März 2011 – 16:00 Uhr

Hiermit möchten wir Sie/Dich herzlich einladen zur Ausstellungseröffnung am 19. März 2011 um 16 Uhr in den Räumen von VISION e.V. in der Neuerburgstr. 25 in Köln Kalk.

In dieser öffentlichen Ausstellung mit dem Titel „Vanitas – Gedanken im alltäglichen Leben“ werden Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Schiller-Gymnasiums Köln-Sülz ihre Werke präsentieren und zum Verkauf anbieten.

Damit fällt der Startschuss für das Kunstprojekt „Kunst im sozialen Raum“, dass gemeinsam vom Drogenselbsthilfeverein VISION e.V. Köln und dem Künstlernetzwerk „crossart“ konzipiert wurde und von der Stiftung KalkGestalten unterstützt wird.

Kunst im sozialen Raum

Ein Kooperationsprojekt zwischen
VISION e.V., crossart und Stiftung KalkGestalten

Im Kölner Stadtteil Kalk zwischen charmanten Industriegebäuden und der Halle Kalk, die dem Kölner Schauspielhaus angehört, liegt das Gelände des VISION e.V., der innovativen Drogenselbsthilfe Köln.

Im Cafe der Drogenselbsthilfe sollen regelmäßig Ausstellungen stattfinden, die sozialen Charakter haben. Das heißt: Im Fall von Verkäufen verzichtet crossart auf die üblichen 20% Verkaufsprovision und spendet diesen Anteil an VISION. Des Weiteren sollen (Ex-)Drogenabhängige sowie Klienten aus künstlerischen Fördermaßnahmen die Gelegenheit erhalten, ihre Kunst erstmalig der Öffentlichkeit zu präsentieren.

VISION e.V.

Der seit 20 Jahren aktive Verein VISION e. V. ist ein Drogenselbsthilfeprojekt und betreibt einen Kontaktladen mit Café in der Neuerburgstraße in Köln-Kalk. Neben der sozialpädagogischen Begleitung möchte er mit der Möglichkeit zu einer Mitarbeit im Verein die Selbstverantwortung und Eigeninitiative drogengebrauchender Menschen stärken und so ihre gesellschaftliche Wiedereingliederung erleichtern. Räumlich konnte sich der Verein durch einen Umzug im Jahr 2008 vergrößern, was die Möglichkeit zu neuen Projekten bietet, die dabei helfen können, diese Ziele zu verwirklichen. Einen weiteren Kern der Vereinsarbeit bildet die Gemeinwesenarbeit: Diese soll durch Projekte gefördert werden, bei denen sich Besucher des Vereins und Bewohner des Stadtteils begegnen und näher kommen können, um so eine größere Akzeptanz für die Arbeit von Vision e. V. und drogengebrauchende Menschen in der Öffentlichkeit zu erreichen. Diesbezüglich wurde in Kooperation mit dem Künstler Walbrodt und der Künstlerin Nina Marxen bereits 2007 das Projekt „Achtung Verachtung“ mit großem Erfolg durchgeführt.

crossart

crossart organisiert städteübergreifende Gruppenausstellungen und vertritt damit eine große Bandbreite der bildenden Kunst. Dazu verfügt crossart über eine Webseite, auf der sich die einzelnen Künstler in Gruppen formieren und Ausstellungen organisieren können (soziales Netzwerk). crossart zeigt auf Ausstellungen eine große Vielfalt künstlerischer Positionen und vereint sowohl Künstler nationaler als auch internationaler Herkunft. Sei es Malerei, Fotografie oder Bildhauerei – die Auswahl und Fülle aus dem Repertoire der crossart-Künstler genügt sowohl einem hohen ästhetischen als auch einem stark inhaltlichen Anspruch. Durch die Vernetzung von Künstlern unterschiedlicher Herkunft und kulturellem Hintergrund entstehen spannende Dialoge und Bezüge zwischen den ausgestellten Werken.

Seit jeher engagieren sich Künstler für „den guten Zweck“ und so wollen auch wir von crossart diese Tradition pflegen und unsere Erfahrungen, Arbeitskraft und nicht zuletzt einen möglichen finanziellen Erlös dem Projekt zugute kommen lassen.

Teil 1 des Projektes: Künstlerische Projekte mit Betroffenen der innovativen Drogenselbsthilfe Köln

Die Erfahrung in der alltäglichen Begegnung und Arbeit mit drogengebrauchenden Menschen hat gezeigt, dass viele der Klienten der Einrichtung künstlerisch ambitioniert waren oder sind. Dieses Potential liegt bei ihnen jedoch häufig brach, da zum Einen die finanziellen Mittel fehlen, Materialien zu beschaffen, zum Anderen sie ihren eigenen Fähigkeiten nur wenig Vertrauen schenken. Im Zentrum eines drogenbezogenen Lebensstils stehen vielmehr die jeweiligen Drogen und deren Beschaffung.

Hier setzt ein Teil des Projektes an: unter künstlerischer und pädagogischer Anleitung soll Klienten bzw. Besuchern des Kontaktladens die Möglichkeit geboten werden, selbst künstlerisch aktiv zu werden und sich anhand eines selbstgewählten Mediums auszudrücken. Zur Verfügung gestellt werden hierzu nicht nur Malerei- und Zeichenmaterialien, sondern auch Bastelutensilien. Vorerst sollen den Teilnehmern inhaltlich keine einengenden Vorgaben gemacht werden, um ihnen größtmögliche Freiheit bei der Themenfindung zu lassen. Ziel ist es, im Laufe der Arbeit ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, wobei auch die biographische Verarbeitung des Themas Drogenkonsum eine Rolle spielen kann.

Das Projekt soll im Laufe des Jahres einmal wöchentlich während der Öffnungszeiten des Cafébetriebes stattfinden und in einer gemeinsamen Ausstellung im Rahmen der jährlichen Bezirksveranstaltung KalkKunst münden. Die Teilnehmer bekommen so die Möglichkeit, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Begleitend sollen weitere Veranstaltungen stattfinden, darunter auch Besuche von Künstlern des crossart-Netzwerks, die Einblicke in ihre Arbeit und Techniken geben, sowie Museums-, Atelier- und Galeriebesuche.

Teil 2 des Projektes: Wechselausstellungen verschiedener Künstler von crossart im Cafébereich des Drogenhilfevereins

Im Kölner Stadtteil Kalk zwischen charmanten Industriegebäuden und der Halle Kalk, die dem Kölner Schauspielhaus angehört, liegt das Gelände des VISION e.V., der innovativen Drogenselbsthilfe Köln. Die unten abgebildete Computersimulation veranschaulicht die Idee des sozialen Projektes bei VISION e.V. Im Cafe der Drogenselbsthilfe sollen regelmäßig Ausstellungen stattfinden, die sozialen Charakter haben. Das heißt: Im Fall von Verkäufen verzichtet crossart auf die üblichen 20% Verkaufsprovision und spendet diesen Anteil an den Drogenhilfeverein. Des Weiteren sollen (Ex-)Drogenabhängige sowie Klienten aus künstlerischen Fördermaßnahmen die Gelegenheit erhalten, ihre Kunst erstmalig der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Projekt „crossart macht Schule“
Ausstellung von Arbeiten Strafgefangener aus Hessen

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Schiller-Gymnasiums in Köln- Sülz beschäftigen sich unter der Leitung von Kunstlehrerin Olga Breininger mit dem Thema „Vanitas-Gedanken im alltäglichen Leben“ und stellen ihre Werke (Malereien, Fotos, Zeichnungen und Objekte) ab März 2011 im Café der Drogenselbsthilfe aus.

Für die zweite Jahreshälfte 2011 ist geplant, auch Arbeiten von Strafgefangenen aus Hessen in den Räumlichkeiten des Cafés von VISION e. V. auszustellen.

Teil 3 des Projektes: Der crossart-Skulpturengarten VISION e.V.

Einen weiteren Teil des geplanten Kooperationsprojekts soll der Skulpturengarten bilden. Kern der Idee ist es, Skulpturen auf dem derzeit noch wenig genutzten Außengelände von VISION e. V. zu platzieren. Kunst wird hier für Besucher haptisch erfahr- und begreifbar, was einen neuen Zugang zu diesem Erfahrungsfeld ermöglichen soll. Der Garten wird so zu einem sinnlichen Erlebnispark, der mit seinen visuellen Reizen zum Verweilen einlädt.

Die Präsentation der Objekte im Außenbereich erleichtert es, auch bei Passanten Aufmerksamkeit für das Projekt zu wecken und hilft so, Hemmschwellen zu senken, die Drogenhilfeeinrichtung zu betreten und die im Interieur ausgestellten Werke zu betrachten. Der Skulpturengarten soll dadurch zu einem Forum werden, auf dem ein Austausch zwischen Klienten der Einrichtung und Außenstehenden stattfindet.
Zur Verfügung gestellt werden die Skulpturen von Peter Mück und diversen weiteren Künstlern. Der in Köln ansässige Bildhauer Bernd Müller hat sich bereits im Vorfeld bereit erklärt, ein Objekt speziell für VISION e.V. anzufertigen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des Projekts werden die Künstler ihre Skulpturen ab dem Frühjahr 2011 im Garten aufstellen und mit Hilfe von Betonhalterungen befestigen. Zu jedem Objekt soll eine erläuternde Hinweistafel angebracht werden. Geplant ist es, die Gartenkunstwerke einmal jährlich auszutauschen und so immer wieder Raum für neue Impressionen zu bieten.

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